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Engagierte Eimsbütteler drehten Samstag auf dem Else-Rauch-Platz ein Musikvideo gegen den amerikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump. Foto: Holger Vogel
Engagierte Eimsbütteler drehten Samstag auf dem Else-Rauch-Platz ein Musikvideo gegen den amerikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump. Foto: Holger Vogel
Anti-Trump-Video

Der Dreh gegen Donald

Drei Eimsbütteler Musiker befürchten, dass Donald Trump der nächste Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika wird. Um ihrem Unmut Ausdruck zu verleihen, haben sie einen Anti-Trump-Song geschrieben. Am Wochenende drehten sie ein Video zu dem Lied.

Von Holger Vogel

Ist er’s oder ist er’s nicht? Samstagmorgen schlendert ein großgewachsener Mann über den Else-Rauch-Platz. Grauer Anzug, rote Krawatte, weißes Hemd. Dazu rot unterlaufene Augen und diese prägnante, blonde Haarmähne. Tatsächlich: aus der Ferne sieht der Anzugträger dem republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump zum Verwechseln ähnlich. Er ist es aber nicht. Unter der Perücke und dem aufwändigen Makeup steckt Christian „Atze“ Harwardt. Für den Dreh eines Anti-Trump-Musikvideos schlüpft er an diesem Morgen in die Rolle des Multimilliardärs. „Eigentlich sollte ich nur als Statist dabei sein, aber ich bin leicht zu beeinflussen“, meint er mit einem Lächeln. So habe er plötzlich eine Hauptrolle erhalten und sehe mit der Schminke aus wie ein Zombie – oder „trumplike“ halt.

Ausgedacht haben sich das Projekt die drei Eimsbütteler Ceylan Z., Sonja Eidus und Sven Waje. „Wir sehen Trump als Bedrohung für die Demokratie und das friedliche Miteinander der Länder und Völker“, sagt de Zwart, die den Text gegen den ungeliebten Politik-Quereinsteiger rappt. Auf diese Sorge wolle man in gebotener Deutichkeit aufmerksam machen. Im Refrain singt Eidus die Namen von Trumps Exfrauen Ivana und Marla sowie den seiner aktuellen Frau Melania, und karikiert so den Umgang des Präsidentschaftskandidaten mit dem weiblichen Geschlecht. Dabei ist sie im Video bewusst leicht bekleidet.

Irgendwann saßen die drei Musiker zusammen und wollten einen – wie sie es nennen – „Männer-Diss-Song“ machen, zu dem Waje schon den Beat geschrieben hatte. „In den Pausen haben wir uns über die Wahlen in Amerika unterhalten und uns gewundert, dass keiner in Deutschland ein Lied gegen Trump geschrieben hat.“ So wurde aus dem Männer-Diss-Song ein Trump-Diss-Song. „Das hat er sich auch verdient“, findet de Zwart.

Demo für den Videodreh

Am Drehort an der Tischtennis-Platte auf dem Else-Rauch-Platz haben sich ein Dutzend Statisten eingefunden, die allesamt Masken mit dem Gesicht des Politikers tragen. Manche Konterfeis sind mit einem roten Kreuz durchgestrichen, andere nicht. Die Menge stellt eine Demonstration gegen Trump nach und reckt Banner mit Sprüchen wie „Donald Dumb“, „Revolution“ und „No walls“ in die Höhe. Die Musiker sind mit professionellen Kameraleuten befreundet, die gerne ihr Wissen und ihre Ausrüstung zur Verfügung stellen. Sogar eine Kameradrohne kommt zum Einsatz. Zweiter Drehort in Eimsbüttel ist die „Cosy Bar“.

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„Der Dreh hat großen Spaß gemacht“, sagt Harwardt, und die anderen Protagonisten stimmen ihm zu. Mit einem Augenzwinkern fügt Harwardt hinzu: „Jetzt wird Trump bestimmt nicht mehr Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika.“ Das bleibt abzuwarten. Genauso wie die Resonanz auf das Video, das jetzt bei Youtube eingestellt ist. Eidus sieht es gelassen: „Es kann alles passieren. Es kann abgehen, oder nicht beachtet werden. Wir sind auf alles vorbereitet.“

Mehr Kultur.

Sogar eine Kameradrohne kam beim Videodreh zum Einsatz. Foto: Holger Vogel
Sogar eine Kameradrohne kam beim Videodreh zum Einsatz. Foto: Holger Vogel
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