Menschen

“Wir alle müssen mit der Situation umgehen”

Morgendliche Zählung, Deckenausgabe und tägliche An- und Abkünfte gehören zu einem ganz normalen Tag in der Notunterkunft im ehemaligen Baumarkt im Hörgensweg. Rund 800 Geflüchtete sind dort untergebracht, die Fluktuation ist hoch. Wie die Organisation in einem solchen Provisorium abläuft, erzählt Emrah Dertli, der die Unterkunft für den Träger Fördern und Wohnen leitet .

“Vermittler, Organisator und manchmal auch die Kotztüte”

Seit dem 1. Januar 2016 gibt es in jedem Hamburger Bezirksamt eine Vollzeitstelle für die Koordination von ehrenamtlichem Engagement. Barbara Strauß ist dafür seit über einem Jahr in Eimsbüttel zuständig. Sie spricht mit uns darüber, was die Verwaltung leisten kann und leisten sollte.

Helfen
Spenden in Eimsbüttel

UNICEF, der WWF oder auch Brot für die Welt werben wie jedes Jahr um Spenden. Wer auf der Suche nach Organisationen und Vereinen ist, die in der Nachbarschaft liegen und Unterstützung benötigen, findet in unserem Überblick zehn Beispiele.

Schließung
Produktionsschule Eimsbüttel verlässt Café Veronika

3,60 Euro für eine warme Mahlzeit – das Café Veronika bot Preise, die einkommensschwachen Menschen in Eimsbüttel, Lokstedt oder Stellingen ein günstiges Mittagessen ermöglichten. Seit Montag ist damit Schluss. Die Produktionsschule Eimsbüttel verlässt das zeltförmige Gebäude neben der Lenzsiedlung. Grund dafür ist jedoch nicht der Wasserschaden in der Küche, sondern Kommunikationsprobleme zwischen Betreiber und Eigentümer.

Gemeinsames Kochen

Welche Bedeutung hat ein gemeinsames Kochen für einen Menschen, der in einer Flüchtlingsunterkunft bestens mit Nahrung versorgt wird? Eine ganz besondere, wie unsere Autorin Francesca Köslin bei einem Besuch in der Elternschule Eidelstedt beobachtet.

Interview
“Unsere deutschen Obdachlosen” gibt es nicht

Der politische Sprecher des Hamburger Straßenmagazins Hinz & Kunzt Stephan Karrenbauer über die Sorgen der Obdachlosen, ihre Vorbehalte gegenüber Flüchtlingen und die erste vorsichtige Kontaktaufnahme. Und darüber, warum gerade der Flüchtlingsstrom eine Chance für die Obdachlosen sein kann. Von Lea Freist.

Nach dem Brand: Das Tauschhaus macht weiter

Unbekannte haben das Tauschhaus in Lurup nur zwei Monate nach der Gründung in Brand gesteckt. Das Projekt ist ein Export aus Eimsbüttel. Marco Scheffler, Initiator der Götterspeise, stellte die Hütte zum Tauschen und Teilen bei der Elbgaupassage auf. Er will im Frühjahr einen neuen Anlauf wagen.

Stumme Willkommenskultur

Informationsveranstaltungen für neue Flüchtlingsunterkünfte veranstaltet das Bezirksamt derzeit am laufenden Band. In der vergangenen Woche trafen sich Betreiber, Behörde und Bezirksamt mit den Anwohnern des Hörgenswegs, in dem 800 Menschen in einem ehemaligen Baumarkt untergebracht sind. An diesem Abend sind die besorgten Bürger lauter als die Willkommenskultur.

Ein Flüchtlingsschiff auf der Hanseboot

In der einen Messehalle glänzende Luxusboote, in der nächsten ein olles Schlauchboot. Der Kontrast könnte kaum größer sein. Unser Autor Martin Kranz-Badri trifft auf der Hanseboot Ingo Werth, Kapitän der “MS Sea-Watch”. Seit März ist er Teil der Crew des einzigen zivilen deutschen Schiffs für Flüchtlingsrettung auf dem Mittelmeer.

Perspektiven
Integrationsgeschichten

„Ankommen und Arbeiten: Migration und Ausbildung.“ Unter diesem Motto stand die 10. Wirtschaftskonferenz des Bezirksamts Eimsbüttel und der Handels- sowie der Handwerkskammer Hamburg am Donnerstag. Anliegen des Treffens war es, das Integrationspotenzial der Eimsbütteler Wirtschaft vorzustellen.

Die Sophienterrasse nimmt Form an

Der Verein Flüchtlingshilfe Harvestehude (FHH) hat am Mittwochabend zusammen mit Fördern und Wohnen über die Fortschritte der Unterkunft Sophienterrasse informiert. Von den Grundrissen bis zum Freizeitangebot wurde der aktuelle Stand der Dinge präsentiert.

Hart aber herzlich

Am 18. Oktober startete die Saison der Basketball-Bundesligen NBBL (U19) und JBBL (U16). Auch die Sharks Hamburg sind dabei, ein Zusammenschluss von Spielern verschiedener Hamburger Basketballvereine, auch aus Eimsbüttel. Unser Gastautor Christoph Scheuring hat für die Eimsbütteler Nachrichten den Headcoach Lars Mittwollen über die Ausbildung bei den Sharks Hamburg und die Aussichten für sein Team in der Jugendbasketball-Bundesliga befragt.

