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Die bezirklichen Gremien sollen vielfältiger werden. Foto: Neele Wulff

Mehr Vielfalt für Eimsbüttel

Eimsbüttel hat sich viel vorgenommen: Zusammenhalt, Teilhabe, Gleichberechtigung und Toleranz sollen die Zukunft bestimmen. So hat es die Bezirksversammlung auf ihrer vergangenen Sitzung beschlossen.

Von Neele Wulff

Grundlage für den Beschluss ist das fraktionsübergreifende Papier „Vielfalt in Eimsbüttel“, mit dem der Bezirk das „Hamburger Integrationskonzept“ auch in Eimsbüttel umsetzt. In Eimsbüttel hat gut jeder fünfte Einwohner einen Migrationshintergrund. Der Bezirk liegt damit zwar unter dem Hamburger Durchschnitt von ca. 30 %, doch in absoluten Zahlen gesprochen, machen damit weit über 50.000 Menschen die Vielfalt im Bezirk aus. Von diesen haben knapp 30.000 Menschen eine ausländische Staatsangehörigkeit.

Teilhabe und Zusammenhalt

Das von der Bezirksversammlung verabschiedete Konzept ist ein Rundumschlag: Die politische Teilhabe von Eimsbüttelern, die schon lange in Hamburg leben, soll ebenso verbessert werden, wie die Willkommenskultur gegenüber Neuankömmlingen. In Sachen politischer Teilhabe ist geplant, Einbürgerungen, z.B. über Informationsveranstaltungen, zu unterstützen.

Zielvorgabe ist außerdem, die bezirklichen Gremien stärker durch Menschen mit Migrationshintergrund zu besetzen. Für ganz frisch gebackene Eimsbütteler muss sich die Verwaltung stärker interkulturell öffnen und auf Mehrsprachigkeit achten. Großer Bedarf besteht darüber hinaus an einer passenden sozialen Infrastruktur im Bezirk. Die Familienförderung soll stärker verschiedenen kulturellen Bedürfnissen gerecht werden. Besonders im Bereich der Altenpflege fehle es an passenden mehrsprachigen Angeboten.

Viele gute Absichten prägten das Konzept. Zunächst bestehen diese auf dem Papier. Die Verwaltung soll jährlich über die erreichten Fortschritte Bericht erstatten.

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