Umweltsünden kosten jetzt mehr
Wer in Hamburg illegal Müll entsorgt oder Wildtiere füttert, muss mehr zahlen. Die Stadt erhöht die Bußgelder für diese Umweltsünden, um Sauberkeit und Umweltschutz zu stärken.
Von Sarah JaskulskiDas Bußgeld für Umweltsünden, für illegale Müllentsorgung oder Gänsefütterungen an der Alster, steigt ab sofort an. Den entsprechenden Katalog erarbeiteten die Hamburger Bezirksämter zusammen mit der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA).
Das geht aus einer Pressemitteilung des Senats hervor.
Warum steigen die Strafen?
Katharina Fegebank, Senatorin für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft, erklärt diesen Beschluss damit, dass der hinterlassene Müll auf den Straßen der Allgemeinheit schade. Die Stadt sei am schönsten, wenn sie sauber ist.
Zudem habe die unkontrollierte Fütterung von Graugänsen an der Alster und in vielen Parks zu Nutzungskonflikten und ökologischen Problemen geführt.
Die beschlossenen Maßnahmen gegen Umweltsünden gelten im gesamten Hamburger Stadtgebiet. Entsprechende Verstöße werden von den zuständigen Einsatzkräften direkt vor Ort aufgenommen und anschließend an die Bußgeldstelle zur weiteren Bearbeitung weitergeleitet.
Umweltsünden und ihre Konsequezen
Wer seine Zigaretten auf dem Boden entsorgt, kann mit einer Höchststrafe von 300 Euro rechnen, eine Verdopplung zur vorherigen Strafe. Kaugummis auf der Straße werden nun ab 55 Euro bestraft, statt mit einem Bußgeld von 35 Euro.
To-Go-Verpackungen und Fast-Food-Müll erhalten in ihrem Höchstsatz auch eine Verdopplung, mit nun 300 Euro. Kleiner Sperrmüll kann nun bis zu 2.000 Euro kosten und großer Sperrmüll hat eine Höchststrafe von 16.000 Euro.
Das Füttern von Gänsen wird von einem Betrag von 100 Euro bis zu 200 Euro angehoben und kann bis zu einem vierstelligen Strafgeld in einzelnen Fällen erhöht werden.
lokal. unabhängig. unbestechlich.
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