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Am Donnerstagabend ist die peruanische Zirkustheatergruppe "Arena y Esteras" in der Ida-Ehre-Schule aufgetreten. Foto: Julia Haas
Am Donnerstagabend ist die peruanische Zirkustheatergruppe "Arena y Esteras" in der Ida-Ehre-Schule aufgetreten. Foto: Julia Haas
Schule

Ida-Ehre-Schule: Schüler mit Künstlern aus Peru auf der Bühne

Gemeinsam kreativ: Junge Kunstschaffende aus Peru haben eine Klasse der Ida-Ehre-Schule besucht. Eine Woche lang haben sie zusammen getanzt, jongliert, gesungen – und sich ausgetauscht.

Von Julia Haas

In der Aula der Ida-Ehre-Schule ertönt ein peruanisches Volkslied. Schüler rennen durch den Raum, klatschen sich ab und tanzen miteinander. Als die Musik stoppt, entfacht ein Stimmengewirr. Spanisch, Deutsch, ein bisschen Englisch.

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In der Schule in der Bogenstraße 36 war vergangene Woche die Zirkustheatergruppe „Arena y Esteras“ aus Peru zu Besuch. Mit Schülern einer achten Klasse haben die jungen Künstler getanzt, gesungen und geschauspielert. Der Höhepunkt: ein gemeinsamer Auftritt vor Eltern, Lehrern und Freunden in der Aula der Schule.

Sich kennenlernen

Das Treffen ermöglicht hat das Bildungsprogramm „Creactiv für Klimagerechtigkeit“. Es zielt darauf ab, Hamburger Schüler und junge Kunstschaffende des globalen Südens zusammenzubringen. Einerseits, um sich gemeinsam mit den Folgen des Klimawandels zu beschäftigen. Andererseits, um gemeinsam kreativ zu werden. Die Ida-Ehre-Schule hat mit einer achten Klasse dieses Jahr zum ersten Mal am Programm teilgenommen.

„In erster Linie geht es darum, sich kennenzulernen“, sagt Sarah Höfling von der Kinderkulturkarawane. Die Einrichtung hat das Projekt 2015 initiiert.

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„Creactiv für Klimagerechtigkeit“

Im Rahmen von „Creactiv für Klimagerechtigkeit“ lädt die Kinderkulturkarawane jedes Jahr zwei Künstlergruppen ein, die mit Hamburger Schülern künstlerische Präsentationen und kreative Aktionen zum Thema Klimagerechtigkeit entwickeln.

In Austausch kommen

Fünf junge Peruaner zwischen 14 und 19 Jahren und ihre Theaterleiterin haben die Ida-Ehre-Schule eine Woche lang besucht. Untergebracht waren sie bei Gastfamilien in Eimsbüttel. In verschiedenen Workshops haben sie die Schüler der Ida-Ehre-Schule kennengelernt.

Neben der kreativen Zusammenarbeit stand der Austausch im Fokus: Was unterscheidet das Leben in Peru von dem in Eimsbüttel? Wo gibt es Gemeinsamkeiten?

In Peru gibt es keine Schulkantinen

In welchen Bereichen sich die Lebensrealitäten unterscheiden, hat sich teilweise zufällig gezeigt. Zum Beispiel beim gemeinsamen Mittagessen in der Schulkantine. Anders als in Deutschland ist dieses Angebot in Peru die Ausnahme. Öffentliche Schulen können Cafeterias nicht finanzieren.

Und doch ist nicht alles anders – insbesondere wenn es um Umwelt- und Klimaprobleme geht. „Wir haben ein großes Müllproblem“, erzählt eine Peruanerin. Bei den Schülern und Lehrern aus Eimsbüttel stößt das auf Verständnis.

Themen auf der Bühne darstellen

Was aufgrund von Sprachbarrieren schwierig zu vermitteln war, haben sich die Schüler und Künstler kreativ vorgetragen. Die Schüler der Ida-Ehre-Schule haben dafür ein selbst inszeniertes Theaterstück aufgeführt. Im Mittelpunkt standen Themen, die sie in ihrem Alltag und Leben bewegen. Zum Beispiel Geschichten über Flucht und Migration.

Die Zirkustheatergruppe „Arena y Esteras“ hat im Gegenzug ihr aktuelles Stück „Amarú“ nach Eimsbüttel gebracht. Es greift eine Legende aus der Prä-Inka-Zeit auf und thematisiert den Kampf um das Wasser, die Grundlage des Lebens.

Besonderes Projekt für Ida-Ehre-Schule

Bei der gemeinsamen Vorführung am Donnerstagabend brachten beide Gruppen ihre Inszenierungen auf die Bühne und unterstützten sich dabei. Sei es als Komparsen oder Bühnentechniker. „Alle sind Künstler, jede Rolle ist wichtig“, sagt die Gruppenleiterin aus Peru. „Dieses Projekt ist sehr besonders und zeigt, wofür die Ida-Ehre-Schule steht: Weltoffenheit“, so die Schulleiterin der Ida-Ehre-Schule am Abend der Aufführung.

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„Arena y Esteras“

Die Zirkustheatergruppe „Arena y Esteras“ stammt aus Villa El Salvador, ein von Armut geprägter Vorort von Lima. Seit 30 Jahren engagieren sich dort Künstler, Lehrerinnen und Pädagogen, um Kindern ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Neben der künstlerischen Arbeit hat „Arena y Esteras“ ein Kulturhaus aufgebaut, das der Gemeinde als Treffpunkt dient. Um das Gebäude zu sanieren, ist die Gruppe auf Spenden angewiesen.
Aktuell sind die Künstler mit ihrem Stück „Amarú“ für drei Monate auf Europatournee.

Die Schüler der Ida-Ehre-Schule und Künstler aus Peru haben in Workshop zusammen getanzt. Foto: Julia Haas
Die Schüler der Ida-Ehre-Schule und Künstler aus Peru haben in Workshop zusammen getanzt. Foto: Julia Haas

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