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Ex-Paulianer Florian Bruns als Kapitän der Bremer. Foto: Tim Eckhardt
Ex-Paulianer Florian Bruns als Kapitän der Bremer. Foto: Tim Eckhardt

Bruns zu abgeklärt für Victoria

Der SC Victoria unterliegt mit 1:4 (0:3) gegen die Zweitvertretung von Werder Bremen. Durch zwei unglückliche Gegentore in Rückstand geraten, gelang es dem SCV erst in der Schlussphase, den übermächtigen Gegner in Gefahr zu bringen.

Von Gast

Bei strahlendem Sonnenschein trug es 368 Zuschauer ins Stadion an der Hoheluft. Der überraschende Punktgewinn im letzten Heimspiel gegen Oldenburg und die starke Partie in Neumünster ließen einen winzigen Keim der Hoffnung sprießen, gegen Werder II mithalten zu können.

Ein Blick auf die Aufstellung der Gäste machte das Rollenverhältnis jedoch klar. In der ersten Elf von Trainer Viktor Skripnik liefen die bereits in der Bundesliga zum Einsatz gekommenen Aleksandar Stevanovic, Özkan Yildirim, Levent Aycicek und Martin Kobylanski auf. Davie Selke saß zunächst nur auf der Bank. Der ehemalige St. Pauli-Profi Florian Bruns führte die junge Bremer Mannschaft als Kapitän auf den Platz.

 Vicky - Werder II - eine ungleiche Partie. Foto: Tim Eckhardt
Vicky – Werder II – eine ungleiche Partie. Foto: Tim Eckhardt

Lutz Göttling musste auf den in Neumünster vom Platz gestellten Benny Hoose verzichten. Kerim Carolus rückte zurück ins Team und bildete mit Vincent Boock das defensive Mittelfeld. Michael Sara spielte wie schon in Neumünster auf der Position im offensiven Mittelfeld. Die Mannschaft lief wie gewohnt in der 4-2-3-1-Formation auf. Für den ersten Aufreger des Spiels war Tim Grundmann verantwortlich: Die Sturmspitze des SCV bekam bereits in der 8. Minute die Gelbe Karte aufgrund von gefährlichem Spiel. Die erste Torchance hatte der Gast aus Bremen.

Ungefährliche hohe Bälle

Levent Aycicek vergab aus elf Metern per Direktschuss. Der offensive Mittelfeldspieler der Bremer, die in einem 4-4-2-System mit Raute antraten, fand seinen Meister in Tobias Grubba, der den Schuss auf den rechten Pfosten mit einer Glanzparade ins Toraus lenken konnte (15. Minute). Das Spiel war bis dahin arm an Höhepunkten. Der SCV konnte die Begegnung ausgeglichen gestalten, zwang die individuell überlegenen Bremer zu einigen ungefährlichen hohen Bällen.

Direkt nachdem eine Vicky-Hereingabe von der rechten Flanke für Unruhe im Strafraum der Gäste sorgen konnte, fiel die zu diesem Zeitpunkt etwas glückliche Führung. Noél Below verschuldete im Duell mit Julian von Haacke einen Strafstoß. „Den Elfmeter kann man geben, allerdings sieht man in diesem Moment auch die Cleverness des Gegners, der das Hereinstellen des Fußes von Below dankend annimmt“, kommentierte Victoria-Trainer Lutz Göttling den Elfmeter nach dem Spiel. Florian Bruns ließ sich die Chance nicht nehmen und verwandelte flach unten rechts zum 0:1 aus Hamburger Sicht (18.).

Vicky überrumpelt

Wenig später wurde Victoria von einem Tempogegenstoß der Bremer überrumpelt, Martin Kobylanski schoss das Spielgerät aber aus 24 Metern knapp rechts am Tor vorbei (23.). Michael Sara hatte in der 31. Minute eine Möglichkeit für die Gastgeber. Mit einem von der linken Seite direkt auf das Tor geschossenen Freistoß überraschte er den Bremer Keeper, der mit einer Flanke gerechnet hatte, die Situation aber im letzten Moment klären konnte. Victoria Hamburg konnte in dieser Phase für wenig Torgefahr sorgen und so schossen die Bremer auch das zweite Tor des Tages.

