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Auch die Wohnanlagen im Hörgensweg wurden an dem Abend thematisiert. Foto: FeWa

Integrationskonzept

Mehr Integration in Eidelstedt

Das Fachamt für Sozialraummanagement hat die zweite Fassung des Integrationskonzeptes für Eidelstedt vorgestellt. Es soll weiterhin mit den Bürgern des Stadtteils an einer verbesserten Integration für Flüchtlinge gearbeitet werden. Geplant sind neue Projekte zum Zusammenkommen und Austauschen.

schedule Lesezeit ca. 3 min.

Am Donnerstagabend stellten die Mitarbeiter des Fachamtes für Sozialraummanagement im Gymnasium Dörpsweg die zweite Fassung des Integrationskonzeptes Eidelstedt. Der Moderator der Abendveranstaltung und Regionalbeauftragter Dr. Michael Freitag bedankte sich bei den rund 50 Aktiven, die an der Mitgestaltung und Weiterentwicklung des Entwurfs beteiligt waren und betont: “Wir wollen weiterhin transparent arbeiten.”

Planungsinstrument für Eidelstedt

Das Integrationskonzept sei dabei “kein Leitbild und kein flüchtlingspolitisches Papier, sondern ein Planungsinstrument, um sich Handlungsmöglichkeiten anschauen und Problemen stellen zu können”, führt Freitag weiter aus. Die Konzeption orientiert sich am Hamburger Integrationskonzept, das 2013 vom Senat verabschiedet und 2017 erneuert wurde. Notwendige Maßnahmen und Ziele wurden auf den Stadtteil heruntergebrochen und werden stetig weiterentwickelt.

Ausgangspunkt für das stadtteilbezogene Vorhaben war der Bau der Wohnanlagen am Duvenacker und Hörgensweg. Die neuen Bewohner in Eidelstedt sollen dadurch die Möglichkeit erhalten, sich besser in ihrer neuen Nachbarschaft einleben zu können.

Nach dem Auftaktworkshop “Zusammenleben in Eidelstedt” 2016 wurde ein Jahr später die erste Fassung des ausgearbeiteten Konzeptes präsentiert. Infolgedessen konnten Rückfragen eingesendet werden, die anschließend bei einem Kolloquium diskutiert wurden. Die angebrachten Hinweise wurden in die Ausarbeitung der zweiten nun vorliegenden Edition eingebunden.

Ungenügende Versorgung mit Kita-Plätzen

Durch die geringere Belegung der Unterkünfte für Geflüchtete, die durch die Volksinitiative “Hamburg für gute Integration” erreicht wurde, sprach sich der Leiter der Abteilung für integrierte Stadtteilentwicklung Axel Vogt für verbesserte Integrationsbedingungen aus. Dennoch gibt es zahlreiche Felder, auf denen Nachholbedarf besteht. Ihm zufolge “ist die Ausstattung mit Kitas wenig erfreulich. Die Angebotslücke ist unbefriedigend und hängt damit zusammen, dass Kita-Träger ihre Projekte verschoben haben oder verschieben mussten.”

Während sich bei der Versorgung mit Kindergartenplätzen ein Defizit auftat, “kann das Wachstum im Bereich der Schulsituation aufgenommen werden”, berichtet Vogt die Aussagen der Schulbehörde. Im Vergleich zu anderen Hamburger Stadtteilen sei außerdem der Ausbau von sozialen und kulturellen Einrichtungen in Eidelstedt erfolgreich gewesen. Weitere Bauvorhaben in unterschiedlichen Bereichen des gesellschaftlichen Miteinanders, wie Nachbarschaftstreffs und Bewegungsflächen, sind geplant.

“Grundlage für Integration”

Besonders wichtig ist den Koordinatoren die sprachliche Bildung. Laut Barbara Strauß, der Planerin für sozialräumliche Flüchtlingsunterkünfte im Bezirk, ist “Sprache und Verständigung eine Grundlage für Integration”. Vorgesehen ist diesbezüglich, dass es nicht bei dem bloßen Erlernen der Sprache bleibt, sondern auch die Anwendung im Alltag, zum Beispiel bei der “Sprachbrücke” stattfindet. Außerdem soll eine Kinderbetreuung während der Kurse als Unterstützung für Mütter angeboten werden.

Zugleich sollen Familien allgemein besser in das Bildungsleben eingebunden werden, “um eine höhere Bildungsorientierung zu generieren”, erläutert der Bildungskoordinator Matthias Eichhorn. Er berichtete zudem von einem Projekt bei dem ein reger Austausch über die unterschiedlichen Bildungsbiografien stattfand.

Mehr Praxis für Geflüchtete

Um lebenslanges Lernen zu gewährleisten, ist es eine zentrale Aufgabe, Geflüchtete auch in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Der Koordinator im Bereich der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe Marc Pepper präsentierte dafür die ersten Ergebnisse der Veranstaltung “Integration gestalten”, bei der bisher Erreichtes zusammengefasst und neue Ziele gesteckt wurden.

Zum einen brauchen die Bewohner der Unterkünfte mehr Privatsphäre, um sich auf ihre Ausbildung konzentrieren zu können und zum anderen bedarf es einer “fachsprachlichen Förderung” und einer Praxisorientierung in den Sprachkursen. Pepper will damit über das vielen unbekannte breit gefächerte Ausbildungsangebot aufklären.

Sport und Gesundheit

Neben sprachlicher Verständigung ist, laut dem Leiter der Sportabteilung im Bezirksamt André Güldner, Sport “ein sehr guter Integrationsmotor”. Dafür sollen neue Anlagen geschaffen und Bestehende ausgebaut werden. Hinzu kommen Präventionskurse, die vom Gesundheitsamt in Angriff genommen wurden.

Da “Frauen es oft schwerer haben, Zugang zu Angeboten zu bekommen” sollen sich Organisationen, die sich für die Integration von Frauen und Mädchen mit Migrationshintergrund einsetzen, besser vernetzen und in Kleingruppen emotional und körperlich gestärkt werden, teilt Barbara Strauß mit. Das sei bisher “versäumt worden und die Zeit ist ausgegangen”. Auch auf für Kinder und Jugendliche relevante Themen soll durch die Plattform “Eidelstep” und die Einrichtung informeller Treffpunkte mehr eingegangen werden.

Im Anschluss an die Vorstellung können nun Rückfragen gestellt werden, um die dritte und endgültige Fassung zu erarbeiten.

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