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Postkarten und Bücher lassen sich im Lesesaal finden. Foto: Jannika Grimm
Die Buchhandlung "Lesesaal" schließt zum Ende des nächsten Monats. Foto: Jannika Grimm
Schließung

Ein Kapitel schließt sich: Die Buchhandlung „Lesesaal“ macht zu

Die Buchhandlung „Lesesaal“ schließt aus wirtschaftlichen Gründen seine Türen. Die Inhaberin Stephanie Krawehl hofft in einem neuen Laden auf mehr Laufkundschaft.

Von Vanessa Leitschuh

Manchmal ist es Zeit ein altes Buch zu schließen: Ende Februar wird die Buchhandlung „Lesesaal“ in der Lappenbergsallee von Eimsbüttel wegziehen.

Am 21. Februar ist der letzte Tag, an dem die Buchhandlung geöffnet sein wird. Die Inhaberin Stephanie Krawehl betont, dass sie aus wirtschaftlichen Gründen das Buchgeschäft aufgeben muss. Die Stammkundschaft war nicht ausreichend, um den Laden zu halten.

„Ich musste hier schließen, es gibt zu wenig Laufkundschaft“, erklärt die Buchhändlerin den Eimsbütteler Nachrichten.

Lesesaal: Einfach abtauchen

Am 3. September wird zum zweiten Mal der Hamburger Buchhandlungspreis verliehen. Aus Eimsbüttel sind vier Buchhandlungen nominiert. Eine davon ist der Lesesaal in der Lappenbergsallee. Wir haben die Besitzerin Stephanie Krawehl getroffen, die uns erzählt, warum Onlinehandel bei ihr keine Chance hat.

Neueröffnung an anderer Stelle

Die Inhaberin wird einen neuen Laden eröffnen, jedoch nicht in Eimsbüttel.

„Ich hätte sowieso zumachen müssen“, erklärt Krawehl. „Es war nur durch Zufall, dass ich etwas Neues gefunden habe.“

Wo genau sie den neuen Laden eröffnet, kann sie allerdings erst Ende Januar sagen. Auch was als nächstes in die Lappenbergsallee 36 einziehen wird, ist noch unklar.

„Ich weiß nicht, was mit der Ladenfläche passieren wird. Die Besichtigungen laufen jedenfalls noch“, sagt Krawehl.

Foto: Frank Fingerhuth.

Preisverdächtige Eimsbütteler Buchläden (Update)

Zwei Buchhandlungen in Eimsbüttel und in Niendorf sind für den Deutschen Buchhandlungspreis 2015 nominiert. Er wird am 17. September in Frankfurt am Main von der Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, verliehen.

Umsätze auf Buchmarkt rückläufig

Buchhandlungen haben es in Zeiten des Onlinehandels nicht nur in Eimsbüttel schwer. Nach Angaben des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels sind die Umsätze 2017 am gesamten Buchmarkt zum Vorjahr um zwei Prozent gesunken. Käufe in lokalen Buchhandlungen gingen um drei Prozent zurück.

Nicht nur der Onlinehandel oder E-Book-Angebote machen den Buchhandlungen das Leben schwer. Auch soziale Medien konkurrieren mit dem klassischen Buch. Sie beanspruchen die Zeit, welche sonst eher zum Lesen genutzt wurde. Statt ein Buch zur Hand zu nehmen, werden Facebook und Co gecheckt.

Eine gesunkene Kundenfrequenz in den Innenstädten lässt, laut Börsenverein, auch die Buchkäufe in den Geschäften sinken. Dabei sind gerade Einzelhandelsgeschäfte wie Buchhandlungen wichtig für eine belebte Innenstadt.

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Im Frühjahr 2019 überfuhr ein LKW-Fahrer einen Radfahrer. Diese Woche wurde der 39-Jährige wegen fahrlässiger Tötung schuldig gesprochen – es ist jedoch nicht das erste Urteil gegen ihn.

In Eimsbüttel fällt der nächste verkaufsoffene Sonntag aus. Der Verein „Osterstraße e.V.“ hat keine Sonntagsöffnung beantragt – aus finanziellen Gründen.

Das Inklusionunternehmen „Osterkuss“ liefert Catering aus – dann lässt Corona die Umsätze einbrechen. Mit ihrem neuen Projekt „Futterluke“ bringen sie ihr Essen jetzt aus dem Fenster an die Gäste.

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