Michael Sara überraschte den Bremer Keeper mit einem von der linken Seite direkt auf's Tor geschossenen Freistoß. Foto: Tim Eckhardt
Michael Sara überraschte den Bremer Keeper mit einem von der linken Seite direkt auf’s Tor geschossenen Freistoß. Foto: Tim Eckhardt

Bei einem schnell ausgeführten Einwurf auf der rechten Seite überraschten die handlungsschnellen Bremer die Vicky-Defensive. Auch Keeper Grubba hatte sich verspekuliert und so konnte Martin Kobylanski aus 20 Metern einschießen (40. Min.). Der dritte Gegentreffer fiel kurz vor dem Pausenpfiff. Erneut glänzte Martin Kobylanski, der einen Freistoß aus 30 Metern über die Mauer unhaltbar für Tobias Grubba ins Tor schoss. „Die ersten beiden Gegentore fielen unglücklich und auch das dritte Tor hat Werder nicht aus dem Spiel gemacht“, gab Lutz Göttling später zu bedenken. Auch wenn die Führung zur Halbzeit zu hoch ausgefallen war, ging sie insgesamt in Ordnung.

Das erste Tor aus dem Spiel sollte nur vier Minuten nach Wiederanpfiff folgen. Victoria konnte eine Angriffssituation nur halbherzig klären, der Ball kam vor den Sechzehner, wo Torben Rehfeldt aus 17 Metern zum 4:0 für die Bremer traf. Eine Wechselphase veränderte den Charakter des Spiels. Bei Vicky kamen Robert Subasic und Jakob Sachs für Tim Grundmann und Conrad Azong. Bei Werder zunächst Davie Selke für Martin Kobylanski und wenig später auch Marcel Hilßner und Tobias Schwede für Julian von Haacke und Levent Aycicek.

Stärkste Phase der Hamburger

Diese Wechsel und gerade die Herausnahme des enorm starken Julian von Haacke bekam dem Werder-Spiel nicht, und die stärkste Phase der Hamburger begann. Vor allem Jakob Sachs auf der rechten Seite und Steven Lindener auf der linken Seite sorgten nun für gute Ansätze im Spiel der Blau-Gelben. Lindeners Flanke von der linken Seite verpasste eben jener Jakob Sachs nur knapp am kurzen Pfosten. Der Ball rutschte ihm bei der Direktabnahme über den Spann, und der Schuss ging knapp am rechten Torpfosten vorbei (78.).

Mohamed Labiadh scheiterte aus 8 Metern an Werder-Keeper Strebingern. Foto: Tim Eckhardt
Mohamed Labiadh scheiterte aus 8 Metern an Werder-Keeper Strebingern. Foto: Tim Eckhardt

Ein Freistoß von der rechten Außenlinie sorgte schließlich für das 1:4. Noel Below brachte den Ball hoch auf den Fünfmeterraum, dort stieg Kerim Carolus höher als sein Gegenspieler, und Keeper Richard Strebinger verschätzte sich. Der Carolus-Kopfball landete im Tor, und die Schlussoffensive der Gastgeber war damit eingeläutet. Nach einem öffnenden Pass von Below auf Sachs brachte dieser das Spielgerät von der rechten Seite in den Strafraum. Mohamed Labiadh hatte viel Zeit und Raum, legte sich den Ball zurecht, scheiterte aber aus 8 Metern an Keeper Strebinger.

David gegen Goliath

Michael Sara hatte die letzten beiden Halbchancen für Vicky, ehe Schiedsrichter André Schönheit die Partie abpfiff. Der Zweitvertretung der Bremer merkte man durchaus an, dass sie unter Profi-Verhältnissen trainieren und viele Spieler mit individueller Klasse in ihren Reihen haben. Nach dem Doppelwechsel in der 61. Minute ließen die Gäste aber stark nach und wollten nur noch durch Einzelaktionen und Kabinettstückchen glänzen.

Am Ende musste Victoria sich geschlagen geben. Foto: Tim Eckhardt
Am Ende musste Victoria sich geschlagen geben. Foto: Tim Eckhardt

Victoria kann erhobenen Hauptes aus dem Duell zwischen David und Goliath gehen. Gegen einen starken Gegner kassierte man zwei unglückliche Gegentreffer und hätte am Ende zumindest noch auf 2:4 verkürzen müssen. „An einem Tag, an dem alles passt, können wir auch gegen einen solch übermächtigen Gegner bestehen“, war sich SCV-Coach Göttling nach dem Spiel sicher. „Nach den zwei unglücklichen Treffern zum 0:1 und 0:2 war es dann aber natürlich schwer für uns“. Victoria Hamburg hofft nun am nächsten Samstag beim TSV Havelse punkten zu können.

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Fotos: Tim Eckhardt

SCV – Aufstellung:
Grubba – Lindener, Eybächer, Keyser, Below – Labiadh, Carolus, Boock (80. Schulz), Azong (57. Sachs) – Grundmann (57. Subasic), Sara

Tore:
o:1 Bruns (Foulelfmeter) 18. Min.
0:2 Kobylanski 40. Min.
0:3 Kobylanski 45. Min.
0:4 Rehfeldt 50. Min.
1:4 Carolus 82. Min.

Zuschauer:
368

Gastautor: Michel Massing

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