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Holger Börgartz erhält den Hamburger Stadtteilkulturpreis für sein Projekt "37FÜNF° – Heimat - Flucht - Zusammenleben". Foto: Heiko Gerken
Holger Börgartz erhält den Hamburger Stadtteilkulturpreis für sein Projekt "37FÜNF° – Heimat - Flucht - Zusammenleben". Foto: Heiko Gerken
Integration

Eidelstedter Projekt gewinnt den Stadtteilkulturpreis

Gestern wurde der Hamburger Stadtteilkulturpreis verliehen. Gewonnen hat ein Eidelstedter Projekt zum Thema Integration in der Nachbarschaft.

Von Margarita Ilieva

Holger Börgartz und sein Team vom Eidelstedter Bürgerhaus haben den Hamburger Stadtteilkulturpreis gewonnen. Dem preisgekrönten Projekt „37FÜNF° – Heimat – Flucht – Zusammenleben“ liegt eine Veranstaltungsreihe zum Thema Integration im Stadtteil zugrunde.

Preisverleihung mit hochkarätigen Gästen

Bei einer feierlichen Veranstaltungg wurde der mit 10.000 Euro dotierte Hamburger Stadtteilkulturpreis gestern Nachmittag in der Halle 424 im Oberhafen verliehen. Zu den Gästen des Events zählten hochrangige Vertreter der Stadtteilkultur, sowie Gäste aus der Politik, Verwaltung, Gesellschaft und Kultur.

Hamburg Eimsbuettel Holger Börgartz. Foto: Monika Dzialas

Stadtteilkulturpreis: Nominierung für Eidelstedt

Für den diesjährigen Stadtteilkulturpreis der Stadt Hamburg ist auch das Eidelstedter Projekt "37°FÜNF - Heimat - Flucht - Zusammenleben" nominiert. Mit Fotoausstellungen, Filmen, Workshops und Diskussionen wollten die Veranstalter die Integration im Stadtteil voranbringen.

Preisstifter und Unterstützer sind die Hamburgische Kulturstiftung, die Gabriele Fink Stiftung, die Patriotische Gesellschaft von 1765 und die Behörde für Kultur und Medien. Die Umsetzung des Projekts soll durch die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. gefördert werden.

„Es war ein aufregender Tag, wir freuen uns auf die Auszeichnung, denn sie ist für uns eine sehr schöne Bestätigung für unsere Arbeit“, teilt Projektleiter und Geschäftsführer des Eidelstedter Bürgerhauses Holger Börgartz mit.

Das Preisgeld soll dafür eingesetzt werden, Bestehendes weiterzuführen und teilweise auszubauen sowie neue Angebote zu schaffen.

Projekt bringt Geflüchtete und Eidelstedter zusammen

Der Stadtteilkulturpreis wird zum 15. Mal verliehen und auch dieses Jahr wurde ein Projekt ausgezeichnet, dass sich einem aktuellen Thema widmet.

Im Rahmen verschiedener kulturellen Veranstaltungen werden die Themen Flucht, Ankommen, Integration und Miteinander im Vordergrund stehen.

Diese werden in Workshops, Ausstellungen, Filmen und anderen Veranstaltungsformen aufgearbeitet, um das Verständnis für Integration im Stadtteil zu fördern.

„Das Eidelstedter Bürgerhaus bekommt mit dem Preis eine zusätzliche Unterstützung, eine Art Rückenwind für das Projekt, da die Stadtteilkultur oft nicht ausreichend finanziert wird und die Jury den Bedarf eingesehen hat“, erklärt Corinne Eichner von Stadtkultur Hamburg.

Das Projekt punktet mit Raum fürs Gespräch

Am Auswahlverfahren haben sich von Anfang November 2017 bis Anfang Januar 2018 rund 40 kulturelle Initiativen, Zentren und Vereine sowie Einzelpersonen, die sich in der Stadtteilkulturarbeit in Hamburg engagieren, beteiligt.

Wohnungensbau am Hörgensweg. Foto: FeWa

Mehr Integration in Eidelstedt

Das Fachamt für Sozialraummanagement hat die zweite Fassung des Integrationskonzeptes für Eidelstedt vorgestellt. Es soll weiterhin mit den Bürgern des Stadtteils an einer verbesserten Integration für Flüchtlinge gearbeitet werden. Geplant sind neue Projekte zum Zusammenkommen und Austauschen.

Von den zehn Finalisten konnte das Projekt „37FÜNF°“ die Jury am meisten überzeugen: „Mit der Veranstaltungsreihe ’37FÜNF°‘ gelingt es dem Team des Eidelstedter Bürgerhauses in besonderer Weise, Begegnungen zwischen den Menschen zu ermöglichen, die gemeinsam im Stadtteil leben“, äußert sich zur Entscheidung Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien, der die Auszeichnung überreicht hat.

„Heimat“ neu definiert

Das Projekt sei auch deswegen besonders preiswürdig, da es sich eine neue Definition des Begriffs „Heimat“ vornimmt, die generationsübergreifend für mehr Sensibilisierung und den Aufbau kultureller Brücken sowie den Abbau von Distanz und Vorurteile beitragen soll.

„Es schafft Verständnis für andere und ihre individuellen Lebensgeschichten. Es sind genau solche Orte, die wir brauchen, um Empathie füreinander zu entwickeln und miteinander ins Gespräch zu kommen“, so Brosda.

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