Anzeige
Aktualisiere Standort ...
Standort konnte nicht ermittelt werden. Aktiviere deine Standortfreigabe.
Standort wurde erfolgreich ermittelt.
Coach Sören Osterland beglückwünscht den zweifachen Torschützen Kevin Behrens. Foto: Michel Massing
Coach Sören Osterland beglückwünscht den zweifachen Torschützen Kevin Behrens. Foto: Michel Massing
Sport

Well played, Mr. Osterland!

Auswärts gibt es für Victoria in dieser Saison weiterhin wenig zu holen. Die Hamburger holten sich in Hannover eine deutliche 0:5-Klatsche ab. Dabei ist es manchmal nicht nur die eigene schwache Leistung, die es zu beklagen gilt, sondern die starke Leistung des Gegners, der man Lob zollen muss. Verantwortlich dafür ist der jüngste Trainer im Profifußball, Sören Osterland.

Von Gast

Sören Osterland ist mit 27 Jahren der jüngste Trainer der Regionalliga. Der ehemalige Oberligaspieler hatte seine Spielerkarriere früh zu Gunsten einer Trainerlaufbahn beendet und anschließend die Fußballlehrerausbildung mit 1,0 abgeschlossen. Mehmet Scholl war von Osterland so begeistert, dass er ihn als Co-Trainer zu Bayern Münchens Amateuren holte. Nachdem Scholl dem TV-Experten-Dasein den Vorzug gab, wechselte Osterland vor der Saison zu Hannover II in die Regionalliga.

96 von Beginn an dominant

Robert Subasic schirmt den Ball gegen Jannis Pläschke ab. Foto: Michel Massing
Robert Subasic schirmt den Ball gegen Jannis Pläschke ab. Foto: Michel Massing

Im Spiel gegen Victoria Hamburg zeigten die „Bubis“ des kleinen HSV mit dem Trainer-Benjamin nach dem 1:3 in Flensburg vergangene Woche ein gänzlich anderes Gesicht und spielten die Gäste aus Hamburg phasenweise an die Wand. Von Beginn an agierte Osterlands Team dominant und aggressiv. Der Spielaufbau des SCV wurde unter Druck gesetzt und das eigene Spiel mit variablem Positionswechsel in der Zone vor dem SCV-Strafraum aufgezogen.

Victoria in Bestbesetzung

Subasic ist in diesem Fall vor Pläschke am Ball. Foto: Michel Massing
Subasic ist in diesem Fall vor Pläschke am Ball. Foto: Michel Massing

Dabei hatte Lutz Göttling die derzeit beste Mannschaft mit ins Beekestadion in Hannover-Ricklingen gebracht, die zur Verfügung steht. Nur Abwehrrecke Mike Keyser fehlte aufgrund der Roten Karte aus dem Spiel gegen Wilhelmshaven. Göttling setzte auf ein spielstarkes Mittefeld, bestehend aus Michael Sara und den ehemaligen Hannoveraner Spielern Vincent Boock und Benny Hoose. Doch gerade vor der Abwehr war man mit dem Überladen der Gäste, die immer wieder ihre Außenstürmer nach innen und einen zentralen Stürmer zurückzogen, überfordert.

Frühe Führung früh ausgebaut

Gleich in der 6. Minute machte Sebastian Ernst klar, dass er sich an diesem sonnigen Sonntagnachmittag einiges vorgenommen hatte. Nach einem Anspiel auf den zentralen Stürmer Roman Prokoph legte dieser den Ball weiter auf den mit hohem Tempo in den Strafraum gestarteten Ernst, der aus 13 Metern und halblinker Position flach unter Tobias Grubba zum 1:0 für die Gastgeber traf. Nur sieben Minuten später klingelte es erneut im Kasten von Grubba. Hannover hatte eine Ecke kurz ausgeführt, Robert Herrmann brachte den Ball von der rechten Seite auf den Elfmeterpunkt, wo Kevin Behrens zum 2:0 einköpfen konnte.

3:0 nach 18 Minuten

Sebastian Ernst wird von Kerim Carolus gestoppt. Foto: Michel Massing
Sebastian Ernst wird von Kerim Carolus gestoppt. Foto: Michel Massing

Victoria Hamburg wurde weiter in die eigene Hälfte gedrückt und nach nur 18 Minuten stand es bereits 0:3 aus Sicht der Hamburger. Kerim Carolus konnte einen Steilpass von Ernst nicht verhindern, und Prokoph machte sich allein auf den Weg, Tobias Grubba zu prüfen. Der parierte den Torschuss glänzend, doch im Nachschuss ließ ihm Robert Herrmann keine Chance.

Kaum Victoria-Chancen

Erst in der zweiten Hälfte konnte Michael Sara so unbedrängt aufspielen. Foto: Michel Massing
Erst in der zweiten Hälfte konnte Michael Sara so unbedrängt aufspielen. Foto: Michel Massing

Zwei weitere Lattentreffer und zwei weitere Glanzparaden von Tobias Grubba bewahrten Vicky vor einem höheren Rückstand zur Pause. Die Hamburger kamen in der gesamten ersten Halbzeit nur zweimal gefährlich vor das Tor der Gastgeber. Robert Subasic hatte es in der Anfangsphase über Außen versucht, Vincent Boock scheiterte in der 24. Minute mit einem harmlosen Torschuss aus 18 Metern an Keeper Max Brünig.