Tod ist nicht tot

Im Rahmen der Hamburger Hospizwoche wurde in der Eimsbütteler Agentur “Vergiss mein Nie” am Samstag der Tod gefeiert – angelehnt an das mexikanische Totenfest “Día de los Muertos”. Bunt, ironisch, nachdenklich. Anders.

Uni Hamburg startet Hilfsprogramm

#UHHhilft heißt das Programm, mit dem die Uni Hamburg Flüchtlinge bei der Aufnahme eines Studiums unterstützen will. Bei der offiziellen Vorstellung am Mittwoch wurde aber auch deutlich: Es gibt noch einiges zu tun.

Sprung ins Ungewisse

Parkour-Sport – das sind diese verrückten Stunts über hohe Mauern, Klettern an Hausfassaden und Sprünge von Balkonen. Die Stadt als Spielplatz. Doch es steckt mehr dahinter. Es geht auch um das Überwinden von alltäglichen Hindernissen. Genau das wollen die Trainer des Parkour Creation e.V. mit Flüchtlingskindern üben.

Erstaufnahme auf Uni-Gelände öffnet im November

In direkter Nachbarschaft zum Informatikum in der Vogt-Kölln-Straße werden derzeit zweistöckige Containerbauten errichtet. Die neue Zentrale Erstaufnahme (ZEA) für Flüchtlinge wird allerdings nicht wie geplant bezugsfertig.

Die Not ist groß

Für immer mehr Flüchtlinge werden auch in Eimsbüttel immer mehr Notunterkünfte errichtet. Über ein umfunktioniertes Baumarktgelände im Eidelstedter Hörgensweg gab es in den letzten Tagen Berichte, die Wohnverhältnisse dort seien unzumutbar. Die Innenbehörde weist die Vorwürfe zurück.

Geräuschlos mobil

Trankvile heißt ein neuer Laden in der Eimsbütteler Sillemstraße – das ist das Esperanto-Wort für “ruhig”. Der Name ist Programm, denn hier werden elektrische Fahrräder, Motorroller und Motorräder verkauft und die machen beim Fahren keinen Lärm. Am Samstag war Eröffnung.

Beim Hund hört die Freundschaft auf

Freitagabend sollte der Eimsbütteler Satiriker und bekennende Hundegegner Wulf Beleites in der Apostelkirche eigentlich aus seinem Buch “Kot&Köter” vorlesen – eigentlich. Nach massiven Beschwerden und Drohungen wurde die Veranstaltung abgesagt, was sowohl den Autor als auch seine Kritiker enttäuscht.

Integration bei Kaffee und Kuchen

Seit letztem Dienstag heißt es in der Lokstedter Emil-Andresen-Straße “why not?” – das zweite Integrationscafé der Stiftung Freie Evangelische Gemeinde in Norddeutschland hat hier eröffnet, um Flüchtlinge und Anwohner wortwörtlich an einen Tisch zu bringen.

Metamorphose einer Eimsbüttelerin zur Wiesn-Halbzeit

Das Bier fließt in Strömen in Cincinnati, in Bergedorf, in Jundah (Australien), Jamaica, Blumenau (Brasilien), auf dem Parkdeck von Karstadt Mönckebergstraße, in Qingdao (China) und auf dem Partyschiff, Brücke 7 an den Landungsbrücken, inkl. Stripshow im Dirndl! Jetzt aber spätestens wissen Sie sicher worum es geht. Gemeint ist WWW: World Wide Wiesen! Und wie sieht es eigentlich bei uns in Eimsbüttel aus? Unsere Kolumnistin Manuela Lundgren aus Harvestehude geht der Sache auf den Grund.

Ablehnung – in der Heimat und in Deutschland

Wirtschaftsflüchtlinge, die schnell in ihre Heimat zurück geschickt werden sollen – mit solchen Vorurteilen werden nach Deutschland geflüchtete Roma häufig konfrontiert. Welchen Diskriminierungen und Ausgrenzungen die Minderheit in ihren Heimatstaaten dagegen ausgesetzt ist, erläuterte die Rom und Cinti Union (RCU) am Mittwoch bei einer Info-Veranstaltung in der Schnackenburgallee. Ihr nächstes Ziel: eine Verfassungsbeschwerde.

Paternoster im Bezirksamt fährt wieder

Gute Nachrichten aus dem Bezirksamt: der Zwei Personen-Lift ist seit Donnerstag wieder in Betrieb. Vor knapp drei Wochen wurde der Paternoster von einem Politiker lahmgelegt und sorgte für lange Schlangen.

Sikhs spenden für Geflüchtete

Flüchtlingshilfe ist derzeit ein großes Thema in Deutschland. Nicht nur die christlichen und muslimischen Gemeinden in Eimsbüttel setzen sich für Flüchtlinge ein. Auch kleinere Religionsgemeinschaften, wie die Sikh, engagieren sich.

Dinner in bunter Gemeinschaft

Am Samstag startet zum vierten Mal das Bunte Dinner auf dem Else-Rauch-Platz – in diesem Jahr steht es auch im Zeichen der Flüchtlinge.

Sommerfest der Hilfsbereitschaft

An der Wohnunterkunft am Grandweg fand am Freitag das traditionelle Sommerfest statt, veranstaltet vom Betreiber fördern und wohnen (f&w) und ehrenamtlichen Helfern. Eine im wahrsten Sinne des Wortes bunte Feier, die zeigte, wie selbstverständlich Hilfe und Unterstützung hier sind.

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