Ab nach Berlin: Das sagen die Eimsbütteler Direktkandidaten
Foto: Axel Hartmann / Deutscher Bundestag
Bundestagswahl

Ab nach Berlin: Das sagen die Eimsbütteler Direktkandidaten

Die Bundestagswahl ist vorbei, drei Eimsbütteler Direktkandidaten ziehen in den nächsten Bundestag ein: Niels Annen von der SPD, Rüdiger Kruse von der CDU und Zaklin Nastic von den Linken. Was halten die zukünftigen MdBs von den Wahlergebnissen und was haben sie in Berlin vor?

Die Wahl ist vorbei, die Stimmen ausgezählt. Drei Eimsbütteler Direktkandidaten werden künftig im Bundestag eine Stimme erhalten. Wir baten die drei Direktkandidaten uns dazu Auskunft zugeben.

Niels Annen: Konsequenzen ziehen

Die Enttäuschung nach der Wahl macht auch nicht vor Niels Annen halt: Das Ergebnis “ist eine schlimme Niederlage für die Sozialdemokratie”. Die SPD müsse hieraus nun die richtigen Konsequenzen ziehen, meint er, wofür es der erste wichtige Schritt gewesen sei, Andrea Nahles als Fraktions- und Oppositionsvorsitzende vorzuschlagen. Insgesamt sei es für Eimsbüttel auch erfreulich, “dass die AfD deutlich schlechter als auf Bundesebene abgeschnitten hat”.

Er freue sich über das Vertrauen, dass ihm die Wähler entgegengebracht hätten und dass sie ihm erneut das Direktmandat verliehen haben. Trotzdem konnte sich die SPD “nicht entscheidend vom Bundestrend abkoppeln.” Deshalb sehe Annen es als den richtigen Schritt an, nun in die Opposition zu gehen, wo er sich weiterhin außenpolitisch engagieren möchte: “Entscheiden tut dies aber die SPD-Bundestagsfraktion”.

Quelle: Statistikamt Nord

Rüdiger Kruse: Sondierungsgespräche mit allen

Das Ergebnis für die CDU in Eimsbüttel war eine kleine Überraschung, weil die Christdemokraten in der SPD-Hochburg die meisten Zweitstimmen erreichten. Darüber freut sich Direktkandidat Rüdiger Kruse freut besonders. Trotzdem war das Bundestagsergebnis für die CDU schlecht, was er auch daran festmacht, “dass es ständig hieß, wir hätten schon gewonnen.” Auch die SPD trüge daran eine Mitschuld, da sie alles schlecht geredet habe. “Als Partei in Regierungsverantwortung konnte sie davon gar nicht profitieren, sondern hat nur die Ränder gestärkt.”

Einen konkreten Regierungswunsch lässt Rüdiger Kruse zunächst offen. Demnach würden sowohl mit SPD wie auch mit FDP und Grünen Sondierungsgespräche geführt, da für beide Möglichkeiten rechnerisch eine Mehrheit besteht. Eine Minderheitsregierung, die aufgrund der neuen Ausgangslage auch möglich wäre, lehnt Kruse hingegen ab.

Zaklin Nastic: Klare Kante gegen rechts

Neben Annen und Kruse hat es auch Zaklin Nastic geschafft, ein Mandat für den Bundestag zu erhalten. Die 12,2%, die sie für Eimsbüttel erreichte, “sind ein stolzes Ergebnis für meine Partei und Ausdruck für die gute Arbeit, die wir in Hamburg leisten.” Sie werde sich in der Legislaturperiode unter anderem für die gerechte Verteilung des Reichtums, Fluchtursachenbekämpfung und Rüstungsexportstopps einsetzen.

Zudem wolle sie eine klare Kante gegen die AfD zeigen, mit denen die Linke gemeinsam in der Opposition sitzt. “Sie muss wissen: In uns findet sie den härtesten Gegner.” Die Linke wolle “rassistischen und nationalistischen Positionen entschieden entgegentreten.”, und sich verstärkt gegen die Spaltung im Land einsetzen, “denn dies ist der Nährboden, auf dem die AfD gedeiht.”

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