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Hamburg Eimsbuettel Pressekonferenz Ties Rabe_Monika Dzialas
Bildungssenator Ties Rabe über die Neugründungen. Foto: Monika Dzialas
Neugründung

Zwei neue Schulen für Eimsbütteler Grundschüler

Der Bezirk Eimsbüttel wird immer kinderreicher und die Zahl der Erstklässler steigt stetig an. Um diese Entwicklung aufzufangen, werden zwei neue Grundschulen nahe der Lutterothstraße gegründet.

Von Monika Dzialas

Aufgrund einer stetig steigenden Anzahl an Grundschülern ist es vor allem in Eimsbüttel unumgänglich, neue Plätze zu schaffen. Bisher wurden dazu bestehende Schulen ausgebaut, doch nun möchte der Bildungssenator Ties Rabe „die Chance ergreifen und mitten im bestehenden Wohngebiet zwei zusätzliche neue Grundschulen gründen.“

Aus Alt mach Neu

Obwohl städtische Flächen im stark besiedelten Bezirk Eimsbüttel rar sind, konnten zwei neue Bebauungsflächen gefunden werden. Dabei handelt es sich um die 1910 erbauten Schulgelände, die heute einerseits ungenutzt sind und zum anderen derzeit als Übergangslösung für eine Berufsschule dienen.

Hamburg Eimsbuettel Humanity Rap_Schulklasse 7b Kaifu Foto: Ursula Richter

„Humanity Rap“ gewinnt Bertini-Preis

Die Schüler der siebten Klasse des Kaifu-Gymnasiums geben mit ihrem "Humanity Rap" einen Anstoß für mehr Solidarität und Offenheit. Dafür wurden sie mit dem Bertini-Preis ausgezeichnet. Engagiert planen sie weitere Projekte.

Der Senator Ties Rabe betont diesbezüglich, dass dieser Gründungsgedanke „etwas Besonderes ist, da in der Vergangenheit eher Schulen geschlossen worden sind und es Neugründungen sonst nur in Neubaugebieten gibt.“

Doch dieser neue Schritt ist eine wichtige Maßnahme zur Anpassung an eine veränderte Bewegung der Bürger. Während noch vor einigen Jahren Familien an den Stadtrand zogen, bleiben sie heute im inneren Stadtgebiet wohnen. Für Rabe ist dieser Wandel eine Folge zahlreicher Umbaumaßnahmen und neuem Wohnungsbau im Bezirk.

Immer mehr Erstklässler in Eimsbüttel

Nachdem mit der Gründung des Gymnasiums Hoheluft auf eine steigende Schülerzahl an weiterführenden Schulen geantwortet wurde, sollen nun auch im Grundschulbereich Veränderungen vorgenommen werden.

In den vergangenen fünf Jahren ist die Zahl der Schüler in den ersten Klassen im Eimsbütteller Kerngebiet von 550 auf 700 angestiegen und wird in den kommenden Jahren weiter wachsen. Um möglichst alle Kinder für die bevorzugte Schule zulassen zu können, ist ein Bau von neuen Schulen unausweichlich, begründet der Schulsenator die neuen Bauvorhaben.

Fahrradstadt Eimsbüttel. Foto: Eimsbütteler Nachrichten

Sichere Schulwege in Eimsbüttel

Im Mobilitätsforum des Bezirks Eimsbüttel wurde die Sicherheit der Schulwege thematisiert. Diese sollen so ausgebessert werden, dass Kinder ihren Weg zur Schule besser zu Fuß oder mit dem Rad meistern können.

Erste Eröffnung bereits nächstes Jahr

Das erste der beiden Schulprojekte soll bereits im Sommer 2019 in der Schwenckestraße 91 eröffnen. Zwei Jahre später soll dann auch die Grundschule in der Telemannstraße 10 modernisiert und umgebaut sein. Für beide Projekte plant der Senat 15 bis 20 Millionen Euro ein.

Um mit den Sanierungsarbeiten beginnen zu können, wird die vorübergehend eingezogene Berufsschule ein neues Gebäude beziehen. Im Zuge von Baumaßnahmen in der Grundschule Lutterothstraße werden die Schüler übergangsweise in dem sanierten Gebäude in der Telemannstraße unterrichtet.

Gedenken an Wolfgang Borchert

Obwohl normalerweise die jeweilige Schulleitung für die Namensgebung ihrer Schule verantwortlich ist, wird die Grundschule in der Schwenckestraße auf zahlreiche Anfragen hin nach dem Hamburger Schriftsteller Wolfgang Borchert benannt.

Der Senat will die Schulgründung und Namensgebung „zum Anlass nehmen, an den Autor zu erinnern.“ Für die Schule in der Telemannstraße hingegen ist der Name noch ungeklärt.

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