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Tauschtisch hat einen Antragsteller

Der Guerilla-Gärtner Andreas Böhle übernimmt künftig die Verantwortung für den Tauschtisch im Stellinger Weg. Vergangene Woche reichte er den viel diskutierten Sondernutzungsantrag im Bezirksamt ein.

Von Fiona Kleinert

Er war das Thema auf der Bezirksversammlung im Februar: der Tauschtisch im Stellinger Weg. Wie wir berichteten, darf das Nachbarschaftsprojekt nur bleiben, wenn sich jemand findet, der einen Sondernutzungantrag stellt und die Haftung bei möglichen Schäden übernimmt.

Im Laufe der letzten Woche fand sich, Andreas Böhle zufolge, eine kleine Gruppe von Bürgern zusammen, die über die Zukunft des Projekts beriet. Vielen erschien die Verantwortung zunächst zu groß, berichtet er uns am Telefon. Schließlich entschloss er sich selbst, diesen Schritt zu gehen. Andreas Böhle kennt sich aus mit der Bürokratie im Bezirksamt. Er ist passionierter Guerilla-Gärtner und musste im August 2014 um den Bestand seines Blumenbeets an der Ecke zwischen Wiesenstraße und Heußweg kämpfen. Letzten Donnerstag meldete Böhle sich als Antragsteller beim Bezirksamt Eimsbüttel.
 „Man kennt mich als den Beet-Rebellen. Ich habe kein Problem damit noch weitere Anträge abzugeben“, sagt Böhle.

“Die Idee ist granatig.”

Seit er das Tauschhaus das erste Mal entdeckte, ist Böhle begeistert von dem Projekt. 
Überall verteilt in der Stadt gäbe es Kartons mit der Aufschrift “Zu verschenken”, der Tauschtisch kanalisiere das Ganze. “Es ist traurig, dass in unserer heutigen Wegwerfgesellschaft gute Gegenstände im Müll landen”, bedauert er. Der Tauschtisch wirke dem entgegen. Hier könne jeder gebrauchte Gegenstände ablegen, die ein anderer gut nutzen kann. Das Prinzip werde zudem von der Nachbarschaft gut angenommen. Länger als eine Stunde habe hier fast noch keine seiner Sachen gelegen, so Böhle.

Wenn der Antrag genehmigt wird, kommen einige Dinge auf Böhle zu. Unter anderem muss eine Regelung für den Sperrmüll, der immer wieder am Tauschhaus im Stellinger Weg abgelegt wird, gefunden werden.
 Außerdem steht noch die Frage der Versicherung im Raum. Peter Gutzeit (Die Linken) hat angeboten die Kosten dafür zu tragen. 
Böhle teilte uns allerdings mit, dass er das Projekt “lieber nicht vor einen Parteikarren spannen will” und den Tauschtisch so neutral wie möglich halten möchte. Er hätte auch kein Problem damit, selbst die Versicherung zu finanzieren. Genug Unterstützer habe er auf jeden Fall.

Bezirksamtssprecher Elmar Schleif bestätigt, dass ein Sondernutzungsantrag eingegangen ist. Er ist zuversichtlich, dass alle Beteiligten sich in Kürze über den Tauschtisch einigen.

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