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Kreuzung Osterstraße und Heussweg.
reuzung Osterstraße und Heußweg. Foto: Eimsbütteler Nachrichten
Verkehr in Eimsbüttel

Planänderung beim Osterstraßenumbau

Die Osterstraße wird umgebaut – das wurde Ende 2012 beschlossen. Jetzt wird es Ernst: Im Sommer sollen die Baumaßnahmen losgehen. Seit der Präsentation des Vorentwurfs im Oktober hat das Management des öffentlichen Raums zusammen mit den Planern die Vorgehensweise detaillierter ausgearbeitet. Am Montag stellten sie die endgültige Planung im zuständigen Gremium vor.

Von Anja von Bihl
Gestaltung mit Fahrradstreifen, Mittelstreifen und unterschiedlichen Betonplatten auf den Fußwegen. Auftraggeber: BA Eimsbüttel, Verfasser: ARGUS/SBI/ KfP
Gestaltung mit Fahrradstreifen, Mittelstreifen und unterschiedlichen Betonplatten auf den Fußwegen. Auftraggeber: BA Eimsbüttel, Verfasser: ARGUS/SBI/ KfP

Der vorgesehene Zeitplan werde eingehalten, erläutert Tanja Piening vom Bezirksamt Eimsbüttel im Kerngebietsausschuss. Aber die Reihenfolge der Bauabschnitte weicht vom bisherigen Konzept ab: Bislang war geplant, vom Schulweg aus mit dem Umbau zu beginnen und sich dann die Osterstraße hoch zu arbeiten.

Nun jedoch kommt zuerst die Strecke zwischen Emilienstraße und Schwenckestraße dran. Hier liegt auch die große Kreuzung mit dem Heußweg, wo mit Karstadt, dem Fanny-Mendelssohn-Platz und der U-Bahnstation Osterstraße der größte Knotenpunkt besteht. Der Umbau reicht bis in den Heußweg hinein. Baubeginn auf diesem Abschnitt 1 soll im September sein – Abschluss voraussichtlich im April 2016.

Bauabschnitt 2 umfasst zwei Teilbereiche: einmal von der Methfesselstraße bis zur Schwenckestraße und zum anderen von der Emilienstraße bis hinunter zum Schulweg. Gebaut wird hier voraussichtlich vom Juni 2016 bis Mitte 2017. Bauabschnitt 3 ist der Heußweg im Bereich der Einmündung des Stellinger Wegs. Dafür ist noch kein Baubeginn festgelegt.

Hier geht es voraussichtlich im September los. Auftraggeber: BA Eimsbüttel, Verfasser: ARGUS/SBI/ KfP
Hier geht es voraussichtlich im September los. Auftraggeber: BA Eimsbüttel, Verfasser: ARGUS/SBI/ KfP

Konkretisierung

Im Oktober 2014 ist die Planung öffentlich vorgestellt worden. Inzwischen sind die Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange wie Polizei, Feuerwehr, HVV, Verein Osterstraße, BID und ADFC  in die endgültige Planung eingeflossen; insgesamt waren 42 Dienststellen und Institutionen beteiligt. Noch in diesem Monat soll das Projekt im Bezirksamt zur Unterschrift vorgelegt werden. Dann beginnt die Phase der Ausschreibung und Vergabe der Aufträge.

Eine Änderung zum Vorentwurf betrifft die Bushaltestellen in der Osterstraße. Während des Halts sollen die Busse jetzt umfahren werden können, erläutert Michael Großmann vom beratenden Ingenieurbüro SBI. Denn es handelt sich hier um Umsteige-Haltestellen, an denen die Busse bis zu zwei Minuten stehen bleiben. Müßten die Autofahrer so lange dahinter warten, würde der Verkehr schnell zum Erliegen kommen.

Ein zunächst an der Kreuzung Emilienstraße vorgesehener Kreisel wurde zu den Akten gelegt; dieser Bereich wird wie bisher auch durch Ampeln geregelt.

Wie die Osterstraße aussehen soll

Die auffälligste Veränderung der Osterstraße gegenüber heute wird die Verlegung des Fahrradverkehrs auf die Straße sein, sodass die Fußgänger mehr Platz erhalten und gegenseitige Behinderungen vermieden werden. Unverständnis bei den Abgeordneten im Ausschuss erntet die Erläuterung von Thomas Tradowsky vom Kontor Freiraumplanung: Er erklärt, dass der 1,50 Meter breite sogenannte Schutzstreifen für die Radfahrer auf einigen Teilen der Osterstraße nur auf einer Seite durch einen unterbrochenen Strich gekennzeichnet wird. Gegenüber gibt es dann nur Fahrrad-Piktogramme. „Eine Hamburgensie“ nennt Tradowsky diese Vorschrift; in anderen Bundesländern sei eine Abtrennung durch eine Linie kein Problem, und so richtig sieht er es offenbar auch nicht ein, wieso das in Hamburg nicht gehen soll.

An einigen Stellen erhält die Osterstraße einen Mittelstreifen, der es den Fußgängern erleichtern soll, die Straße zu überqueren. Er wird aus einem anderen Material bestehen als die Fahrbahn, sodass er optisch auffällt, wird aber ebenerdig und dadurch auch befahrbar sein, wenn der Verkehr es erfordert. Die Fußwege werden mit Bänken und Bepflanzungen gestaltet und erhalten Fahrradbügel. „Hoffentlich bleibt dann noch genug Platz für Kinderwagen und Rollatoren“, sorgt sich Ellen Schuttrich, CDU.

Weniger Parkplätze

Die Zahl der Parkplätze wird sich halbieren. Geparkt werden kann in Zukunft nicht mehr schräg, sondern nur noch längs zur Fahrtrichtung. Die Standplätze werden so breit, dass auch Anlieferfahrzeuge sie benutzen können. Zeitlich soll es so geregelt werden, dass nachts die Anwohner ihre Wagen abstellen können. Am Morgen werden die Waren für die Geschäfte angeliefert. Am Tage gilt Kurzparken für Kunden. Die Parkzeiten sollen streng kontrolliert werden.

Die Pläne für den Bau einer Quartiersgarage unter dem Henry-Vahl-Park wurden bereits in der vergangenen Woche fallen gelassen. Als neuer Standort ist der Raum unter dem Sportplatz des HEBC in der Tornquiststraße im Gespräch. Als Gegenleistung könnte der Verein seinen lang ersehnten Kunstrasen für den Reinmüllerplatz 2 bekommenn. Bis zu den Sommerferien will das Bezirksamt prüfen, ob der Bau der Quartiersgarage unter dem Fußballplatz zulässig ist.

Information für die Bürger Ende Juli

Was wird in diesem Jahr aus dem Weihnachtsmarkt, wenn man mitten in der Bauphase des ersten Abschnitts steckt? Michael Großmann ist hoffnungsvoll, dass das organisatorisch gelingt, denn der Fanny-Mendelssohn-Platz selber werde ja nicht umgebaut.

Mehrere Abgeordnete sprechen eine fehlende öffentliche Toilette an. „Ein ewiges Thema“, seufzt Anne Schum von der SPD und hebt etwas hilflos die Hände. Das sei an diesem Abend nicht zu lösen; es werde auch in der Hamburger Bürgerschaft daran gearbeitet. „Schreiben Sie Anträge!“ ermutigt sie ihre Kollegen.

Diese und andere Fragen und Zweifel werden sicher von den Eimsbüttelern auf der nächsten öffentlichen Informationsveranstaltung angesprochen. Sie ist für Ende Juli geplant.

Fotos: Anja von Bihl

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