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Die Hamburger Kammerspiele zeigen das Stück: "Die Netzwelt". Foto: Anja von Bihl

Die Theatersaison beginnt

Zum 70-jährigen Jubiläum warten die Hamburger Kammerspiele in der neuen Spielzeit mit einem vielversprechenden Programm auf.

Von Lena Jürgens

Die Kammerspiele haben einen festen Platz in der Theaterlandschaft der Stadt. In der letzten Saison brachte es das Privattheater in Rotherbaum auf 294 Vorstellungen. Inklusive der bundesweiten Gastspiele sahen sich rund 140.000 Menschen Stücke der Hamburger Kammerspiele an – und in der kommenden Spielzeit 2015/2016 können sich die Theaterbesucher auf ein breitgefächertes Angebot aus Premieren und Wiederaufnahmen freuen.

Krieg und Frieden?

Den Saisonauftakt gibt Michael Morpurgos „Private Peaceful“ in der deutschsprachigen Erstaufführung unter den Regisseuren Martin Dueller und Robert Stadlober am 4. September. Letzterer steht auch selbst auf der Bühne in dem Stück, das von dem jungen Soldaten Tommo Peaceful im Ersten Weltkrieg erzählt. Der wurde zum Tode verurteilt – weil er einen Sturmbefehl verweigert hatte, als sein Bruder neben ihm im Sterben lag. Das Stück erzählt dabei nicht nur vom Krieg, sondern auch vom unbeschwerten Leben des jungen Mannes davor – losgelöst vom Ersten Weltkrieg: „Tommo ist viele“, so Chefdramaturgin Anja Del Caro. „Er steht für unzählige andere junge Soldaten, egal welcher Nation, egal in welchem Krieg.“ Wichtig in dem Stück ist die Musik, die Andreas Spechtl, den man auch auf der Bühne sehen kann, beisteuert: Sprache und Ton stehen auf der Bühne in ständigem Dialog. Schon vor der Premiere ist das Stück zu einem Gastspiel beim Kleist-Festival in Frankfurt/Oder eingeladen.

Neue, alte Klänge

Im neuen Jahr können die Theaterbesucher „so richtig was fürs Herz“ erleben, wie die Chefdramaturgin verspricht. Im „Quartetto“ von Ronald Harwood finden sich vier ehemals berühmte Opernsänger in einem Altenheim für Musiker wieder. Die Künstler beschließen, wie vor langer Zeit ein gemeinsames Quartett zu singen – und sehen sich dabei mit den Schwierigkeiten konfrontiert, die das Alter mit sich bringt. Die vier Sänger, unter anderem dargestellt von Dinah Hinz und Gerhard Garbers, stellen sich dem Projekt mit viel Witz und Melancholie. Die Premiere ist am 7.2.2016.

Ein „fließender Übergang“

Wieder dabei in der nächsten Saison sind die „Sekretärinnen“, die auch derzeit gespielt werden, die drei erfolgreichsten Stücke aus dem letzten Jahr – „Chuzpe“, „Ziemlich beste Freunde“ und „Unsere Frauen“ – sowie zur Weihnachtszeit „Wir lieben und wissen nichts“ und „Laurel & Hardy“.

Mehr Informationen zum aktuellen Programm gibt es hier.

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