Baustellen und Sperrungen: Warum wird bald am Schlump gebaut?
Rund um den Schlump wird ab August gebaut. Was geplant ist und worauf sich Anwohnende einstellen müssen.
Von Alexis MilneDer Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer Hamburg (LSBG) plant, den Straßenverkehr um den Schlump herum neu zu gestalten. Betroffen sind die Straßen Beim Schlump, sowie Teile der Gustav-Falke-Straße und der Kreuzung Schäferkampsallee.
Der Baustart ist für den 24. August angesetzt – im Juli werden aber bereits erste Streckenabschnitte gesperrt.
Arbeiten am Schlump beginnen im Juli
Vom LSBG heißt es, die betroffenen Abschnitte seien „stark sanierungsbedürftig“. Im Zuge der Arbeiten sollen die Umstiegspunkte von U-Bahn und Bus neu geordnet und die Fahrradspur ausgebaut werden. Der Umbau ermögliche zudem, Flächen zu entsiegeln und zu begrünen.
Im Einmündungsbereich der Straße Ellenbogen finden nach Angaben des LSBG ab dem 16. Juli vorbereitende Maßnahmen statt. Dafür werde die Straße Beim Schlump zwischen den Kreuzungen Schäferkampsallee/Schröderstiftstraße und Bundesstraße für den Durchgangsverkehr voll gesperrt.
Bau in zwei Abschnitten
Anschließend sollen die Umbauarbeiten in zwei Abschnitten erfolgen: Bauabschnitt 1 umfasst die Straße Beim Schlump und Teile der Gustav-Falke-Straße. Die Arbeiten daran sollen vom 24. August bis „voraussichtlich Mitte 2027“ andauern. Die geplanten Kosten für diesen Abschnitt belaufen sich auf 6 Millionen Euro, so ein Sprecher des LSBG auf Anfrage.

Abschnitt 2 liegt im Kreuzungsbereich Schröderstiftstraße/Schäferkampsallee/Kleiner Schäferkamp. Der Baubeginn ist noch nicht terminiert. Der LSBG verweist darauf, dass es während der Arbeiten aufgrund des Wetters oder anderer Einflüsse zu Verzögerungen kommen könne.
Worauf müssen sich Anwohnende beim Schlump einstellen?
Vom LSBG heißt es: Zufahrten im Bereich der Bauarbeiten werden soweit möglich offen bleiben. Über Abweichungen werde entsprechend informiert.
Die Parkflächen im Baufeld würden während der Arbeiten nicht zur Verfügung stehen. Die Abfallentsorgung und Rettungswege sollen jederzeit sichergestellt werden.
Weniger Parkplätze, bessere Umstiege
Der LSBG-Sprecher sagt, durch die Arbeiten werden 34 Parkplätze entfallen – im ersten Bauabschnitt sind es 26 Parkplätze, im zweiten Abschnitt acht. Dafür soll unter anderem eine neue Ladezone auf der Nordseite Beim Schlump, zwischen Bundesstraße und Kielortallee, entstehen. Außerdem würden 59 Anlehnbügel und 3 Bügel für Lastenfahrräder eingerichtet. Insgesamt soll es dann im ganzen Plangebiet 121 Fahrradstellplätze geben.
Der U-Bahn-Verkehr werde durch die Arbeiten nicht eingeschränkt, so der Sprecher weiter. Der Fokus liege auf den Umstiegsmöglichkeiten von der Bahn zu den Buslinien an der Gustav-Falke-Straße. An den Haltestellen würden neue Sitzbänke, Fahrgastunterstände und Müllbehälter aufgestellt.
Fahrstreifen am Schlump werden umgestaltet
Die Fahrradstreifen an der Kreuzung sollen umgeleitet und baulich vom Autoverkehr getrennt werden. Die neue Führung soll der Radverkehr an Knotenpunkten sicherer machen. Die alten Fahrradspuren würden in die Fußwege zurückgebaut.
Auf den Straßen soll der Asphalt erneuert werden. Außerdem werde geplant, die Fahrstreifen zu verbreitern, um Platz für Bus- und Radspuren zu schaffen. Rechts- und Linksabbieger würden neu organisiert.
Bäume entfernt, Begrünung geplant
Für die Arbeiten seien bereits 13 Bäume entfernt worden, so der LSBG-Sprecher. Ein weiterer soll folgen. Geplant seien damit in beiden Bauabschnitten 14 Fällungen und 21 Neupflanzungen. Neben den neuen Bäumen soll eine Blühwiese entstehen.
Im Plangebiet würden insgesamt 560 Quadratmeter Fläche entsiegelt.
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