Gedenken
...Die Landeszentrale für politische Bildung in Hamburg hat eine App, die über „Hamburger Frauenbiografien“ aufklärt, entwickelt. Dadurch soll ein Blick hinter die geschichtlichen Kulissen geworfen werden und dem Wirken von Frauen gedacht werden.
Im Gedenken an verstorbene Obdachlose im letzten Jahr wird in der St. Bonifatius Kirche am nächsten Sonntag ein ökumenischer Gottesdienst stattfinden. Dafür werden bei der Diakonie für Wohnungslose bis Samstag Namen gesammelt, um von den – oft anonym – Verstorbenen Abschied zu nehmen.
Der „Grindel leuchtet“! Jedes Jahr gedenken die Anwohner im Grindelviertel der Opfer der Reichspogromnacht vor 79 Jahren. An vielen Stolpersteinen brennen heute ab 16:30 Uhr kleine Lichter.
Esther Bejarano und Erna de Vries sind zwei Überlebende des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz. 71 Jahre nach ihrer Befreiung sind sie nach Eimsbüttel gekommen, um gegen das Vergessen zu kämpfen.
Am 15. Mai 1933 wurden am Isebekkanal von Hamburger Studenten Bücher verbrannt. 1985 wurde im Rahmen dessen ein Mahnmal geschaffen, an dem der Arbeitskreis „Bücherverbrennung – nie wieder!“ maßgeblich beteiligt war. Seit 2001 finden an dem Ort nun Marathonlesungen statt, an denen jeder teilnehmen kann.
Es gibt sie noch, die Überlebenden aus dem Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau. 70 Jahre nach der Befreiung am 27. Januar 1945 konnte man zwei von ihnen, Esther Bejarano und Éva Fahidi-Pusztai, am 5. November in der Universität Hamburg bei einer „Veranstaltung gegen das Vergessen“ erleben. Von Francesca Köslin.
Im April und Mai findet zum zweiten Mal der „Monat des Gedenkens“ in Eimsbüttel statt. Erinnert wird an die Opfer des NS-Regimes mit mehr als 60 Veranstaltungen im gesamten Bezirk. In den Kammerspielen hört ihr am Samstag jüdische Schlager. Am Sonntag könnt ihr dabei helfen, die Stolpersteine blank zu polieren. Wir geben euch einen Überblick über die Veranstaltungen.
Besorgte Bürger sind am Freitagnachmittag zu einer Mahnwache für Stefanie H. an der Bundesstraße zusammengekommen. Die 45-Jährige war am 19. Januar beim Joggen angefahren worden, als die Fußgängerampel am Kaiser-Friedrich-Ufer für sie Grün zeigte. Wenige Tage später starb sie.
Am Mittwoch haben Zwölftklässler der Eimsbütteler Ida-Ehre-Schule Bundesjustizminister Heiko Maas in Berlin besucht. Mit ihm sprachen die Schüler über die NS-Vergangenheit des Ministeriums.
