Die Erstaufnahme “Papenreye” schließt
In der Erstaufnahme "Papenreye" waren Geflüchtete in Containern untergebracht. Foto: Ida Wittenberg
Flüchtlingsunterkünfte

Die Erstaufnahme “Papenreye” schließt

Die Eimsbütteler Erstaufnahme in der “Papenreye” schließt Ende März. Weitere Schließungen von Erstaufnahmestellen sollen folgen, da auch die Zahl der ankommenden Flüchtlinge rückläufig ist.

Die Flüchtlingserstaufnahme “Papenreye” wird Ende März schließen. Die Einrichtung bot zwischenzeitlich 650 Geflüchteten eine Unterkunft.

Jedoch galt ein Teil der Anlage als “prekäre Unterkunft”. Der Teil, in dem Flüchtlinge in ehemaligen Tennishallen untergebracht waren. Diese wurden bereits im Juli 2016 geschlossen. Die letzte “prekäre Unterkunft” Hamburgs wurde im letzten November geschlossen.

Weniger Geflüchtete in Erstaufnahmen

Die Schließung der Tennishallen reduzierte die Kapazität der Anlage auf 300 Plätze. Übrig blieben Containeranlagen mit Kita und Spielplatz auf den Freiflächen. Zum jetzigen Zeitpunkt leben noch 133 Bewohner in der Erstaufnahme, die bis zum 31. März ganz geschlossen wird. Dann beginnt der Rückbau der Container und der dazugehörigen Wasser- und Elektroleitungen.

Grund für die Schließung der Unterkunft sind die rückläufigen Flüchtlingszahlen in Erstaufnahmen. Weitere Schließungen von Erstaufnahmen sollen folgen.

“Es kommen immer weniger Geflüchtete an, die Erstaufnahmen werden nicht mehr so benötigt”, erklärt der Pressesprecher des Zentralen Koordinierungsstabs für Flüchtlinge in Hamburg Daniel Posselt. “Wichtiger ist der Ausbau der Folgeunterkünfte.”

Weitere Erstaufnahme Schmiedekoppel mit mehr Kapazität

Wohin die derzeitigen Bewohnern verlegt werden, ist fallabhängig und wird vom Belegungsmanagement organisiert. Die Mehrheit der 133 Geflüchteten zieht wohl in die nahe gelegene Erstaufnahmestelle Schmiedekoppel um. Dort stehen insgesamt 950 Plätze zur Verfügung. Nach Schließung des Standortes “Papenreye” bleiben in ganz Hamburg noch etwa 5.000 Plätze in Erstaufnahmen.

Das Gelände wird an den städtischen Vermieter, den Landesbetrieb für Immobilienmanagement und Grundvermögen (LIG), zurückgegeben.

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