Warum werden am Isebekkanal Bäume gefällt?
Die Arbeiten an der Fernwärmeleitung haben das Generalsviertel erreicht. Was die Querung des Isebekkanals für die Goebenbrücke und umliegende Bäume bedeutet.
Von Julia HaasVoraussichtlich im Sommer sollen die Bauarbeiten für die Fernwärmeleitung in der Osterstraße abgeschlossen sein. Das gaben die Hamburger Energiewerke bekannt. Inzwischen ist die Baustelle für die Spange Haferweg-Grindel – ein 4,7 km langer Fernwärme-Leitungs-Neubau – auch im Generalsviertel angekommen. Aktuell ist die Tresckowstraße gesperrt.

Jetzt geht es auch rund um die Goebenbrücke weiter. Die Querung des Isebekkanals stellte die Planer vor besondere Herausforderungen.
Neue Brücke am Isebekkanal
Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie wurden verschiedene Trassenvarianten überprüft. Am Ende entschied man sich für die Option, die die Goebenbrücke erhalte und möglichst wenig Baumfällungen bedeute.
Nach Angaben der Hamburger Energiewerke sei in Abstimmung mit dem Bezirksamt Eimsbüttel und der Verkehrsbehörde entschieden worden, eine eigenständige Rohrleitungsbrücke im Bereich der Goebenbrücke einzurichten. Das bedeutet, die bisherige Fahrrad- und Fußgängerbrücken bleiben erhalten und werden durch eine weitere Brückenkonstruktion ergänzt.
Goebenbrücke bleibt offen
Der Bau der Rohrleitungsbrücke soll im Januar 2027 beginnen und bis Oktober andauern. Notwendige Leitungsbauarbeiten im Umfeld der Querung finden voraussichtlich bereits in diesem Jahr, von April bis August, statt.
Die Brücken sollen während der Arbeiten befahrbar bleiben. Zeitweise kann es zu kurzzeitigen und vorab angekündigten Sperrungen einer Brücke kommen, wie eine Sprecherin der Hamburger Energiewerke erklärte.
Baumfällungen: 54 Ersatzpflanzungen geplant
Für die Realisierung der Brückenkonstruktion sei es unvermeidbar, Bäume zu fällen – insgesamt 22 müssen für die Bauarbeiten weichen. Bei anderen Varianten hätte es etwa doppelt so viele Baumfällungen geben müssen, heißt es von den Hamburger Energiewerken.
Um die Fällungen zu kompensieren, seien 54 Ersatzpflanzungen geplant – 16 davon im Bereich der Goebenbrücke. Dies gaben die Hamburger Energiewerke bei einer Informationsveranstaltung bekannt. Weitere Pflanzungen sind unter anderem im Park Sportplatzring (14 Bäume) und in der Stellinger Schweiz (9 Bäume) vorgesehen. Die Baumarten werden noch festgelegt.
Neuregelung des Rad- und Fußverkehrs
Wie auch aktuell in der Tresckowstraße will das Bezirksamt die Bauarbeiten nutzen, um Veränderungen an der Straßensituation vorzunehmen. Im Bereich der Goebenbrücke soll die Wegeführung für den Fußgänger- und Radverkehr optimiert werden. Dabei gehe es insbesondere darum, Konflikte zu den Stoßzeiten des Schulverkehrs zu verringern, sagt Kay Becker, Sprecher des Bezirksamts Eimsbüttel. Die konkreten Ergebnisse der Planungen stehen noch aus.
Update vom 11. Februar 2026, 10:32: Inzwischen wurden Bäume am Isebekkanal gefällt.
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