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Veganer Blaubeer Käsekuchen. Foto: Vanessa Leitschuh
Weder Milch, noch Eier oder Quark: der vegane Käsekuchen kommt ohne tierische Produkte aus. Foto: Vanessa Leitschuh
Back-Workshop

Veganes Backen mit Schneewittchen

Backen ohne Ei, Milch oder Butter – In ihren Backkursen zeigt Ines Pfisterer, wie mit ein bisschen Kreativität und Experimentierfreude vegane und sogar gesunde Leckereien entstehen. Unter dem Motto „Backen macht glücklich“ kommen in der Kurkuma Kochschule regelmäßig Kuchenliebhaber zusammen und probieren sich durch die Rezeptvielfalt der veganen Küche.

Von Vanessa Leitschuh

Eimsbüttel strahlt an diesem Sonntagnachmittag. Es sind 26 Grad und ganz in der Nähe stöbern, feilschen und feiern die Eimsbütteler noch auf dem Osterstraßenfest. Nicht weit vom bunten Treiben entfernt liegt in der Methfesselstraße die erste vegane Kochschule Deutschlands: die Kochschule Kurkuma.

Trotz Sonne und Sommertemperaturen werden hier heute die Rührlöffel geschwungen. Die Eimsbüttelerin Ines Pfisterer gibt regelmäßig unter dem Namen Schneewittchen vegane Backkurse. Dort lernen die Kursteilnehmer, wie einfach sie Kuchen ohne Milch, Kekse ohne Butter oder Brownies ohne Eier zaubern können.

Kochschule Kurkuma

Die Kochschule selbst ist modern und hell eingerichtet, die Fenster reichen bis zum Boden. Es sieht weniger nach Kochschule, viel mehr nach heimischer Küche aus. Vorne befinden sich alle Küchenutensilien, im hinteren Teil des Raums steht eine lange Tafel, die schon auf den besten Teil des Kurses hindeutet: Das Beisammensitzen und Probieren der Köstlichkeiten.

Eine riesengroße Kleckerei

Wenn morgens um vier Uhr die Welt noch schläft, entsteht in der "Backstube" der kleinen Konditorei eines der besten Franzbrötchen Hamburgs. Eimsbütteler stehen Schlange dafür. Was ist das Geheimnis dieses magischen Rezepts? Die Antwort ist einfach. Keine Zauberei. Einfach nur handgemacht. Text: Johanna Hänsel Fotos: Carolin Martz

Doch vorher muss gebacken werden. Auf den Theken und Tischen der Kochschule warten bereits elf Rezepte mit den dazugehörenden Zutaten auf die Kursteilnehmer. Diese sind teilweise weit angereist, um veganes Backen zu lernen.

Bier und Brotzeit

Noch bevor der Backkurs startet, duften die Räumlichkeiten schon nach Selbstgebackenem. In einer Ecke klingelt ein Wecker.

„Ich habe noch was zur Begrüßung im Ofen“, unterbricht Ines. Sie holt ein Brot aus dem Ofen und packt es zum Abkühlen auf ein Holzbrett. Die Backmischung dazu hat sie selbst zusammengestellt.

„Das ist meine Bierkruste. Ich hatte Freunde zum Biertrinken eingeladen und wollte ihnen etwas zum Essen anbieten. Bier und Brot passt super zusammen.“

So entstand eine Backmischung, die nur mit Bier vermengt ein herzhaftes Bierbrot ergibt. Die Bierkrusten-Backmischung gibt es nun in ihren Kursen in Papiertüten zu kaufen.

Vegan Backen mit Schneewittchen. Foto: Vanessa Leitschuh
Die Bierkruste für zwischendurch. Foto: Vanessa Leitschuh

Die 26-jährige Kursleiterin hat sich zwar auf das vegane Backen spezialisiert, doch für Freunde oder Catering-Aufträge backt sie auch mal mit tierischen Produkten.

„Auch beim Essengehen sind für mich die veganen Rezepte meistens die besten auf der Karte, weil es die kreativsten sind“, erklärt die gebürtige Stuttgarterin.

An die Rührlöffel, fertig, los

Nach kurzem Kennenlernen erklärt Ines die Grundregeln des veganen Backens und mit welchen Produkten, tierische leicht ersetzt werden können.

Dann dürfen die Workshop-Teilnehmer selbst ran: In Paaren suchen sie sich eines der vorbereiteten Rezepte aus und rühren, kneten und pürieren drauf los. Solange bis alle Rezepte verarbeitet und aus den Zutaten frische, rein pflanzliche Backwerke entstanden sind.

Kleine Konditorei Lutterothstraße Außenansicht. Foto: Nele Deutschmann

Die beste Konditorei Hamburgs ist in Eimsbüttel

Die kleine Konditorei in Eimsbüttel ist bekannt für die langen Schlangen, in denen die Eimsbütteler morgens anstehen, um frischen Brötchen zu bekommen. Dass die Beliebtheit der Bäckereikette begründet ist, zeigt ihre neueste Auszeichnung.

Backen macht glücklich

Und genauso das Naschen danach.

Die Kuchen sind noch warm und duften. Vorfreudig wartet die Runde auf die ersten Probierstücke.

Blueberry Cheesecake, Chocolate Chip Cookie und Mango Trifle serviert Kursleiterin Ines in der ersten Runde. Beim grünen Pandankuchen, aus Kokosmilch, Tofu und Pandanblättern, werden die Stückchen schon deutlich kleiner. In der nächsten Runde, beim Schwedenkuchen mit Schokolade und Espresso, steigen die ersten aus.

Manche halten bis zum Himbeer-Chia-Streuselkuchen und dem Carrot Cake durch. Nichtsdestotrotz bleibt der größte Teil der süßen Leckereien übrig. Mit Aufbewahrungsbehältern ausgestattet packen sich die Kursteilnehmer die Reste ein.

Der Backkurs in Bildern

Backen macht glücklich

Schneewittchens liebste Zutat sind verschiedene Nuss-Sorten. Foto: Vanessa Leitschuh
Vegan Backen mit Schneewittchen. Foto: Vanessa Leitschuh
Neben den Back-Workshops werden auch rund zwanzig verschiedene Kochkurse und 5-Gänge-Dinner in der Kochschule angeboten. Foto: Vanessa Leitschuh
Vegan Backen mit Schneewittchen. Foto: Vanessa Leitschuh

Die Backkurse mit Schneewittchen gibt es alle sechs bis acht Wochen in der Kurkuma Kochschule. In den warmen Monaten etwas seltener, denn im Juli und August ist Sommerpause. Dafür startet im Winter die Weihnachtsbäckerei mit mehr Plätzchen-Rezepten. Der nächste und damit letzte Kurs vor der Sommerpause findet am 17. Juni statt.

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Vor drei Jahren eröffnete in Eimsbüttel Deutschlands erste vegane Kochschule. Hier treffen sich Veganer und Nichtveganer zum Zubereiten der verschiedensten Speisen. Das Konzept von Roman Witt und Arne Ewerbeck findet großen Anklang. Am 3. August feiert die Kochschule „Kurkuma“ Geburtstag.

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Auf gute Nachbarschaft: Schon lange wollte Nima Sharifi mit ihrem Mann ein Restaurant eröffnen – Nachbarin Maria machte es möglich.

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