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Im Schanzenviertel findet eine Kundgebung bezüglich bisher ubekannten Deportationsorten statt. Foto: Johanna Grabert
Foto: Johanna Grabert (Archivfoto)

Erinnerung an die Deportation vom 6. Dezember 1941 im Schanzenviertel

Im Dezember findet eine Kundgebung statt, um an die Deportation von 1941 zu erinnern. Im Fokus steht ein bisher weitestgehend unbekannter Deportationsort im Schanzenviertel.

Von Aaron Müller

Am 6. Dezember 1941 wurden fast 1.000 jüdische Menschen aus Hamburg und Umgebung verschleppt. Die Deportation fand über die Veterinärstation des Schlachthofs am Bahnhof Sternschanze statt. Von dort fuhr der Zug zum Hannoverschen Bahnhof und weiter ins Ghetto in Riga. 

Eine Kundgebung soll an die schrecklichen Ereignisse erinnern. 

Neuer Deportationsort wird sichtbar

Der Deportationsort am Schlachthof war im Viertel bisher kaum bekannt. Darauf wird nun am 8. Dezember 2025 ab 17 Uhr in der Schanzenstraße, Ecke Lagerstraße aufmerksam gemacht.

Die Berichte über den Deportationsort stammen von Fritz Benscher, ehemals Sargtischler der jüdischen Gemeinde und später prominenter Schauspieler und Quizmaster. Er begleitete die Menschen am 6. Dezember 1941 und dokumentierte ihre Verschleppung. Er selbst wurde 1943 deportiert.

Die Kundgebung selbst wird von lokalen Initiativen, Vereinen und der Bezirksversammlung Hamburg-Altona organisiert.

Wann? Montag, 8. Dezember, ab 17 Uhr

Wo? Schanzenviertel, Ecke Schanzenstraße/Lagerstraße

Preis: kostenfrei

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Schanzenviertel
Ecke Schanzenstraße/Lagerstraße

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