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Die Flaniermeile in der Osterstraße. Foto: Alana Tongers
Die Flaniermeile in der Osterstraße. Foto: Alana Tongers
Sonntagsöffnungen

Was sagen die Läden zu verkaufsoffenen Sonntagen?

Wer öffnet? Für wen lohnt es sich nicht? Und wie stehen die Läden zu einer möglichen Abgabe für Sonntagsöffnungen?

Von Sophia Kleiner
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Bei verkaufsoffenen Sonntagen scheiden sich die Meinungen: Manche würden gerne frei entscheiden können, an welchem Tag sie einkaufen gehen, andere wollen, dass zumindest ein Tag arbeitsfrei bleibt. Bisher gibt es in Hamburg vier Sonntagsöffnungen. Die nächste ist in der Woche vor Ostern, am 5. April.

Auch die Osterstraße nimmt an den verkaufsoffenen Sonntagen in Hamburg teil. Voraussetzung dafür ist eine Veranstaltung mit überregionaler Strahlkraft. Diese organisiert und finanziert der Osterstraße e.V., der jedoch warnt: Alleine kann er die Veranstaltungen nicht mehr stemmen.

Kleine Läden: Zu wenig Kunden, zu wenig Personal

Nicht für alle Läden lohnt es sich jedoch, bei den Sonntagsöffnungen mitzumachen. Catrin Markhoff-Baumbach ist Inhaberin des Spielwarenladens SpielPlatz! und Mitglied im Verein Osterstraße e.V. Bei den Sonntagsöffnungen bleibt der Spielwarenladen zu. Es rechne sich nicht für sie, weil zu den verkaufsoffenen Sonntagen zu wenig kaufende Leute in ihren Laden kommen würden, erklärt Markhoff-Baumbach. Vor allem könne sie aber wegen Personalmangels nicht öffnen: „Wenn ich am Sonntag öffne, würden mir die Mitarbeiter unter der Woche fehlen.“ Die Arbeit des Osterstraße e.V. für das Viertel schätze sie und unterstütze sie gerne.

5 Euro Umsatz am verkaufsoffenen Sonntag

Andere wiederum öffnen an den vier Terminen, auch wenn es sich für sie finanziell nicht auszahlt. „Einmal haben wir nur fünf Euro eingenommen, da war der Strom teurer“, erklärt Filialleiterin Svenja Günay von Optiker Bode. Für die Mitarbeiter seien die Sonntagsöffnungen ein schwieriger Tag, weil sie fast nichts zu tun hätten. Sie weiß deswegen nicht, ob die Geschäftsführung bereit wäre eine Abgabe für Sonntagsöffnungen zu zahlen. Das hänge schließlich auch davon ab, ob sich verkaufsoffene Sonntage für den Laden lohnen.

Sonntagsöffnungen – nur etwas für die Großen?

Ein ganz anderes Bild ergibt sich bei Edeka Niemerszein. „Wir sind mit den Sonntagsöffnungen zufrieden“, sagt Geschäftsführer Frank Ebrecht. Zu ihnen würden sonntags viele Kunden kommen. Das Veranstaltungsthema des Osterstraße e.V. versuchen sie so gut es geht im Laden umzusetzen.

Nicht alle Geschäfte sind wie Edeka Niemerszein Mitglied im Osterstraße e.V. und beteiligen sich an den Kosten für die Sonntagsöffnung. „Natürlich ist es nie schön, wenn man Trittbrettfahrer hat“, meint Ebrecht. Er könne nur an die Geschäftsleute appelieren, dass sich doch alle an ihnen beteiligen sollen.

Der Osterstraße e.V. sieht die Finanzierung der Veranstaltungen für 2021 in Gefahr. Im April will der Verein mit dem Bezirksamt erörtern, ob eine Abgabe für Geschäfte, die an verkaufsoffenen Sonntagen öffnen möglich ist.

Die Zukunft der verkaufsoffenen Sonntage an der Osterstraße:

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