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Die ehemalige Unterkunft für geflüchtete Menschen in der Kollaustraße. Foto: Robin Eberhardt

Obdachlosigkeit

Winternotprogramm in der Kollaustraße

Ende August stellte die Sozialbehörde ihre Pläne für die Nutzung der Unterkunft in der Kollaustraße für das Winternotprogramm vor. Nach Gesprächen mit den Nachbarn bezog die Eimsbütteler Bezirksversammlung nun Stellung.

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Bereits im August begann die Sozialbehörde gemeinsam mit “fördern und wohnen”, das diesjährige Winternotprogramm für obdachlose Menschen zu planen. Im Zuge dessen wurde die ehemalige Flüchtlingsunterkunft in der Kollaustraße als neuer Standort geprüft. Nach ausführlichen Gesprächen mit den Nachbarn der Lokstedter Unterkunft nimmt die Eimsbütteler Bezirksversammlung Stellung.

“Gemeinsam mit den Nachbarn”

Neben der Unterkunft in der Friesenstraße in Hammerbrook wurden im vergangenen Jahr die Räumlichkeiten im Schaarsteinweg genutzt, um wohnungslosen Menschen einen warmen Platz in kalten Nächten zu bieten. Die Unterbringung unweit des Michels soll ab 1. November jedoch nicht wieder belegt werden. Aus diesem Grund will die Sozialbehörde mit den Wohncontainern in der Kollaustraße 15 eine Alternative schaffen.

Die Behörde der Stadt legte ihre Pläne schließlich dem Bezirk Eimsbüttel vor, der Ende August eine Informationsveranstaltung mit Anwohnern organisierte. Der SPD-Politiker Ernst Christian Schütt betont:

“Wir wollen, dass das Winternotprogramm ein Erfolg wird und das geht nur gemeinsam mit den Nachbarn.”

Da es in der Vergangenheit zu Lärmbeschwerden gekommen sei, würde die Forderung der Nachbarn, den Container an der Stapelstraße nicht als Unterbringung zu nutzen, in die Stellungnahme der Bezirksversammlung aufgenommen werden. Zudem soll der Zugang von dieser Seite nicht mehr möglich sein.

Ob diese eingeschränkte Nutzung möglich sein wird, steht noch nicht fest, da die Plätze gebraucht werden. Geplant sind Dreibettzimmer für insgesamt 252 Menschen. Laut Sozialbehörde, bestehe zudem die Möglichkeit, auf bis zu 336 Plätze aufzustocken.

Zusätzliches Bus-Shuttle

Darüber hinaus wurde in der Diskussionsrunde bemerkt, dass sich die Tageseinrichtungen für obdachlose Menschen in der Innenstadt befinden. Die Nutzer des Winternotprogramms müssten somit erst mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ins Zentrum fahren. Dies könne zu Belastungen des Verkehrs führen.

Vonseiten der Sozialbehörde kam deshalb der Vorschlag, die Einrichtung in der Kollaustraße erst um 9.30 Uhr zu schließen. In der Informationsveranstaltung der Nachbarn hingegen wurde die Idee eines Bus-Shuttles angesprochen, die nun geprüft werden soll.

Im Winternotprogramm werden seit 1992 obdachlose Menschen aufgenommen, um sie in den kalten Winternächten vor dem Erfrieren zu schützen. Daneben engagieren sich Freiwillige in einem Verein und verpflegen bedürftige Menschen mit einer warmen Mahlzeit.

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