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Das Bürgerhaus in Eidelstedt wird saniert und erweitert. Visualisierung: Acollage Architektur Urbanistik
Das Bürgerhaus in Eidelstedt wird saniert und erweitert. Visualisierung: Acollage Architektur Urbanistik
Kulturzentrum

Neues Bürgerhaus für Eidelstedt

Das Eidelstedter Bürgerhaus wird umfassend saniert und erweitert. 10,6 Millionen Euro fließen in den Neu- und Umbau mit einer integrierten Bücherhalle, einem Café und modernen Seminarräumen.

Von Sophia Kleiner

Der Hamburger Senat hat beschlossen, das Eidelstedter Bürgerhaus zu modernisieren. Moderne Seminarräume, ein Café und die örtliche Bücherhalle, die in das Bürgerhaus umziehen wird, sollen das Stadtteilhaus noch attraktiver machen. Aus den Mitteln von Bund, Land und der Bezirksversammlung fließen 10,6 Millionen Euro in den kulturellen Treffpunkt in Eidelstedt.

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Schon jetzt ist das Bürgerhaus ein Ort, an dem Nachbarn zusammenkommen. Das Stadtteilkulturzentrum veranstaltet hier unter anderem Theateraufführungen, Konzerte, Lesungen und eine Sozialberatung. Auch viele ehrenamtliche Organisationen und die Elternschule, die werdende und junge Eltern mit verschiedenen Angeboten unterstützt, nutzen die Räumlichkeiten.

Der Umbau ist überfällig

Ein Gebäude mit Geschichte: 1878 war das jetzige Bürgerhaus eine Schule. Erst in den 1980er Jahren nutzten die Eidelstedter das Gebäude als Kunst- und Kulturstätte. Doch das Bürgerhaus ist sanierungsbedürftig. Es fehle ihnen an Platz, erklärt Holger Börgartz, der Geschäftsführer des Eidelstedter Bürgerhaus. Als altes Schulhaus sei das Bürgerhaus in seiner jetzigen Form nicht als Kulturzentrum geeignet. Die Raumaufteilung sei aufgrund der langen Gänge, niedrigen Decken und des Eingangs auf der Rückseite des Gebäudes problematisch. Zudem gebe es keine funktionale Trennung der Räume. „Wenn der Sprachunterricht und gleichzeitig eine Musikprobe stattfinden, stören die Leute sich gegenseitig“, so Börgartz.

Ein weiterer Faktor: Der Veranstaltungssaal befindet sich derzeit in der ehemaligen Schulaula und sei für das Stadteilkulturzentrum zu klein. Die Räumlichkeiten seien – auch aufgrund fehlender Sanierung in den letzten Jahren – nicht an die Bedürfnisse der heutigen Zeit angepasst. „Die Heizkörper sind noch aus den 50er Jahren. Die Toiletten sind von 1980. So sieht das auch aus“, meint Börgartz. Durch den Umbau soll das Bürgerhaus nun den Ansprüchen eines modernen Kulturzentrums angepasst werden. Zudem werde sich die Energie-Bilanz des Gebäudes verbessern, heißt es vom Senat.

Ein kulturelles Zentrum in Eidelstedt

Für die Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen Dorothee Stapelfeldt ist klar: Das neue Bürgerhaus soll ein Treffpunkt für alle Eidelstedter sein. Das Angebot trage „zum Zusammenhalt in der Nachbarschaft bei und fördert zudem die Beteiligung der Bewohnerinnen und Bewohner an der Gestaltung des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens im Stadtteil“, sagt Stapelfeldt. Dagmar Bahr, Eidelstedter Abgeordnete der SPD-Fraktion Eimsbüttel sieht die Sanierung und Erweiterung als großen Erfolg: „Mit dem neuen Bürgerhaus bekommt Eidelstedt einen kulturellen und sozialen Leuchtturm, für den wir uns im Stadtteil seit langem eingesetzt haben.“

Eidelstedt-Mitte ist seit 2016 Fördergebiet im Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) unterstützt durch die Europäischen Union. Fördergebiete sind verglichen mit anderen Stadtteilen benachteiligt und werden im RISE-Programm städtebaulich und sozial aufgewertet. Davon profitieren 40 Einzelprojekte in Eidelstedt, jetzt auch das Bürgerhaus. Kay Gätgens, Bezirksamtsleiter Eimsbüttel rechnet damit, dass Eidelstedt in den kommenden Jahren weiter wachsen wird. „Das Haus ist ein wichtiger sozialer und kultureller Anker und verfügt – unmittelbar an Geschäften, Wochenmarkt und ÖPNV gelegen – über einen perfekten Standort im Herzen des Stadtteils“, erklärt der Bezirksamtsleiter.  

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