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Obdachlose

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Ende August stellte die Sozialbehörde ihre Pläne für die Nutzung der Unterkunft in der Kollaustraße für das Winternotprogramm vor. Nach Gesprächen mit den Nachbarn bezog die Eimsbütteler Bezirksversammlung nun Stellung.

Für ihr Projekt „Obdachlosigkeit in Hamburg“ wurde die Klasse 10g der „Ida Ehre Schule“ aus Eimsbüttel am Montag ausgezeichnet. Im Rahmen des Wettbewerbs „Aktiv für Demokratie und Toleranz 2017“ erhielten die engagierten Schüler neben einer Urkunde auch ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro.

Die Sozialbehörde hat zusammen mit „fördern und wohnen“ die Planungen für das kommende Winternotprogramm gestartet. Die Kollaustraße wird als möglicher Standort geprüft.

In Niendorf wurde gestern ein neuer Wohncontainer für einen Obdachlosen aufgestellt. Dies geschah mit Unterstützung von der Bürgerinitiative “Hilfe für Hamburger Obdachlose”, die sich für Menschen in Not einsetzt und diesen eine Überwinterungsmöglichkeit mit gebotenem Rückzugsort anbietet.

Nachdem das Bezirksamt Eimsbüttel in der letzten Woche die Baugenehmigung erteilt hat, hat die Bürgerinitiative „Hilfe für Hamburger Obdachlose“ heute in Lokstedt einen weiteren Container aufgestellt.

Im Gedenken an verstorbene Obdachlose im letzten Jahr wird in der St. Bonifatius Kirche am nächsten Sonntag ein ökumenischer Gottesdienst stattfinden. Dafür werden bei der Diakonie für Wohnungslose bis Samstag Namen gesammelt, um von den – oft anonym – Verstorbenen Abschied zu nehmen.

Obdachlos ist auch weiblich
Raum nur für Frauen

Fast ein Viertel der Obdachlosen in Hamburg sind Frauen. Das Leben auf der Straße ist für sie meist gefährlicher als für Männer: Sie sind schutzloser, werden sexuell belästigt. Oder sie halten es in einer Beziehung trotz Gewalt aus, übernachten bei flüchtigen Bekannten. Für wohnungslose Frauen gibt es nur wenige Einrichtungen, die etwas Ruhe und Zuflucht bieten. Eine davon liegt in Eimsbüttel: der Tagestreff „Kemenate“.

Am 01. November ist das bisher größte Winternotprogramm in Hamburg gestartet. Die Zahlen der obdach- und wohnungslosen Menschen in der Hansestadt steigen.

Im Februar dieses Jahr hat das Bezirksamt einen Zaun „zum Schutz der Obdachlosen“ am Isebek-Kanal errichten lassen: Kosten: Rund 4700 Euro. Nach heftigen Protesten soll er noch im Oktober wieder abgebaut werden. Die Begrenzung sorgte auch für Spott vom Bund der Steuerzahler.

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