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Seit 2016 existiert die Schneiderwerkstatt in der Erstaufnahmeeinrichtung. Nun wurde das Projekt mit dem Leuchtturm der Integration ausgezeichnet. Foto: Ida Wittenberg
Seit 2016 existiert die Schneiderwerkstatt in der Erstaufnahmeeinrichtung. Nun wurde das Projekt mit dem Leuchtturm der Integration ausgezeichnet. Foto: Ida Wittenberg
Erstaufnahme Papenreye

„ASB-Leuchtturm der Integration“ für Schneiderwerkstatt

Im September 2016 ist in der Erstaufnahmeeinrichtung Papenreye eine neue Schneiderwerkstatt entstanden. Unter der Leitung von ehrenamtlichen Helfern nähen die Geflüchteten an Kleidungsstücken für den Eigenbedarf. Das Projekt ist nun mit dem „ASB-Leuchtturm der Integration“ ausgezeichnet worden.

Von Ida Wittenberg

Der Leuchtturm der Integration hat Einzug in die Papenreye gefunden: In der Erstaufnahme herrscht emsige Stimmung – im September 2016 hat dort eine Schneidewerkstatt eröffnet. Dreimal wöchentlich nähen bis zu 15 Geflüchtete neue Kleidungsstücke für sich und ihre Familien. An fünf Arbeitsplätzen herrscht dann reger Betrieb.

Die Schneiderwerkstatt ist ein Gemeinschaftsprojekt des ASB-Ortsverbands Hamburg Eimsbüttel und der ASB Flüchtlingshilfe Hamburg GmbH und stellt einen besonderen Beitrag zur Integration dar. Aus diesem Grund hat sich der ASB-Bundesverband dazu entschlossen dieses Projekt mit dem „ASB-Leuchtturm der Integration“ zu küren. Der ASB-Bundesverband sucht deutschlandweit nach innovativen und wirkungsvollen Integrationsprojekten im eigenen Verbund und zeichnet diese aus.

Nähen verbindet – nicht nur Stoffe

Die Schneiderwerkstatt ist ein Generatios-, Geschlechter- und Nationalitätenübergreifendes Projekt, das den Geflüchteten die Möglichkeit gibt, produktiv tätig zu werden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit mit Interessierten und weiteren Initiativen aus Hamburg in Verbindung zu kommen und Kontakte zu knüpfen. Das Ziel des ASB ist es, für die versierten Näher eine dauerhafte Beschäftigung zu schaffen.

Alle Nähmaschienen und die Stoffe sind durch Spendenaufrufe zusammengekommen. Öffentliche Fördergelder, wie etwa von der Bürgerstiftung, ermöglichen es die Nähmaschienen zu reparieren und weitere Arbeitsplätze einzurichten.

Heike Schwiederzki, die das Projekt mit aufgebaut hat, berichtet: “ Es herrscht bei den Geflüchteten ein hoher Eigenbedarf. Wir haben zwar nur fünf Arbeitsposten, der Ansturm ist aber immer viel größer. Es wird alles genäht: Von komplizierten Kleidungsstücken, wie Rüschenkleidern oder Herrenhemden bis hin zu jeder Menge Bettwäsche.“

Genäht wird ohne Vorlage

Viele erfahrene und begabte Schneider sind unter den Flüchtlingen – was die Arbeit erleichtert. Alles wird mit Augenmaß abgeschätzt, eine Vorlage brauchen sie nicht. Die Flüchtlinge helfen sich bei Problemen gegenseitig und arbeiten sehr konzentriert, berichteten die Ehrenamtlichen während der Verleihung. „Es ist eine sinnvolle Beschäftigung für alle – ihre Fertigkeiten sollen hier wieder aufgelebt werden“, berichtet Schwiederzki weiter.

Für die Zukunft wünschen sich die Verantwortlichen vor allem, dass das Projekt größer wird. Es soll eine Ausweitung der Arbeitsplätze geben und auch eine Schneiderwerkstatt in der Erstaufnahme Schmiedekoppel entstehen. Hierfür ist der ASB nicht nur dankbar über jede weitere Spende, auch weitere Ehrenamtliche sind willkommen. Alle Interessierten können sich bei Heike Blesig melden. (Tel.: (040) 63 66 93 114/ E-Mail: ehrenamt-niendorf@asb-hamburg.de)

Leuchtturm der Integration für Schneiderwerkstatt

Der Leuchtturm findet mit Sicherheit ein schönes Plätzchen in der Schneiderwerkstatt. Foto: Ida Wittenberg
In der Schneiderwerkstatt gibt es 5 Arbeitsplätze, die mit einer Nähmaschiene ausgestattet sind. Foto: Ida Wittenberg
Angelika Mertens und Petra Witt haben die Gäste durch das Programm geführt. Foto: Ida Wittenberg
Auch die Gasse in der sich der Container mit der Schneiderwerkstatt befindet hat einen passenden Namen bekommen. Foto: Ida Wittenberg

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