sumia — der Club der guten Mieter
Das Hamburger Start-up Sumia will die Bewerbungsmappe überflüssig machen: geprüfte Wohn-Reputation statt Kontoauszüge.
Von Gast
Über Würde auf dem Mietmarkt — und warum weniger Daten mehr Vertrauen schaffen.
Der Eimsbütteler Mietmarkt ist angespannt — das wissen alle, die hier suchen oder vermieten. Auf eine annoncierte Wohnung kommen schnell zwei-, dreihundert Bewerbungen. Und es hat sich eine Sitte eingeschlichen, die ich für falsch halte: Schon der unverbindlichen Anfrage nach einem Besichtigungstermin werden Gehaltsabrechnungen, Kontoauszüge und Selbstauskünfte beigelegt. Ich sage das als Vermieter: Mir ist es unangenehm, solch persönliche Daten ungefragt zu bekommen, von Menschen, die ich noch nie gesehen habe. Und für die, die sich bewerben, ist es sinnlos. Es ist wie beim Schulkonzert: Wenn alle Eltern aufstehen, sieht niemand besser. Dazu kommt: Wer dreihundert Mappen verschickt, um am Ende eine Wohnung zu finden, verliert Zeit, Daten und ein Stück Selbstbestimmung.
Persönliche Daten nicht unnötig preisgeben
Mich erinnert das an unsere Suche nach einem Kita-Platz vor gut zehn Jahren. Bewerbungen schreiben, sich über die Einladung zum Vorstellungsabend freuen, sehr persönliche Vorstellungen vom Erziehungsstil preisgeben — und am Ende die Panik, überhaupt irgendwo unterzukommen. Man bewirbt sich überall, verliert sich und überlässt die eigentliche Wahl den Einrichtungen. Damals dachte ich: Warum gibt es nicht einen Ort, an dem ich einmal sorgfältig zeige, wer wir sind und was uns wichtig ist — belegt, nicht behauptet — und mich dann nur dort bewerbe, wo es wirklich passt? Nicht, damit mir jemand die Entscheidung abnimmt. Sondern damit ich als der auftrete, der ich bin: verbindlich, glaubwürdig, verlässlich.
Wohn-Reputation von Wohnung zu Wohnung mitnehmen
Genau das leistet Sumia — für den Mietmarkt. Sumia ist ein Club für gute Mieter. Mitglieder erhalten ein geprüftes, geschütztes Profil, das sie wie eine Visitenkarte ihrer Bewerbung beilegen. Es wächst mit ihnen, es gehört ihnen, sie nehmen es von Wohnung zu Wohnung mit — ein bisschen wie LinkedIn, nur fürs Wohnen. Sumia vermittelt dabei keine Wohnungen und schlägt Vermietern niemanden vor. Die Mitglieder bewerben sich selbst — nur eben nicht mehr als anonyme Mappe unter dreihundert, sondern als jemand mit belegter Wohn-Reputation.
Für verlässliche Mieter
Sumia nimmt nicht alle auf. Jede Anfrage führt zu einem persönlichen Gespräch — über die Motivation, Mitglied zu werden, und über die Werte und Standards, zu denen man sich bekennt. Denn der Club ist vor allem eine Selbstverpflichtung. Unsere Mitglieder sind geprüft, ihre angestrebte Miete voraussichtlich komfortabel zu tragen — doch sie legen ihrer Bewerbung keine Zahlen bei, sondern eine qualitative Sumia-Wohn-Reputation. Sie bringen Referenzen früherer Vermieter mit, eingeholt mit deren Einwilligung. Und sie sind bereit, im Konfliktfall zuerst den Weg der Mediation zu gehen — ein Angebot, das sie ihren Vermietern von sich aus machen. Nichts davon ist Verzicht. Es ist eine Haltung: Souveränität durch belegte Verlässlichkeit.
Jetzt dabeisein und mitgestalten
Sumia entsteht jetzt, in Hamburg. Wir suchen die ersten 100 Mitglieder — einen Founders Circle, der den Club mitprägt: seine Standards, sein Profil, seinen Ton. Founders behalten ihren Status auf Dauer und gestalten im ersten Jahr mit. Wer jetzt dabei ist, entscheidet mit, wie dieser Club aussieht.

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Mehr erfahren & Aufnahme anfragen: sumia.ai
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