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Martin Wendt (li.) und Christoph Buckler. Foto: Olivera Zivkovic
Newcomer

„Hector“: So klingt der neue Indie aus Eimsbüttel

Die junge Eimsbütteler Indie-Pop-Band "Hector" präsentiert ihr erstes EP-Release mit zwei Liedern dem Hamburger Publikum. Mit Sänger Martin und Percussionist Christoph haben wir über ihr Debüt gesprochen.

Von Olivera Živković

Am vergangenen Freitag stellte die neuste Eimsbütteler Band „Hector“ ihre erste EP „One Release“ der Öffentlichkeit vor. Die Band, die bislang nur kleinere Auftritte hatte, dafür aber klingt wie die Großen, besteht aus: Martin Wendt (Vocals), Lena Schöllermann (Bass), Christoph Buckler (Drums) sowie Christopher Kellner (E-Gitarre). 

Erst seit Anfang des Jahres ist Hector in der endgültigen Formation. Die Mitgliedersuche für den Gründer Martin war alles andere als einfach, viele Musiker musste er kennenlernen, um die richtigen Mitstreiter zu finden. Nun sind sie komplett.

Jeder spielt und schreibt die Songs

Die Band probe ein Mal in der Woche im Keller einer Catering Firma in Altona, erzählt Martin. Dort bringe jeder seine neusten Ideen ein, zusammen probieren sie diese aus. Das Songwriting erfolge zum großen Teil bei jedem zu Hause. Der Gitarrist Christopher bringe immer wieder spannende Riffs von Hause mit, erzählt Martin.

Christoph (Drums), Lena (Bass), Martin (Sänger), Christopher (Gitarre). Foto: Tobias Habermann
Christoph (Drums), Lena (Bass), Martin (Sänger), Christopher (Gitarre). Foto: Tobias Habermann

Je nach Bedarf gebe es Zusatzproben am Sonntag. Essentiell seien aber die Stunden, die jeder Musiker sich zu Hause in die Musik investiert, betont Martin. Große Vorbilder seien „Muse“, „U2“, „Editors“, „The National“. Von Schubladen sei keiner von ihnen ein großer Fan: „Unsere Musik ist ein Kompromiss aus verschiedenen kreativen Elementen aller Mitglieder. Die Musik gehört jedoch am meisten zum Indie- und Gitarren-Pop“, so Christoph.

Ein Jahr haben sie gewartet, bis sie ihre Musik veröffentlichen wollten. Erst zwei Wochen vor Veröffentlichung fing die Band an, ihre EP bei Facebook und Instagram anzukündigen. Sozusagen ein Sprung ins kalte Wasser. 

Trotz der riesigen Szene bleibt Optimismus

Heutzutage könne man von der Musik kaum leben, sagt Christoph. Aufgrund dessen arbeitet er Vollzeit in einer Designer Agentur. Martin schreibt seine Doktorarbeit im Bereich der Nachhaltigkeit, Lena ihre Masterarbeit während Christopher in einer Agentur Videogames entwickelt und ein Geschäft mit vintage Gitarren führt. Chris sei von Gitarren besessen und der „Master“ der Band, schwärmt Martin von seinem Bandmitglied. „Seine Riffs passen immer zum Text und Gesang“.

Die Hamburger Musikszene sei riesig, es gebe viele Locations und Veranstaltungen, so Martin. Der Weg zur Anerkennung sei aus diesem Grund sehr anspruchsvoll. Die Musiker bleiben jedoch optimistisch und lassen sich nicht unter Druck setzen: „Für uns ist es gerade ein ambitioniertes Hobby, wir wollen einfach Spaß haben. Es freut uns aber sehr, wenn viele Menschen unsere Musik mögen“, erzählt Martin.

Osterstraße feierlich eingeweiht – inklusive Fahrraddemo

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Urheberrechte abgetreten

Es sei relativ einfach in kleineren Locations zu spielen, aber die Chance vor dem großen Publikum aufzutreten, bekommen sie gerade nicht, beschreibt der „Hector“-Gründer. Die Band plane aber bereits künftige Gigs, möchte aber nicht unbedingt überall spielen: „Obwohl es echt viele Locations gibt, findet man auch einige, die schlechte Anlagen haben und deren Techniker keinen richtigen Soundcheck anbieten“. Das führe dazu, dass das Publikum und die Band unzufrieden mit dem Auftritt wären. Solche Auftritte lehnen die Mitglieder lieber ab, verrät Martin.

Die Band trat Verwertungsrechte an den Songs für ein Jahr an eine Firma ab, um ihre Songs auf möglichst vielen Plattformen zu veröffentlichen. „Wir haben keinen Einfluss darauf, wie teuer unsere Musik ist. Aber um das Geld verdienen geht es uns auch gar nicht, sondern unsere Songs der Öffentlichkeit zu zeigen“, sind die Musiker bescheiden. In Eimsbüttel seien momentan die „Auster Bar“ und „Mr. Ape“ Orte, wo die Band gerne spielen möchte.

Vor dem Release habe die Band noch keine offiziellen Konzerte gespielt, nur ein paar kleine Gigs. Jedoch laufen gegenwärtig Gespräche für mehrere Konzerten in Hamburg, Lüneburg, Lübeck und Kiel, die Anfang 2018 geplant seien.

Zwei Lieder „Fate“ und „Out of town“ sind jetzt auf dem Spotify, Deezer, ITunes, Google Play, Napster, Amazon und Apple Music zu hören. Zukünftige Konzerttermine sind auf der Facebook-Seite zu finden.

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