Grubba hält Elfer – Boock sieht Rot

Yannik Schulze spielt einen Steilpass auf Roman Prokoph. Vincent Boock schaut in der Mitte zu. Foto: Michel Massing
Yannik Schulze spielt einen Steilpass auf Roman Prokoph. Vincent Boock schaut in der Mitte zu. Foto: Michel Massing

Die zweite Hälfte begann mit einem von David Eybächer verursachten fragwürdigen Elfmeter für Hannover II. Einmal mehr konnte sich der beste Hamburger an diesem Tag, Tobias Grubba, auszeichnen, indem er den Strafstoß parierte. Was eigentlich ein hoffnungsvolles Signal für eine Aufholjagd hätte werden können, wurde jäh durch eine Undiszipliniertheit im Keim erstickt. Vincent Boock sah bei einem Gerangel an der Außenlinie die Rote Karte. Er hatte einen Gegenspieler zu Boden gestoßen. Eine harte, aber vertretbare Entscheidung von Schiedsrichterin Riem Hussein. In Unterzahl bewahrten zunächst erneut die Latte und eine Abseitsentscheidung den SCV vor weiteren Gegentoren.

Verpasste Torchancen für Vicky

Die beste Phase des SC Victoria begann. In der 65. Minute spielte Benny Hoose auf dem rechten Flügel Mohamed Labiadh frei, der konnte einen Gegenspieler stehen lassen, doch sein Schuss aus 15 Metern strich knapp am linken Pfosten vorbei. Drei Minuten später eroberte Hoose selbst einen Ball im Spielaufbau der Hannoveraner, seinen Schuss aus 16 Metern konnte Brünig nur abklatschen, den Nachschuss vergab Robert Subasic. Anschließend musste der SC Victoria ausgerechnet durch zwei Standardsituationen noch zwei weitere Gegentreffer hinnehmen.

Das 4:0 und 5:0 – spielerische Überlegenheit

Der eingewechselte Yunis Abdalla verfehlt das Tor kurz vor dem Schlusspfiff. Foto: Michel Massing
Der eingewechselte Yunis Abdalla verfehlt das Tor kurz vor dem Schlusspfiff. Foto: Michel Massing

Nach Eckstoß von Herrmann konnte Kevin Behrens aus acht Metern zum 4:0 für Hannover einköpfen (71.). Der eingewechselte Tobias Foelster besorgte, ebenfalls per Eckstoß und Kopfball, den Endstand (76.). Ein Distanzschuss des eingewechselten Yunis Abdalla war die letzte auffällige Aktion in einem einseitigen Spiel. Allerdings war es nicht nur die Niederlage einer an diesem Tag schwachen Gästemannschaft, sondern vor allem der verdiente Sieg einer hervorragend eingestellten und spielerisch überlegenen Mannschaft aus Hannover.

Auch die Konkurrenten im Abstiegskampf können nicht punkten

Neben dem Hut, den man vor Sören Osterlands Offensivtaktik ziehen muss, stehen die Victoria-Verantwortlichen jetzt vor der Aufgabe, das Team im Abstiegskampf wieder aufzurichten. Durch die Niederlagen von Eichede und Neumünster hat sich die Tabellensituation zumindest nicht verschlechtert. Das Restprogramm der Hamburger (HSV II, St. Pauli II, Goslar, Norderstedt, Rehden) ist machbar, der Klassenerhalt also durchaus noch möglich. Dafür ist sicherlich nicht von Vorteil, dass man die dritte Rote Karte der Rückrunde verursachte.

Regionalliga Nord, 29. Spieltag

Hannover 96 II – Victoria Hamburg 5:0 (3:0)

Hannover II: Maximilian BRÜNIG – Niklas TEICHGRÄBER, Ronny SURMA, Philipp BLUME, Jannis PLÄSCHKE – Robert HERRMANN, Daniel BAUER, Yannik SCHULZE, Sebastian ERNST – Kevin BEHRENS, Roman PROKOPH.

Victoria Hamburg: Tobias GRUBBA, Noel BELOW, David EYBÄCHER, Kerim CAROLUS, Steven LINDENER – Tim GRUNDMANN, Michael SARA, Benny HOOSE, Vincent BOOCK, Mohamed LABIADH – Robert SUBASIC.

1:0 ERNST (6.)
2:0 BEHRENS (13.)
3:0 HERRMANN (18.)
4:0 BEHRENS (71.)
5:0 FOELSTER (76.)

Zuschauer: 180

Gastbeitrag von Michel Massing

Eimsbüttel+

Weiterlesen

Weit entfernt vom eigentlichen Bau am Millerntor, zwischen Feldern und Bäumen, liegt das Trainingszentrum vom FC St. Pauli. Das öffentliche Training lockt verschiedenste Arten von Fans an den Spielfeldrand. Ein Besuch zwischen Jägern, Kiebitzen und Verletzten.

Für Kicken mit Herz macht das Hamburger Wetter immer eine Ausnahme. Das Stadion Hoheluft verwandelte sich wieder zum Austragungsort des Benefizspiels der Allstars gegen die Placebo Kickers.

Es war ein besonderer Abend für die HEBC-Vereinsgeschichte: Am Dienstagabend traf das Eimsbütteler Team im Volksparkstadion auf den BVB.

Tchibo möchte mitten in Eimsbüttel ein neues Kaffeebar-Konzept ausprobieren. Zum Auftakt wurden die Scheiben beschmiert.

-
Neu im Stadtteilportal
Windisch – The Art of Baking

Lappenbergsallee 36
20257 Hamburg

Eimsbüttel+

Stromtarif-Banner

Gratis für 1 Jahr

Lese ein Jahr gratis Eimsbüttel+ beim Wechsel zu Eimsbüttel Strom.*

*Nur für Neukunden Wechseln und Prämie sichern