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Querschnitt der neu geplanten Osterstraße. Quelle: SBI

Einbahnstraße Osterstraße

Der Umbau der Osterstraße rückt näher: Im September soll Baubeginn sein. Am Dienstagabend lud das Bezirksamt Eimsbüttel gemeinsam mit den Fachplanern zum vierten Mal zu einer Informationsveranstaltung. Vorgestellt wurde das endgültige Konzept, auf dessen Basis die genaue Ausführungsplanung entsteht.

Von Anja von Bihl
Beispiel für die Verkehrsführung während des Umbaus. Quelle: SBI (Ausschnitt)
Beispiel für die Verkehrsführung während des Umbaus. Quelle: SBI (Ausschnitt)

Der erste Bauabschnitt wird von der Kreuzung Emilienstraße, die selbst zunächst unverändert bleibt, bis einschließlich der Kreuzung Schwenckestraße reichen. Zunächst wird die Osterstraße auf dieser Strecke als Einbahnstraße stadteinwärts eingerichtet. Der Verkehr wird über den Ring 2 – Fruchtallee umgeleitet. Die Baumaßnahmen selbst werden in Teilabschnitten ausgeführt, wie Michael Großmann von SBI beratende Ingenieure erläutert. Denn dadurch würden die Arbeiten schneller fertig und die Behinderungen für die Anwohner würden jeweils nur kurz dauern.

Während des Umbaus können Fußgänger nur auf einer Straßenseite gehen. Alle Haus- und Ladeneingänge bleiben aber weiterhin über Grabenbrücken zugänglich. Die Pflasterung des Gehwegs direkt vor den Eingängen findet außerhalb der Ladenöffnungszeiten statt.

In einem zweiten Schritt wird auf der gegenüberliegenden Straßenseite genauso verfahren. Die neue Fahrbahn wird anschließend am Wochenende asphaltiert; währenddessen wird die Osterstraße in diesem Bereich voll gesperrt.

Baubeginn

Im ersten Bauabschnitt wird aller Voraussicht nach im September 2015 mit den vorbereitenden Arbeiten begonnen. Es ist mit einer Umbauzeit von etwa acht bis zehn Monaten zu rechnen. Dabei sollen Weihnachtsmarkt und Osterstraßenfest möglichst ungestört stattfinden können.

Der zweite Bauabschnitt umfasst zum einen die Osterstraße zwischen Schulweg und Emilienstraße und zum anderen die Strecke Schwenckestraße – Methfesselstraße. Hier soll voraussichtlich von Mai 2016 bis Mitte des Jahres 2017 gebaut werden. Für den dritten Abschnitt im Heußweg zwischen Kreuzung Osterstraße und Einmündung des Stellinger Wegs gibt es noch keine Termine.

Sobald die Ausführungsplanung abgeschlossen ist, gibt es eine öffentliche Ausschreibung, durch die die Bauaufträge für den Umbau vergeben werden.

Michael Großmann von SBI erläutert die Pläne. Foto: Anja von Bihl
Michael Großmann von SBI erläutert die Pläne. Foto: Anja von Bihl

Fragen und Diskussion

Im großen Saal im Hamburg-Haus im Doormannsweg hört man sehr aufmerksam zu, als das Projekt erläutert wird. Wer in der anschließenden Diskussionsrunde Aufregung erwartet hat, beispielsweise weil die Hälfte der Parkplätze nach dem Umbau wegfällt, hat sich getäuscht. Es gibt zwar kritische Fragen, aber der Ton ist sachlich, und auch Kritiker merken an, dass sie sich im Großen und Ganzen das Ergebnis gut vorstellen können.

Skepsis herrscht noch beim neuen Radweg-Konzept: Ist der seitliche Zwischenraum zwischen Radfahrern und Bussen auch wirklich breit genug, sodass keine Gefahr besteht? Ist die Fahrbahn (einschließlich des Mittelstreifens, der notfalls auch befahren werden kann) wirklich so breit, dass Busse überholt werden können?

Etliche Zuhörer wünschen sich nach wie vor Tempo 30 auf der Osterstraße. Michael Großmann geht davon aus, dass der Verkehr durch die Neugestaltung der Straße sowieso langsamer werden wird. Egal, sagt einer, er werde auf jeden Fall auch zukünftig auf dem Fußweg radeln, denn alles über 30 Stundenkilometer sei ihm einfach zu gefährlich.

Unverständnis gibt es dafür, dass der Radverkehr auf der Fahrbahn nicht an allen Stellen durch einen unterbrochenen Strich abgegrenzt, sondern manchmal nur durch Fahrradpiktogramme gekennzeichnet werden soll. Dies habe die Verkehrsbehörde so entschieden, kann Großmann dazu nur sagen.

Wo parken?

Mehrfach wird eine Quartiersgarage angesprochen. Man sorgt sich, wo die Anwohner und Kunden parken sollen, wenn jetzt die Hälfte der Parkplätze in der Osterstraße wegfällt. Tanja Piening vom Fachamt Management des öffentlichen Raums verweist darauf, dass dieser Punkt nicht direkt zu dem Straßenplanungsprojekt gehöre. Doch mit der Frage der Quartiersgarage beschäftige sich derzeit die Abteilung Stadt- und Landschaftsplanung des Bezirksamts. Da es aber im Karstadt-Parkhaus erfahrungsgemäß immer freie Plätze gebe, so Piening, solle vor Ort auf die Möglichkeit hingewiesen werden, dort zu parken. Dann, fordert eine Anwohnerin, dürfe aber das Kurzzeitparken in der Osterstraße nicht kostenlos sein. Sonst würden Autofahrer endlos kreisen, bis sie einen Platz ergattern, anstatt im Parkhaus eine Gebühr zu zahlen.

Besorgt ist ein Anwohner, ob er während der Bauzeit zwei Jahre lang auf den Metrobus 4 verzichten muss. Nein, erklärt Michael Großmann. Der Bus fahre die ganze Zeit seine übliche Strecke. Lediglich wenn die Kreuzung Schwenckestraße umgebaut wird, gibt es für den 4er kurzfristig eine Umleitung durch den Heußweg.

Umfassende Information

Wer bei der Informationsveranstaltung nicht dabei sein konnte, wird dennoch ausführlich über alle Einzelheiten der Baumaßnahmen unterrichtet. Jeder Anwohner erhalte rechtzeitig vor Baubeginn ein Infoschreiben, sagt Tanja Piening. Zudem sollen mit Schildern vor Ort auch Ortsfremde informiert werden und in den Geschäften in der Osterstraße werden Flyer ausliegen.

Im Internet können die Informationen hier jederzeit eingesehen werden.

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