Tempo 30
...Lange hatte sich der Bezirk dafür eingesetzt, dass Tempo 30 im Eppendorfer Weg eingeführt wird. Nun hat die Innenbehörde reagiert und die Geschwindigkeitsbegrenzung beschlossen.
Wie schnell Verkehrsbeschlüsse umgesetzt werden können, sieht man am Dieselfahrverbot in Hamburg. Dass es auch langsamer geht, zeigt das Beispiel Tempo 30 vor Kitas im Eppendorfer Weg.
Anlässlich der Verkehrsministerkonferenz Ende April in Hamburg fordert der ADFC flächendeckend Tempo 30 für Hamburg. Wie sinnvoll ist diese Forderung? Zwei Experten stellen sich in einem Kommentar die Frage, ob eine gedrosselte Geschwindigkeit auf allen Eimsbütteler Hauptverkehrsstraßen sinnvoll wäre.
Die Linksfraktion Eimsbüttel fordert freie Fahrt für Radfahrer an roten Ampeln. Bereits vor einem Jahr hatten die Grünen auf Bundesebene mit einer ähnlichen Forderung auf sich aufmerksam gemacht. Für den ADFC hat das Thema dagegen nicht „oberste Priorität“.
Der Bezirk Eimsbüttel hat die Einführung von Tempo 30 auf dem Eppendorfer Weg beschlossen. Vor allem Kinder sollen damit besser geschützt werden.
Zwischen Kippingstraße und Isebekkanal gilt ab so sofort eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 30 Stundenkilometern. Der tödliche Unfall einer Joggerin im Januar hatte Anwohner, Eltern und Politiker aufgeschreckt. Ihr Protest führte zur Aufstellung der neuen Schilder.
Am Samstag fand vor dem Lokal Vesper an der Ecke Osterstraße/Eppendorfer Weg eine Kundgebung der Initiative „30-Zone-Bundesstraße“ statt. In Sichtweite des Osterstraßenfests versammelten sich etwa 30 Unterstützer, um gemeinsam für eine Verkehrsberuhigung im Eppendorfer Weg zu demonstrieren. Die Initiative war bereits in der Bundesstraße erfolgreich.
Ralf Schlüter vom Polizeikommissariat 17 hat am Mittwochabend im Verkehrsausschuss der Bezirksversammlung bekannt gegeben, dass in Zukunft auf einem Teil der Bundesstraße nur noch Tempo 30 erlaubt sein wird. Die Initiative 30 Zone Bundesstraße ist „überglücklich“. Die Bezirkspolitik zeigt sich fraktionsübergreifend ebenso erfreut, sieht das letzte Wort aber noch nicht gesprochen.
Für Tempo 30 in der Bundesstraße – die Forderung ist seit dem Unfall vom Januar nicht verstummt. Die Joggerin Stefanie H. wurde dabei angefahren und tödlich verletzt. Die Fußgängerampel am Kaiser-Friedrich-Ufer hatte für sie Grün gezeigt. Immer mehr Anwohner setzen sich für eine Geschwindigkeitsbegrenzung ein.
