Isebek
...Ein Bürgerbegehren gegen einen Bürgerentscheid in Eimsbüttel? Hundehalter wollen Stimmen gegen die Leinenpflicht am Isebek-Ufer sammeln und damit gegen die Planung des Runden Tischs zum Isebek-Grünzug vorgehen. Dieser wurde nach einem Bürgerentscheid 2013 eingerichtet und soll den Interessen der Bürger beim Umbau Rechnung tragen.
Der Startschuss für die Sanierung des Isebekparks ist gefallen. Erste Schilder wurden abgebaut, erste Abschnitte der Fahrrad- und Fußwege sind gesperrt, und die nun geltende Leinenpflicht hat bereits für den ersten Aufreger gesorgt. Die Frage, die sich stellt: Was kommt noch?
Im Kerngebietsausschuss haben Hundehalter am Montag ihrem Ärger über die eingeführte Leinenpflicht am Isebekkanal Luft verschafft. Die Aktion könnte Folgen haben: Die Politiker wollen ihre Entscheidung nun nochmal überdenken.
Mit dem Start der Sanierungsarbeiten im Isebekpark hat das Bezirksamt die Freilaufflächen für Hunde abgeschafft. Die Leinenpflicht sorgt bei Hundehaltern für Kopfschütteln.
Die Sanierungsarbeiten am Isebekpark sollen im Januar 2017 starten: Mit den Maßnahmen zur Erneuerung der Fahrrad- und Gehwege werden diese nach Angaben des Bezirksamtes für rund zweieinhalb Monate voll gesperrt.
Im Februar dieses Jahr hat das Bezirksamt einen Zaun „zum Schutz der Obdachlosen“ am Isebek-Kanal errichten lassen: Kosten: Rund 4700 Euro. Nach heftigen Protesten soll er noch im Oktober wieder abgebaut werden. Die Begrenzung sorgte auch für Spott vom Bund der Steuerzahler.
Ob Flüchtlingsunterkunft oder Isebek-Zaun: Dass die Sommerpause kurz bevor steht, hat man der gelassenen Stimmung im Ferdinand-Streb-Saal im Bezirksamt deutlich angemerkt. Trotz strittiger Themen herrschte zwischen den Parteien bei der Hauptausschusssitzung im Juni Einigkeit.
Am 15. Mai 1933 wurden am Isebekkanal von Hamburger Studenten Bücher verbrannt. 1985 wurde im Rahmen dessen ein Mahnmal geschaffen, an dem der Arbeitskreis „Bücherverbrennung – nie wieder!“ maßgeblich beteiligt war. Seit 2001 finden an dem Ort nun Marathonlesungen statt, an denen jeder teilnehmen kann.
Streit um einen Zaun am Isebekufer. Das Bezirksamt Eimsbüttel erklärt den Isebekkanal zur Grün- und Erholungsanlage. Infolgedessen müssen Obdachlose und Boote vom Kanalufer verschwinden. In der Bezirksversammlung zeigt man sich uneins über die Maßnahme, Obdachlose mit einem Zaun auszusperren.
