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An vielen Stolpersteinen stellten Nachbarn Lichter auf. Foto: Tanja Schreiner.

„Lasst kein Gras darüber wachsen“

Im April und Mai findet zum zweiten Mal der „Monat des Gedenkens“ in Eimsbüttel statt. Erinnert wird an die Opfer des NS-Regimes mit mehr als 60 Veranstaltungen im gesamten Bezirk. In den Kammerspielen hört ihr am Samstag jüdische Schlager. Am Sonntag könnt ihr dabei helfen, die Stolpersteine blank zu polieren. Wir geben euch einen Überblick über die Veranstaltungen.

Von Annika Demgen
Stolpersteine -
An vielen Orten in Eimsbüttel wird in den nächsten Wochen an die Opfer des NS-Regimes erinnert. Foto: Ada von der Decken

Die Liste der Teilnehmer am „Monat des Gedenkens“ ist ebenso lang wie die Veranstaltungsliste. Neben Theatern wie den Kammerspielen und dem Mut!Theater ist etwa auch das Abaton dabei, genauso wie diverse Kirchenverbände, Bürgerinitiativen und die Bezirksversammlung. Schon zum zweiten Mal findet die Initiative unter der Schirmherrschaft der Arbeitsgemeinschaft „Monat des Gedenkens in Hamburg-Eimsbüttel“ statt. Im Vergleich zu 2014 ist das Angebot noch einmal größer geworden.

Die Projekte der Eimsbütteler Erinnerungskultur präsentieren sich mit einem“bunten Spektrum der Gedenkarbeit, in der (auch) ehrenamtlich geforscht und vergessene, an den Rand gedrängte Geschichte der lokalen Aufmerksamkeit (wieder) zugänglich gemacht wird.“

Kino, Theater und mehr

Im Jugendclub Burgwedel beispielsweise gibt es am Freitag, dem 24. April, zwischen 15 und 19 Uhr eine Ausstellung und Kurzfilme zum Thema Zivilcourage gegen Rassismus zu sehen. Um 17 Uhr trifft sich am selben Tag die Bürgerinitiative Grindelhof, um den Joseph-Carlebach-Platz zu reinigen und Stolpersteine zu putzen. Wer mithelfen will, sollte sich Putzmittel und -lappen mitbringen. Am Samstag führen die Sängerinnen Stella Jürgensen und Inge Mandos in den Kammerspielen „Gassenhauer aus dem jiddischen Theater und Schlager jüdischer Komponisten aus den 20er/30er Jahren“ vor. Begleitet werden sie vom Gitarristen Andreas Hecht (Eintritt 15 Euro).

Wer schon immer einen Blick in eine Synagoge werfen wollte, hat am Sonntag, dem 26. April, um 16 Uhr die Gelegenheit dazu. Miriam Salomon führt durch die jüdische Gemeinde in der Hohen Weide 34 (Eintritt 7 Euro). Ebenfalls am Sonntag zeigt das Abaton um 11 Uhr den Kinofilm „Elser“ von Oliver Hirschbiegel. Erzählt wird die Geschichte des Handwerkers Georg Elser, der eine Bombe baute und 1939 bei einem gescheiterten Attentat gegen Hitler einsetzte (Eintritt 8 Euro).

Weitere Veranstaltungen zeigt euch die unten stehende Karte. Eine komplette Auflistung findet ihr auf der offiziellen Webseite.

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