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Fast ein Jahr haben sich Stadt und Anwohner um die Verwendung des ehemaligen Kreiswehrersatzamtes gestritten. Foto: Tim Eckhardt
Fast ein Jahr haben sich Stadt und Anwohner um die Verwendung des ehemaligen Kreiswehrersatzamtes gestritten. Foto: Tim Eckhardt
Sophienterrasse

Baustopp durch Anwohner

Der Eilantrag einzelner Anwohner in Harvestehude hat für einen vorläufigen Baustopp beim Umbau der geplanten Flüchtlingsunterkunft in der Sophienterrasse gesorgt.

Von Henrike Hapke

220 Flüchtlinge sollten im früheren Kreiswehrersatzamt in den Sophienterrassen unterkommen und bereits im Herbst letzten Jahres einziehen. Das Bezirksamt Eimsbüttel erteilte dafür schon im September die Genehmigung für den geplanten Umbau. Jedoch kam es bei den Umbauarbeiten zu Verzögerungen. Nun steht auch die geplante Eröffnung der Flüchtlingsunterkunft im Frühjahr unter einem schlechten Stern.

Eilantrag wurde stattgegeben

Einzelne Anwohner hatten zuvor ihre Sorge bezüglich der Größe der Einrichtung geäußert (wir berichteten…) und einen Eilantrag gegen die Baugenehmigung für das Flüchtlingsheim gestellt. Am 23.Januar wurde diesem Antrag vom Hamburger Verwaltungsgericht stattgegeben und das Bezirksamt musste daraufhin einen vorläufigen Baustopp verhängen. Zusätzlich wird das Bezirksamt Eimsbüttel bei dem Hamburgischen Oberverwaltungsgericht eine sofortige Beschwerde einlegen. Denn laut einer Pressemeldung des Bezirkamtes seien Einrichtungen für soziale Zwecke auch im Baustufenplan Harvestehude/Rotherbaum zulässig. Endgültig ist dieser Baustopp also voraussichtlich nicht.

Unterstützer der Flüchtlingsunterkunft sind empört

Auch bei dem Verein „Flüchtlingshilfe Harvestehude e.V.“ ist die Enttäuschung groß. Laut den Vorsitzenden Hendrikje Blandow-Schlegel und Heidrun Petersen-Römer ist die Arbeit des Vereins durch den Beschluss des Verwaltungsgerichts aber in keiner Weise beeinflusst. Desweiteren sei die Unterbringung von Flüchtlingen innerhalb Hamburgs eine Aufgabe der ganzen Stadt. „Es kann und darf nicht sein, dass sich wenige Menschen, in wenigen Stadtteilen unter Berufung auf das Bauplanungsrecht ihrer Verantwortung entziehen und sich dieser gesamtgesellschaftlichen Aufgabe nicht stellen“ so Blandow-Schlegel und Petersen-Römer. Der Verein setzt sich auch weiterhin dafür ein, dass die Flüchtlinge schnellstmöglich eine Unterbringung in der Sophienterrasse 1a bekommen und mit Unterstützung der vielen Helfer einen Platz in der Gesellschaft finden können.

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