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Das Rathaus. Foto: Annika Demgen
Das Rathaus. Foto: Annika Demgen
Beiersdorf

Kleingärten: Bürgerschaft beschließt Grundstücksverkauf an Beiersdorf

Am Mittwoch wurde in der Bürgerschaft dem Grundstücksverkauf einer Kleingartenfläche an Beiersdorf zugestimmt. Über 7000 Unterschriften der Initiative "Lebenswertes Lokstedt" konnten die Entscheidung der Abgeordneten nicht abwenden.

Von Fabian Hennig

Ein Zusammenschluss aus der Initiative „Lebenswertes Lokstedt“ und der Linken Eimsbüttel hatte lange versucht, gegen den Verkauf der Kleingartenfläche an Beiersdorf vorzugehen. Doch gebracht hat das Engagement nichts, am Nachmittag hat die Bürgerschaft nur mit Gegenstimmen der Linksfraktion für den Verkauf gestimmt.

Beiersdorf hat mit der Zustimmung durch die Bürgerschaft eine rund 12 Hektar große Grünfläche in Lokstedt erworben, auf der drei Kleingartenvereine angesiedelt sind. Der Kaufvertrag, der schon vorher mit der Stadt geschlossen wurde, ist damit in Kraft getreten.

Beiersdorf kauft Fläche für 35 Millionen Euro

Nun greift die Vereinbarung, die zwischen der Stadt, dem Konzern und dem Landesbund der Gartenfreunde Hamburg (LGH), dem Dachverband der Kleingärten, unterzeichnet wurde. Laut dieser wurde eine Dauer von 20 Jahren ausgehandelt, so lange sollen die Kleingärten bestehen bleiben.

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Die Stadt plant eine Kleingartenfläche an Beiersdorf zu verkaufen. Wir haben uns auf der Osterstraße umgehört, was die Eimsbütteler dazu sagen.

Der Kaufpreis der Grünfläche beträgt 35 Millionen Euro mit Zusatzkosten, wenn Beiersdorf die Fläche früher für sich beansprucht. Wie hoch die weiteren Kosten sein werden, kommt darauf an, wann Beiersdorf die Fläche in Anspruch nehmen wird. Das liegt vor allem an den Kosten für die Ausgleichflächen und den weiteren Entschädigungszahlungen für die Kleingärten.

Heike Sudmann von der Linken kann die Entscheidung des Senats nicht verstehen. „Ist das Wachstum von Beiersdorf gefährdet, wenn sie die Grünfläche nicht erhalten? Die Antwort ist Nein“, sagte sie in der Bürgerschaftssitzung. Zudem zeigte sie ihr Unverständnis, warum es nicht einfach ein Vorkaufsrecht für Beiersdorf gebe.

Keine Chance für Initiative

Weil viele Schreber und Eimsbütteler mit der Entscheidung der Stadt unzufrieden waren, wurde die Inititative “Lebenswertes Lokstedt” ins Leben gerufen. Bei der von ihnen initiierten Petition wurden 4.882 Online-Unterschriften gesammelt, zudem kamen viele Postkarten zusammen. Insgesamt waren es laut Initiative damit über 7000 Stimmen gegen den Verkauf. Gestern wurden die Unterschriften im Rathaus dem Büro von Peter Tschentscher übergeben.

Wann Beiersdorf die Fläche in Anspruch nehmen möchte, steht bislang nicht fest. Nach Aussage des Dax-Konzerns sind derzeit keine Pläne für das Gelände angedacht. Im Vertrag ist jedoch festgehalten, dass an der Stelle nur Produktionsgebäude gebaut werden dürfen, Wohnungsbau ist ausgeschlossen.

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