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Der Eingang des Museums für Völkerkunde. Foto: Henrike Hapke
Völkerkundemuseum

Museum für Völkerkunde erhält Förderung der Bundeskulturstiftung

Im Rahmen des Programms „360° – Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft“ erhalten das Museum für Völkerkunde und die Hamburger Bücherhallen bis zu 360.000 Euro.

Von Fabian Hennig

Die Kulturstiftung des Bundes hat das Museum für Völkerkunde und die Bücherhallen Hamburg für das Programm „360° – Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft“ ausgewählt. Mit diesem Programm fördert die Stiftung Kultureinrichtungen, die beispielhaft Konzepte und Methoden zur Mitgestaltung der neuen Stadtgesellschaft und für die Teilnahme postmigrantischer Bevölkerungsgruppen entwickeln.

Kolonialerbe auf der Spur

Das Museum für Völkerkunde erhält eine Förderung unter anderem für die Neugestaltung der Programmatik und die Überarbeitung der Dauerausstellung. Das Museumsteam möchte Rolle und Aufgabe des Hauses in der multikulturellen Gesellschaft überdenken und seinem kolonialen Erbe auf die Spur kommen.

Außerdem sollen neue Ansätze der Beteiligung und Inklusion entwickelt werden, um weitere Akteure und Zielgruppen der Hamburger Stadtgesellschaft anzusprechen. Das Museum möchte zum Forum und zum Vorbild für ein vernetztes und vielfältiges Kulturverständnis werden.

Kultursenator zeigt sich zufrieden

„Die Konzepte des Museums für Völkerkunde und der Bücherhallen Hamburg zeigen, welchen Stellenwert die kulturelle Vielfalt in unserer Gesellschaft auch an unseren Kultureinrichtungen genießt“, erklärt Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien. Das Engagement der Hamburger Kultureinrichtungen würde nun mit der Förderung im Rahmen des Programms 360° auch vom Bund honoriert.

Nach Meinung von Brosda fördere das Projekt „360°“ die interkulturelle Öffnung von Kulturinstitutionen, damit diese die diverse Stadtgesellschaft und ihre Themen strukturell und inhaltlich stärker einbeziehen. „Ich gratuliere dem Museum für Völkerkunde und den Bücherhallen Hamburg zu ihrem Erfolg und bin gespannt auf erste Projekte“, zeigt sich der Kultursenator zufrieden.

Sechs Millionen für 17 Einrichtungen

Mit „360° – Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft“ unterstützt die Kulturstiftung des Bundes spartenübergreifende Kulturinstitutionen, die sich mit Fragen des demographischen Wandels befassen und darin die gesamte Gesellschaft in den Blick nehmen: Themen wie Einwanderung und kulturelle Vielfalt sollen aktiv in das eigene Haus und in die Stadtgesellschaft getragen und Teilhabe ermöglicht werden.

Völkerkundemuseum: „Wir werden über einen neuen Namen nachdenken“

Seit rund sieben Monaten ist Barbara Plankensteiner die neue Direktorin des Hamburger Museums für Völkerkunde. Wir haben uns mit ihr über ihren neuen Job und Eimsbüttel unterhalten.

Im Rahmen des Programms werden 17 Kultureinrichtungen über vier Jahre mit insgesamt rund sechs Millionen Euro gefördert. Die sechs Museen, fünf Theater, fünf Bibliotheken sowie eine Musikschule erhalten Mittel für besondere Aktivitäten und für die Einrichtung einer Stelle, sodass für vier Jahre eine Person eingestellt werden kann, die den diversitätsorientierten Veränderungsprozess der Kultureinrichtung konzipieren und steuern soll, so die Kulturstiftung des Bundes.

Neben den beiden Hamburger Institutionen werden das Focke Museum, die Kunsthalle Bremen, das Staatliche Museum für Archäologie Chemnitz, das Deutsche Hygiene Museum, das Theater Bremen, das Theater Dortmund, das Staatstheater Nürnberg, das Theater junge Generation in Dresden, das Berliner Theater an der Parkaue, die Stadtbibliotheken in Bremen, Heilbronn, Köln und Pankow sowie die Musikschule der Stadt Bochum gefördert.

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