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Mit Marx und Che für Eimsbüttel

Die Vorbereitungen für das Methfesselfest 2014 laufen. Am 22. August geht es wieder los mit einem bunten und gewohnt linken Programm. Nur einer ist in diesem Jahr nicht mehr dabei. Mitbegründer Oskar „Oschi“ Mathießen. Ihm wird das diesjährige Fest gewidmet.

Von Annika Demgen

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Fotos: Martin Karakolev

„Wenn du was über das Fest wissen willst, musst du Anke fragen“, mit diesen leicht schnottrig rüberkommenden aber sichtlich gut gemeinten Worten werden wir am Donnerstag morgen an Methfesselfest-Organisatorin Anke Brammer verwiesen. Die Helfer sind schon seit sechs Uhr dabei die Stände für das Nachbarschaftsfest aufzubauen. Nur von der berühmten Kogge ist noch nichts zu sehen.

Bewusst politisch

„Wir sind ein loser Verbund aus engagierten Leuten. Es gibt keinen Verein, der das Ganze organisiert. Nur ein ehrenamtlich verwaltetes Konto“, erklärt Anke, die eigentlich Iris-Anke heißt. Jeder ist hier willkommen. „Nur rechts geht gar nicht.“ Das Eimsbütteler Initiativ- und Kulturfest – wie sich das Methfesselfest auch nennt – bezieht politisch eine eindeutige Position und wirbt mit  Karl Marx und Che Guevara. Gegründet wurde es vor mehr als 30 Jahren von Mitgliedern der DKP, der Deutschen Kommunistischen Partei, einem politischen Nachfolger der KPD. Auch „Oschi“ war damals dabei. Im letzten Jahr ist das Urgestein jedoch mit 79 Jahren gestorben. Das Methfesselfest 2013 war sein letztes.

Eine linke Parteimitgliedschaft ist keine Voraussetzung für die Teilnahme an der Gestaltung und erst recht nicht für den Besuch des Fests. „Mit der Veranstaltung setzen wir ein Zeichen gegen Kommerzialisierung und soziale Ausgrenzung“, betont Anke. Auf dem Else-Rauch-Platz wird drei Tage lang von einer besseren Welt geträumt. Daher sind die Preise für Speis und Trank auch jedes Jahr wieder so niedrig.

Von S wie Stoner Rock bis V wie Venezuela

Eine Konkurrenz zum Osterstraßenfest sieht Anke nicht. „Eimsbütteler gehen da nicht hin. Man trifft sich dort einfach nicht mehr“, sagt sie. Das Methfesselfest sei da ganz anders und schreibe den Nachbarschaftsgedanken groß – pflege jedoch auch den Blick über den Tellerrand. Das spiegelt sich im Programm wieder. Neben Konzerten von Punk, Ska bis Stoner Rock gibt es auch Diskussionen über kritische Themen. Im „Kulturzelt“ redet man über das griechische und kubanische Gesundheitssystem, über die politische Lage in Venezuela oder auch das Freihandelsabkommen TTIP, das die EU und die USA gerade hinter verschlossenen Türen aushandeln. Doch auch Eimsbüttel soll nicht zu kurz kommen. Am Freitag wird daher über Mietwucher und den Wohnungsmarkt diskutiert. „In Eimsbüttel geht die Gentrifizierung voran“, sagt Anke, „die Feier ist daher auch eine Gelegenheit für alteingessesene Eimsbüttler zusammenzukommen, die sich sonst das ganze Jahr nicht sehen.“

Am 22. August um 18 Uhr geht es offiziell los, bis zum Abend des 24. Augusts. Die Einnahmen des Methfesselfests werden wie jedes Jahr in die Organisation der nächsten Feier investiert. Wer will, kann das Veranstaltungsteam in diesem Jahr durch den Kauf eines Buttons unterstützen.

Zum Programm.

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