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Immer wieder einmalig

Wenn Eimsbüttel ein märchenhafter Ort wäre – was wäre es dann? Ein Zauberwald oder ein Schloss? Ein grüne Wiese oder rosa Wolken? Wir haben bei einer Eimsbüttelerin nachgefragt, die es wissen muss.

Von Mathias Frank
RuthFrobeen
Ruth Frobeen alias Edelfosch. Foto: Hermann O. Ehlers

„Es war einmal eine kleine Stadt mit einem großen Marktplatz, auf dem sich alles traf. Jung und Alt, Klein und Groß, Arm und Reich – die Bewohner von Eimsbüttel waren ein bunt gemischtes Völkchen, und ein gut gelauntes noch dazu. Jeden Samstag trafen sie sich auf dem Marktplatz, hielten ein Pläuschchen mit dem Fischhändler und kauften Blumen in allen Farben.“

Maximal romantisch

Wir baten Ruth Frobeen, uns Eimsbüttel mal als Märchenwelt zu beschreiben. Denn Ruth Frobeen ist Märchenautorin und schreibt als Edelfrosch „persönliche Märchen für Prinzen, Prinzessinnen und jedermann“ und nennt diese „Märchen für Pärchen“. Und das geht so: In einem persönlichen Gespräch erzählt man der Hamburgerin die eigene Liebesgeschichte, aus der sie dann ein Märchen zaubert. Und damit etwas Einmaliges schafft, etwas sehr Persönliches und natürlich maximal Romantisches.

Wie alles begann

Doch als ob das nicht schon für sich eine schöne Sache wäre, ist die Geschichte dahinter fast noch schöner. Denn das erste Märchen, das sie geschrieben hat, war ein Geschenk für ihren Mann. „Es ist die Geschichte, wie wir uns kennengelernt haben – eben aus einer anderen Perspektive und in einem anderen ‚Setting‘. Ich habe damals die Märchenform gewählt, weil sie meinem Blick auf die Dinge am nächsten kam. Meine Ausdrucksform ist zwar Text, aber ich denke sehr oft in Bildern. Und die Bilder, die ich im Kopf hatte, als ich unsere Geschichte aufschrieb, waren eindeutig aus dem Wunderland. Schließlich ging es um unsere Liebe!“ Und nicht um ein neues Geschäftsmodell, nicht um die eigene Karriere. Die dann doch daraus wurde.

Und was sagt die Hauptperson aus dem allerersten Märchen dazu? Was sagt ihr Ehemann dazu? „Letztendlich habe ich eine Idee zu Gold gemacht und ein Produkt geschaffen, das es in dieser Form noch nicht gab, mein Angebot mit den individuellen ‚Märchen für Pärchen‘ ist soweit ich weiß einzigartig. Da hat niemand was dagegen, am wenigsten mein Mann“, lacht sie.

Der Edelfrosch aus Eimsbüttel. Foto: Hermann O. Ehlers
Der Edelfrosch aus Eimsbüttel. Foto: Hermann O. Ehlers

Gar nicht so einfach

Das ist ja eigentlich ganz einfach, könnte man denken. Aus der Frau wird eine Prinzessin, aus der Skihütte ein Schloss und statt Cappie trägt der Mann jetzt eine Krone. Fertig. Doch denkste. „Die größte Herausforderung für mich ist, der mir anvertrauten Geschichte gerecht zu werden und mich gleichzeitig so weit davon zu lösen, dass ich sie in eine andere Bildsprache übersetzen kann“, erzählt uns die Autorin. „Ich übersetze die Geschichten recht frei, achte jedoch darauf, dass sich die Protagonisten an jeder Stelle des Märchens deutlich erkennen. Sonst wirkt es nicht und könnte für jedermann geschrieben sein. Ist es aber nicht: Jedes Märchen ist ein Unikat und so einzigartig wie die Liebesgeschichte, die mir erzählt wird.“ Ob Ruth Frobeen die Protagonisten gut kennt oder „nur“ mit ihnen geplaudert hat, spielt für sie dabei keine Rolle. „Wer ein persönliches Märchen von mir möchte, klappt in der Regel sein Herz auf und lässt mich hineinschauen“, sagt sie. „Ich behandle die Geschichten, die mir anvertraut werden, alle mit der gleichen Feinfühligkeit. Mein heimliches Ziel ist, die Menschen von ihrer eigenen Geschichte zu überwältigen. Das gelingt bei Freunden und Unbekannten gleichermaßen gut.“

Der märchenhafte Birkenwald - aus der Märchenserie "Faceless - Dame mit Hut". Foto: Ruth Frobeen
Der märchenhafte Birkenwald – aus der Märchenserie „Faceless – Dame mit Hut“. Foto: Ruth Frobeen

Und sonst so?

Ruth Frobeen, die in Eimsbüttel aufgewachsen ist („Ich bin zur Ziegenschule gegangen, als sie noch die Schule an der Isebek hieß“) und den „märchenhaften Birkenwald (siehe Foto) und natürlich den Isemarkt“ als ihre Lieblingsorte nennt, schreibt neben den „Märchen für Pärchen“ auch noch andere Geschichten und Märchen. „Die für die breite Masse geeignet sind“, wie sie sagt.  Für Kinder zum Beispiel hat sie die Abenteuer von Wolke 17 entwickelt. Dabei handelt es sich um Adventsgeschichten über eine Engelbande. „Jeden Tag bis Heiligabend öffnet man einen bunten Umschlag und kann ein Kapitel lesen“, erklärt sie uns. „Das kommt bei den Kindern super an und jedes Jahr kommt eine neue Geschichte mit den bekannten Figuren dazu.“ Zusätzlich kümmert sie sich um alles, was sonst noch so dazu gehört: „Ich produziere alles selbst, von der Geschichte bis zur Umverpackung“, sagt sie, die nebenbei auch gerne fotografiert – „Ich entdecke gerade die Welt  neu. Es ist faszinierend, überall ist Alltagspoesie zu finden“ – und als @R_Fro ihre Meinungen in die Welt twittert.

Und selbst so?

Und natürlich schreibt die Autorin nicht nur Märchen. Sie liest sie auch. Angetan haben es ihr zum Beispiel die Geschichten von Hans Christian Andersen. „Besonders gern mag ich ‚Die Prinzessin auf der Erbse‘, ‚Der gestiefelte Kater‘ und ‚Das ist wirklich wahr‘. Gerade Letzteres ist sehr modern und lässt sich hervorragend auf die modernen Medien anwenden: Hans Christian Andersen hält der Gesellschaft den Spiegel vor und zeigt, wie leicht ein Gerücht in einen Skandal gipfeln kann. Mir gefällt Andersens Sprache sehr gut, sie ist leichter und irgendwie beweglicher als die der Brüder Grimm, deren Märchen häufig etwas schwerfällig wirken. Was nicht heißen soll, dass ich die Grimmschen Märchen nicht liebe! Sie haben inhaltlich sehr viel zu bieten, entführen den Leser in düstere Wälder, schließen schöne Frauen in Türme, versenken Wölfe in Brunnen und lassen Kater in Stiefeln Königskleider ergaunern.“ Und dann sagt sie über die Grimmschen Märchen etwas, was auch auf die „Märchen für Pärchen“ passt: „Das muss einem erst mal einfallen.“

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