Trainer-Neuzugang führt HEBC ins größte Spiel der Vereinsgeschichte
Philipp Obloch ist seit rund einem Jahr Trainer beim HEBC. Im September wartet auf seine Mannschaft ein ganz besonderer Moment: In der ersten Runde des DFB-Pokals trifft der lila-weiße Club auf Borussia Dortmund – im Volksparkstadion. Der Coach hofft auf Überraschungsmomente.
Von Julia HaasPhilipp Obloch ist der Trainer hinter dem lila-weißen Wunder. Vor nicht einmal einem Jahr übernahm er die erste Herrenmannschaft des Hamburg Eimsbütteler Ballspiel Clubs (HEBC). Jetzt steht sein Team vor dem wohl größten Spiel der Vereinsgeschichte: In der ersten Runde des DFB-Pokals trifft der HEBC im September auf Borussia Dortmund – und zieht dafür in den Volkspark.
Dass seine Mannschaft in so kurzer Zeit diesen Weg gehen würde, hätte auch Obloch selbst nicht erwartet. Erst im Juni des vergangenen Jahres trat er seinen Trainerposten beim HEBC an.
Besonderes HEBC-Finale im Stadion Hoheluft
„Die Liga war durchaus kompliziert“, sagt er im Gespräch mit den Eimsbütteler Nachrichten und lässt den Blick über den Kunstrasenplatz in der Tornquiststraße streifen. Im Pokal habe es einfach funktioniert. „Viele Spiele entscheiden sich durch Kleinigkeiten. Und vieles haben wir einfach richtig gut gemacht“, sagt er und schmunzelt.
Ende Mai traf die Mannschaft im Stadion Hoheluft beim Hamburg-Pokalfinale auf den SC Vorwärts Wacken. Vor ausverkauften Zuschauerrängen erzielten die lila-weißen Spieler ein 5:1 – und sicherten sich so die Teilnahme am DFB-Pokal. Für Obloch ein unbeschreiblicher Tag. Viele Tränen seien geflossen. „Wir werden uns noch alle lange an dieses Spiel erinnern.“
Die anschließende Auslosung der ersten Pokalrunde setzte dem Erfolg die Krone auf. Gemeinsam mit dem Verein verfolgte Obloch die Ziehung im HEBC-Clubheim. „Wir hatten drei oder vier Wunschlose, Dortmund gehörte definitiv dazu“, erzählt er. Als der BVB schließlich als Gegner feststand, war sein erster Gedanke schlicht: „Wow.“
Training und Interviews
Die Partie am 1. September dürfte zu den größten Momenten in Oblochs Trainerkarriere gehören. Das Volksparkstadion bietet Platz für rund 57.000 Zuschauer, fast 5.000 Tickets haben sich die HEBC-Fans bereits gesichert.
Obloch ist seit vielen Jahren im Fußball tätig. Seine Trainerlaufbahn begann 2007 parallel zu seinem Sportstudium in Köln. Nach Stationen in München und verschiedenen Hamburger Vereinen führte ihn sein Weg schließlich zum HEBC.
Mit dem Einzug in den DFB-Pokal hat sich der Alltag verändert. Neben dem Training gehören inzwischen auch Interviews, Fototermine und Videodrehs dazu. „Gestern wurde ich an der Tankstelle auf das Spiel angesprochen“, erzählt Obloch. „Vor einem Jahr wäre das noch nicht passiert.“
Fokus auf die anstehenden Spiele
Trotz der großen Aufmerksamkeit will Obloch den Fokus nicht verlieren. Die Euphorie rund um das Dortmund-Spiel sei schön, dürfe aber nicht von den nächsten Aufgaben ablenken. „Wir dürfen jetzt nicht nur in den Erinnerungen leben“, sagt er.
Bis zum Duell mit dem BVB stehen weitere Ligaspiele und ein Pokalspiel an. Darauf richtet der Trainer seine Aufmerksamkeit. Denn die kommenden Wochen könnten auch Einfluss auf den großen Abend im Volkspark haben.
„Im Fußball hängt viel von Stimmung und Selbstvertrauen ab“, sagt Obloch. Wenn die Mannschaft mit Erfolgserlebnissen im Rücken im Volkspark einlaufe, könne das nur helfen.
Über das große Spiel am 1. September
Für das Spiel selbst hofft Obloch, dass die Mannschaft mindestens ein Tor schießt. „Vielleicht schaffen wir ein paar Überraschungsmomente und hoffentlich zeigen wir, was wir gut können.“ Und das sei zu verteidigen.
Am Ende hilft vielleicht auch das Armband, das Obloch von seinem Sohn bekommen hat – sein persönlicher Glücksbringer bei Spielen.
Philipp Obloch ist vom Hamburger Fußball-Verband zum Trainer des Jahres nominiert worden.
lokal. unabhängig. unbestechlich.
Eimsbüttel+

Mit Eimsbüttel+ hast du Zugriff auf alle Plus-Inhalte der Eimsbütteler Nachrichten. Zudem erhältst du exklusive Angebote, Deals und Rabatte von unseren Partnern.
