arrow_back_ios Eimsbütteler Nachrichten
fullscreen Kostenlose Wochenkarte vom HVV
Frisch nach Hamburg Zugezogene dürfen sich über eine kostenlose Wochenkarte des HVV freuen. Symbolfoto: Anna Korf

Gratisticket

Kostenlose Wochenkarte vom HVV

Der HVV wird für begrenzte Zeit kostenlos, allerdings nur für frisch zugezogene Hamburger.

schedule Lesezeit ca. 2 min.

Als nettes Willkommensgeschenk bietet der Hamburger Verkehrsverbund bis zum 31. Dezember 2019 kostenlose Vollzeit-Wochenkarten an. Das Ticket gilt für den Bereich Hamburg AB beziehungsweise vier Zonen und darf von jedem Neubürger, der vor maximal drei Monaten zugezogen ist, genutzt werden.

Ziel der Aktion ist, neue Hamburger zur Nutzung des HVV-Angebots in ihrer Umgebung zu animieren.

Anmeldung für die kostenlose Wochenkarte

Bisher haben sich etwa 500 Neubürger beim HVV registriert. Wer sich ebenfalls für eine kostenlose Wochenkarte anmelden möchte, kann dies per Mail, App oder via Postweg tun. Dafür muss jedoch eine Meldebestätigung eingereicht werden, die den Zuzug nach Hamburg vor nicht mehr als drei Monaten bestätigt. Nach Abschluss der Anmeldung erhält der Fahrgast einen Gutscheincode per Mail. Mit erfolgreich eingelöstem Ticket kann die Entdeckungstour beginnen.

Kostenloser Nahverkehr für alle?

Die Aktion ruft ein kontrovers diskutiertes Thema in Erinnerung. Nämlich die Einführung eines kostenlosen Nahverkehrs in deutschen Städten. Auf den ersten Blick fallen vorwiegend positive Argumente für das Projekt auf. Denn im Gegensatz zu Fahrverboten ist es sozial gerechter und verbessert nicht nur das Stadtbild, sondern auch die Luftqualität. Aus diesen Gründen überlegt die Bundesregierung seit Anfang letzten Jahres das Konzept des kostenlosen Nahverkehrs in Städten zu testen.

Allerdings würden die Kosten für Einnahmeausfälle allein in Hamburg bei etwa 840 Millionen Euro liegen. Bereits jetzt reichen die Einnahmen vom Fahrkartenverkauf nicht aus, um die Kosten vom HVV zu decken. Das Defizit wird durch öffentliche Haushalte kompensiert.

“Nicht ein kostenloser, sondern nur ein attraktiver ÖPNV ist in der Lage, die Autos von der Straße zu holen und damit die Luftqualität zu verbessern.”, argumentiert Silke Seibel von der Pressestelle des Hamburger Verkehrsbunds.

Laut Kundenbefragungen des HVVs liegt die Priorität der Fahrgäste auf der Qualität des Service. Um Autofahrer tatsächlich zum umsteigen zu motivieren, sind dementsprechend mehr Busse und Bahnen in einer höheren Taktdichte erforderlich. Hinzukommt, dass eine Mehrheit der Fahrgäste viel Wert auf Pünktlichkeit und Sauberkeit legt.

Paradebeispiel Tallinn

Die estnische Stadt Tallinn bietet als erste europäische Hauptstadt seit 2013 einen komplett kostenfreien ÖPNV an. Um dies zu ermöglichen, gleichen sie die Einnahmeausfälle durch zusätzliche Steuereinnahmen aus. Im Hinblick auf die soziale Mobilität weist das Projekt bisher eindeutige Erfolge auf. Die Zunahme der Fahrgäste erklärt sich jedoch überwiegend durch Menschen, die vorher zu Fuß unterwegs waren, und weniger durch umsteigende Autofahrer.

Anzeige

News

Anzeige
17. Juli 2019

Israelische Selbstverteidigung
KRAV MAGA DEFCON – Lerne, dich zu wehren!

Selbstvertrauen durch Selbstverteidiung: Die Krav Maga DEFCON®-Methode bringt auch untrainierte Menschen innerhalb kurzer Zeit auf ein höchstes Niveau in der Selbstverteidigung. ...

Gast
16. Juli 2019

Stresemannallee
Veloroutenbau geht voran: Straßensperrungen ab August

Ab 5. August beginnt der Ausbau der Veloroute 3 in der Stresemannallee. Gleichzeitig werden Straße, Gehwege und Parkflächen saniert. Dazu wird die Stresemannallee abschnittsweise voll gesperrt. ...

Catharina Rudschies
15. Juli 2019

Rauschmittel
Harvestehude: 18-Jähriger unter Drogeneinfluss am Steuer

Am Samstag beobachtete eine Frau, wie sich ein junger Mann während der Fahrt ein weißes Pulver in die Nase zog. Die Polizei nahm ihn daraufhin fest. ...

Sahra Vittinghoff
15. Juli 2019

Gedenkkultur
NS-Deportationen: Von Eimsbüttel ins Lager Theresienstadt

Von Eimsbüttel aus wurden hunderte von Juden ins Ghetto und Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Unweit des ehemaligen Sammelpunkts an der ehemaligen Volksschule Schanzenstraße wird heute Abend in einer Kundgebung an sie ...

Sahra Vittinghoff

Unsere Partner

Anzeige