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Vjupa und Lisko vom Pfadfinderstamm Saliskiaron suchen nach einem neuen Heim in Lokstedt. Foto: Alexis Milne
Vjupa (von links) und Lisko vom Pfadfinderstamm Saliskiaron suchen nach einem neuen Heim in Lokstedt. Foto: Alexis Milne
Jugendverein

Pfadfinder aus Lokstedt wollen ins Kutscherhaus ziehen

Der Pfadfinderstamm Saliskiaron muss dringend aus seinem Heim ausziehen – und hofft, das leerstehende Kutscherhaus in Lokstedt zu übernehmen.

Von Alexis Milne

Der Pfadfinderstamm Saliskiaron befindet sich in einer Bredouille: Er muss bis Ende Oktober sein Heim am Siemersplatz verlassen. Bis jetzt konnten die Pfadfinder noch kein geeignetes Heim finden, hoffen aber, beim Kutscherhaus in Lokstedt fündig geworden zu sein.

Das Haus steht seit Jahren leer und soll eigentlich vom Bezirk abgerissen werden. Mit einer Kundgebung wollen die Pfadfinder erreichen, dass das Bezirksamt die Immobilie für sie prüft.

Pfadfinder müssen raus

Der Stamm Saliskiaron ist Teil des Pfadfinder*innenbundes Nord und nutzt aktuell Räumlichkeiten in der Osterfeldstraße. Diese sei von Anfang an eine Zwischenlösung gewesen, sagen Lisko und Vjupa im Interview mit den Eimsbütteler Nachrichten. Sie leiten Gruppen im Pfadfinderstamm an.

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Ihr Stamm umfasst rund 120 Mitglieder – Kinder und Jugendliche, für die die Gruppen ein „zweites Zuhause“ seien. Für sie sei es wichtig, einen Ort außerhalb der Schule und des Elternhauses zu haben.

Suche nach neuem Heim

Da ihr aktuelles Heim abgerissen wird, würden sie dringend einen neuen Standort suchen. Vorschläge, die bislang vom Bezirksamt kamen, hätten nicht gepasst. Optimal wäre ein Ort mit viel Raum für die Mitglieder, Nähe zum Grünen, ohne hohe Miete und ohne viel alltägliche Absprache mit Erwachsenen – bei den Pfadfindern herrscht das Motto „Jugend leitet Jugend“.

Zudem dürfte der neue Standort nicht zu weit vom aktuellen entfernt sein. Denn: Viele Kinder und Jugendliche könnten das Angebot nicht mehr nutzen, wenn es zu weit wegzieht.

Auf der Suche nach einem neuen Standort wurden die Pfadfinder auf das Kutscherhaus am Amsinckpark aufmerksam.

Kutscherhaus: Geschichte und Leerstand

Das Kutscherhaus wurde als Teil des Anwesens der Familie Amsinck gebaut. Das Gebäude wurde bis 2017 von der Saga vermietet. Die Saga verkaufte es 2019 an den Bezirk Eimsbüttel – mit Mitteln für das Stadtgrün. Zu dieser Zeit hieß es, das Gebäude sei nicht wirtschaftlich zu sanieren, so Cornelia Rosenberg, Pressesprecherin des Bezirksamts Eimsbüttel. Das Denkmalschutzamt habe bei einer Prüfung keinen Denkmalwert feststellen können.

Da das Gebäude im Grünraum ausgewiesen ist, erfordere die Nutzung – zum Beispiel durch den Pfadfinderstamm Saliskiaron – eine entsprechende Genehmigung, die „aufgrund des bestehenden Planrechts und der Erschließungssituation nur eingeschränkt“ sei. Das Bezirksamt strebt eine Nutzung als Grünfläche an, so Rosenberg. Das Haus würde also abgerissen werden.

Pfadis organisieren Kundgebung

Die Lokstedter Pfadfinder wollen auf ihre Lage aufmerksam machen – und auf ihr Bestreben, ins Kutscherhaus zu ziehen. Dafür organisieren sie eine Kundgebung am Sonntag, dem 28. September. Unterstützt werden sie dabei unter anderem vom Denkmalverein Hamburg und vom Forum Kollau. Ihr Ziel: eine Prüfung des Standorts erreichen, in der Hoffnung, dass es sich für eine Nutzung eignet.

Die Kundgebung der Pfadfinder findet am 28. September ab 13 Uhr vor dem Kutscherhaus (Stellinger Chaussee 34a) statt. Der Stamm Saliskiaron freut sich über Tipps zu anderen möglichen Heimstandorten per Mail: heimsuche@pbn.de


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