Unterschriftenübergabe der Volksinitiative “Guter Ganztag” (Update)
Die Initiative "Guter Ganztag" ist im April gestartet. Foto: Annika Demgen

Unterschriftenübergabe der Volksinitiative “Guter Ganztag” (Update)

Der “Gute Ganztag für Hamburgs Kinder” setzt sich unter anderem für bessere Bildungs- und Ernährungsangebote an Hamburger Schulen ein. Am Dienstag werden die Unterschriftenlisten im Rathaus abgegeben.

Die Initiative "Guter Ganztag" ist im April gestartet. Foto: Annika Demgen
Die Initiative “Guter Ganztag” ist im April gestartet. Foto: Annika Demgen

Sechs Monate lang hatte die Volksinitiative, die sich für die Neugestaltung des Ganztagsangebots in Hamburger Schulen einsetzt, Unterschriften von  Befürwortern aus Hamburg gesammelt. Sie übergibt diese nun am Dienstag um 17:30 Uhr im Rathaus. Defizite innerhalb der Ganztagsangebote in Eimsbütteler Schulen wurden von der Initiative bereits im Frühjahr thematisiert (wir berichteten). Die aktuellen Forderungen beziehen sich jedoch auf alle Hamburger Schulen, sprich Grund-, Förder und Stadtteilschulen sowie Gymnasien.

Verbesserte Angebote werden gefordert

Dabei geht es unter anderem um mehr geeignete Räumlichkeiten sowie ein größeres Aufkommen an pädagogisch geschultem Personal. Zudem wird dafür plädiert, auf eine gesündere Ernährung der Kinder umzustellen. Auch die Kooperation zwischen Schule und Jugendhilfe-Trägern solle an bessere Bedingungen geknüpft werden, heißt es in der Pressemitteilung. Vertrauensperson Manja Scheibner sagt im Rückblick: „Die vielen Gespräche der letzten Monate haben uns deutlich vor Augen geführt, wie dringlich Verbesserungen an Hamburgs Schulen passieren müssen. Wir rennen mit unseren Kernpunkten offene Türen ein. Die Klagen von Erziehern, Lehrern und Kindern zeigen, dass eben nicht alles prima ist, wie es uns Senator Ties Rabe nach wie vor vermitteln will.“

Mit 10.000 Unterschriften wäre der erste Schritt erreicht

Erhielte die Initiative 10.000 gültige Unterschriften, wäre der erste Schritt innerhalb des Volksabstimmungsverfahrens getan. Die Bürgerschaft hat dann vier Monate Zeit, um das Anliegen in einer öffentlichen Sitzung zu thematisieren und letztendlich einen Beschluss zu fassen. Wenn dieser Beschluss dem Anliegen der Volksinitiative jedoch nicht zusagt, kann diese ein Volksbegehren anmelden. Aktuell werden weiterhin, bis zur morgigen Abgabe der Listen, Unterschriften gesammelt.

Alle Informationen zur Volksinitiative findet ihr hier.

Update vom 07.10.2015: Anzahl der Unterschriften

Nach Angaben von Manja Scheibner wurden im Rathaus 14.839 Unterschriften abgegeben. Bis zuletzt seien noch Unterschriftenlisten eingegangen.

Henrike Hapke

Henrike Hapke hat Bibliotheks- und Informationsmanagement studiert und wohnt nun seit fast 5 Jahren in Hamburg. Sie interessiert sich vor allem für die Bereiche Musik, Geschichte und Sport. Außerdem ist sie immer auf der Suche nach schönen Fotomotiven.

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