13-jähriger Verdächtiger gefasst
Nach Medienberichten hat die Polizei am Freitagnachmittag einen 13 Jahre alten Jungen festgenommen. Er werde verdächtigt, am Mittwochabend das Feuer in dem Wohnhaus in der Eimsbütteler Straße gelegt zu haben.
Von Ada von der DeckenNach Zeitungsberichten habe der Junge seine Tat bereits gestanden. Die Polizei wollte diese Informationen am Samstagvormittag nicht bestätigen. Die Staatsanwaltschaft will sich am Samstagmittag in einer Pressemitteilung äußern.
Das Feuer wurde vermutlich in einem Kinderwagen im Treppenhaus gelegt, der unter einem Stromkasten stand. Eine 33-jährige Mutter aus Pakistan und ihre zwei Söhne im Alter von sechs und sieben Jahren kamen bei dem Brand ums Leben. Da die Wohnungstür der Familie offen stand, geht die Polizei davon aus, dass die Familie versucht hatte, das brennende Gebäude über das Treppenhaus zu verlassen.
Alle anderen 20 Bewohner, die sich zum Brandzeitpunkt im Haus befanden, konnten gerettet werden – 18 über Drehleitern und zwei durch das Treppenhaus. Unter ihnen waren auch einige Kinder sowie eine schwangere Frau. Einige konnten vor Ort behandelt werden, die meisten mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Die meisten Bewohner erlitten eine Rauchvergiftung. In dem Wohnhaus waren Asylbewerber untergebracht. Das Gebäude hat der Träger „Fördern und Wohnen“ gemietet.
Am Donnerstagabend fand eine spontane Andacht vor dem Haus statt. Rund 150 Menschen versammelten sich, entzündeten Kerzen und gedachten der Toten. Für Samstag um 13 Uhr ist ein Trauermarsch ab S-Bahnhof Sternschanze angekündigt.


