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"Kulturchoc" beschäftigt Frauen mit Migrationshintergrund. Foto: Mona Taghavi Fallahpour
Integration

„Kulturchoc“: Dattelkonfekt als Integrationshilfe

Bei „Kulturchoc“ stellen geflüchtete Frauen Dattelkonfekt her. Das Integrationsprojekt von Mona Taghavi Fallahpour ist derzeit für den „Deutschen Integrationspreis 2019“ nominiert.

Von Alicia Wischhusen

„In unserer Küche arbeiten zum Teil Heilpraktikerinnen und Psychologiestudentinnen“, erzählt Mona Taghavi Fallahpour, von Kulturchoc. Das von ihr gegründete Integrationsprojekt beschäftigt geflohene Frauen ab 35 Jahren, entweder ganz ohne Ausbildung oder mit in Deutschland nicht anerkannten Qualifikationen. Sie stammen aus Ländern wie Ecuador, Syrien oder Kolumbien. Neben der Flucht aus ihren Heimatländern verbindet sie vor allem eins: die Lust auf Süßes.

Konfekt mit Safran aus Afghanistan

In einer Küche in der Altonaer Straße sind derzeit sechs Frauen mit der Produktion von Dattelkonfekt beschäftigt. „Wir verwenden dazu fair gehandelte Zutaten, mit denen wir Frauenkooperativen und Kleinbauern fördern“, sagt Taghavi Fallahpour. Diese Zusammenarbeit mit den Herkunftsländern der Frauen schaffe dort Arbeitsplätze.

So verwende man zum Beispiel Safran aus Afghanistan, das später zu Safran-Mandel-Konfekt verarbeitet wird. Ganz nebenbei verbessern die Frauen in der Küche ihre Sprachkenntnisse und lernen die deutsche Arbeitswelt kennen. „Die Arbeitszeiten richten sich bei uns nach den Kitazeiten, weil wir vor allem Mütter beschäftigen“, erklärt Taghavi Fallahpour.

„Kulturchoc“ nominiert für „Deutschen Integrationspreis“

Das 2018 von Mona Taghavi Fallahpour gegründete Projekt ist momentan für den Deutschen Integrationspreis 2019 nominiert. Der Wettbewerb ist mit einer Crowdfundingaktion verbunden, die bis zum 5. Juni andauert. Bis dahin sollen möglichst viele von den Ideen der nominierten Projekte überzeugt werden. Die 20 Projekte, die bis dahin die meisten Unterstützer gesammelt haben, erhalten ein Preisgeld in Höhe von insgesamt 150.000 Euro.

„Mit Hilfe des Geldes möchten wir einen Onlineshop aufbauen“, sagt Mona Taghavi Fallahpour. So könne man das Konfekt künftig in ganz Deutschland verkaufen. Neben Kulturchoc sind 43 andere Integrationsprojekte aus ganz Deutschland nominiert.

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Auf Basis von Zeichnungen spiegeln ausdrucksstarke Piktogramme die Erfahrungen und Gefühle von Migranten aus der Lenzsiedlung wider. Die Ausstellung ist jeden Dienstagmittag geöffnet.

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Das „Pape 2 Kaffeehaus“ in der Hoheluftchaussee 51 ist eine Trainingsmaßnahme für Jugendliche mit psychischer Erkrankung. In sozial-therapeutischer Begleitung werden sie so an einen strukturierten Tagesablauf herangeführt.

In der Osterstraße eröffnet ein „Nadi-Markt“. Wo früher „Schuhkay“ war, wird es fortan orientalische Produkte geben.

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