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Der Unnapark in Eimsbüttel. Archivfoto: Anja von Bihl
Der Unnapark in Eimsbüttel. Archivfoto: Anja von Bihl
Plattdeutsche Kolumne

Eimsbütteler Buddelbreven: Vun’n Regen in’n Drüppenfall

Damit Plattdeutsch nicht ausstirbt, trifft sich im Kreativhaus wöchentlich ein „Plattdüütsch Krink“.

Von Gast

Wenn du so as junge Deern dörch dien Stadtdeel flaneerst, to’n Bispeel vörbi an de Bosteden, Kiosken oder dörch ’n Weiher- oder Unnapark, denn kann dat sien, dat du op en Keerl dröppst, de di ansnackt. Dat duert nich lang un een fleut achter di ran: »Na, mien Deern, hest hüüt Avend Tiet för mi? Kannst mi mal ’n Söten geven?« Jüst so as Faust achter dat Gretchen her weer: »Büst alleen? Dröff ik mit di gahn?« Hölpt ok nix, wenn du seggst: »Deit nich nödig.« Wat dorbi rutsuert, weet wi ja. Kann ok sien, dat een gröölt: »’n geilen Moors hest! Kann ’k mal anfaten?« »Hool dien Sabbel! Weetst, wat du kannst? Du kannst mi mal an’n Moors kleien« – dat wöör en passlich Anter sien, man de fall di nich in, wenn du di föhlst as so’n Karbonaad in’n Fleeschtresen bi’n Slachter.

Dat Op’e-Pell-Rucken höört meist eerst op, wenn du wat Lütts ünner de Schöört hest oder oolt warrst. Fein, denkst du, nu, dat du nich mehr intressant büst, is endlich Sluss dormit. Man wat schall ’k seggen? Dat warrt ok in’t Öller nich beter. Vun’n Regen in’n Drüppenfall. Man anners.

Jeedeen Dag kaam ik mit mien söventig Johren op’n Weg na’n Supermarkt in de Osterstraat an en Kiosk vörbi. Dor sitt ok so’n olen Keerl, breetbeent un bräsig, Mütz op’n Dööts, dat dat spittelige Hoor nich opfallt, ’n Pott Kaffee in de een Hand, wat to’n Eten in de annere. 

All de Froenslüüd, de nich bi dree op’e Bööm sünd, kriegt ehren Snack af. Ik ok, liekers ik siet veer Weken an’t Humpeln bün mit mine olen Knoken. »Hett dien Keerl di al en Rullstohl bestellt?« »Wo hest hüüt dien Pleger laten?« »Schall ’k di en Rullater besorgen?« 

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Schall ik nu jümmers op de annere Stratensiet na’n Supermarkt hen? Schall ik ümdreihn, wenn ik em dor wedder sitten seh? Schall ik Petrus bidden, dat he dat regen lett un de komische Vagel in Eppendörp blifft, wo he herkümmt? Ik swöör di, dor hebbt se em al rutsmeten!

As ik nu annerletzt wedder mit mien »Hinz & Kuntz« ünner’n Arm vun’t Inköpen torüch keem, grien he un fraag: »Na, hest di en Rentnerbravo köfft?«  »Jo«, see ik, »un dien Hämorrhoidensalv heff ik ok nich vergeten. Is jo ok böös, so’n Wehdaag vun’t Rümsitten.« Siet den Dag heff ik mien Roh.

Joon Plattsnacker vun’t Kreativhuus

Text: Felicitas Schröder

Wöörverkloren

al – schon
annerletzt – kürzlich
Anter – Antwort
Bispeel – Beispiel
Bööm – Bäume
Bosteden – Baustellen
breetbeent – breitbeinig
Dööts – Kopf
dröff – darf
Drüppen – Tropfen
duern – dauern
Froenslüüd – Frauen
grienen – grinsen
inköpen – einkaufen
jümmers – immer
keen – wer
Keerl – Mann
Knoken – Knochen
liekers – trotzdem
man – aber
Öller – Alter
Pleger – Pfleger
Pott – Becher
regen – regnen
Roh – Ruhe
Rullater – Rollator
Rullstohl – Rollstuhl
Sabbel – Mund
Schöört – Schürze
spittelig – dünn
swören – schwören
torüch – zurück
wedder – wieder
Wehdaag – Schmerzen
Weken – Wochen


lokal. unabhängig. unbestechlich.

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