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Im "Parea" wird eine Variation an kleinen Tellergerichten "Mezedes" serviert. Foto: Wassilios Xenos
Im "Parea" wird eine Variation an kleinen Tellergerichten "Mezedes" serviert. Foto: Wassilios Xenos
Neueröffnung

Parea: „In Griechenland bekommst du Gyros nur in Imbissbuden“

Mitten im Herzen Eimsbüttels eröffnete Anfang Mai das griechische Restaurant „Parea“. Der Besitzer setzt auf frische, saisonale und regionale Küche.

Von Sahra Vittinghoff

„Der griechische Begriff Parea bedeutet das Zusammensein im Freundeskreis,“ erklärt der 30-Jährige Besitzer Wassilios Xenos. Genau diese Atmosphäre wolle er in seinem Restaurant im Luruper Weg schaffen. Denn für ihn erfüllt Essen nicht nur die Funktion zu sättigen, sondern bedeutet auch Genuss.

Xenos ist in der Gastronomie aufgewachsen. Sein Vater Christos Xenos besaß lange Zeit selbst ein Restaurant. Dieser steht ihm vorerst auch zur Unterstützung beiseite. Als Vater-Sohn-Gespann bieten sie in ihrem Restaurant einen Mix aus Tradition und Moderne.

„Gyros ist Griechisches Fastfood“

Gyros mit Tzatziki und Krautsalat gibt es bei Parea nicht. Dass dieses Gericht zur griechischen Küche gehört, sei ein Klischee, mit dem der Besitzer aufräumen will. „In Griechenland bekommst du Gyros nur in Imbissbuden“, so der 30-Jährige. „Es ist zwar, wie ich finde, das beste Fastfood der Welt, aber hat mit einem Restaurant wenig zu tun.“

Stattdessen setzt Xenos auf kleine Tellergerichte, hierzulande als Tapas bekannt. In Griechenland heißen sie Meze oder im Plural Mezedes. Laut Christos Xenos gibt es mehr als 500 Rezepte, die auch eine breite Variation an vegetarischen und veganen Gerichten bieten. Für jeden, der ein großes Hauptgericht bevorzugt, wird dieses aber auch serviert.

Hier trifft Tradition auf Moderne. Foto: Sahra Vittinghoff
Hier trifft Tradition auf Moderne. Foto: Sahra Vittinghoff

Tradition trifft auf Moderne

Um ihren Gästen ein möglichst authentisches Geschmackserlebnis zu ermöglichen, beziehen sie viele ihrer Zutaten wie Beispielsweise Oregano und Olivenöl aus der Griechischen Region. Ihre Lieferanten sind laut eigener Aussage Personen aus ihrem näheren Bekanntenkreis. Es liegt ihnen viel daran, die kleinen Bauern zu unterstützen. „Wir wollen auch frisch, saisonal und regional kochen“, ergänzt der Besitzer des Parea. Christos Xenos kümmert sich um die traditionelle, griechische Küche, während sein Sohn Wassilios Xenos anhand neuer Kombinationen die Elemente der modernen Küche mit einbringt.

Die Mischung zwischen Alt und Neu spiegelt sich auch im Inneren des Restaurants wieder. Die Wände sind in den Landesfarben Blau und weiß gehalten. Die terracottafarbenen Fliesen zeugen von mediterranem Stil. Hier und da hängen Bilder , die an griechische Persönlichkeiten wie beispielsweise die Opernsängerin Maria Callas erinnern.

Mit geöffneten Dach kommt auch an schönen Tagen die Sonne durch. Foto: Sahra Vittinghoff
Mit geöffnetem Dach kommt im Wintergarten auch an schönen Tagen die Sonne durch. Foto: Sahra Vittinghoff

Liebe zur Gastronomie

Obwohl Wassilios Xenos für das Moderne im Restaurant steht, ergreift wohl auch ihn manchmal die Nostalgie. So habe der junge Grieche einen Stein und das Eröffnungsschild des alten Restaurants seines Vaters eingesammelt, erzählt Christos Xenos. Das Schild hängt bis heute in seinem Zimmer – und auch den Stein besitzt er noch.

Parea, Luruper Weg 38

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