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Im März wird es die nächste Bürgerversammlung zum Thema geben. Foto: Elena Salermo

„Wir bleiben dran“

Für Tempo 30 in der Bundesstraße – die Forderung ist seit dem Unfall vom Januar nicht verstummt. Die Joggerin Stefanie H. wurde dabei angefahren und tödlich verletzt. Die Fußgängerampel am Kaiser-Friedrich-Ufer hatte für sie Grün gezeigt. Immer mehr Anwohner setzen sich für eine Geschwindigkeitsbegrenzung ein.

Von Anja von Bihl

Seither gab es eine Mahnwache und eine Demonstration, organisiert von der Initiative 30 Zone Bundesstraße. Weiter soll es nach den Frühjahrsferien im März mit einer Bürgerversammlung gehen, voraussichtlich in der Aula des Gymnasiums Kaiser-Friedrich-Ufer.

Am Montagabend kam das Thema erneut im Kerngebietsausschuss der Bezirksversammlung zur Sprache. In der letzten Sitzung hatte der Ausschuss einstimmig beschlossen, die Hamburger Innenbehörde aufzufordern, in der Bundesstraße Tempo 30 einzurichten, wir berichteten. Matthias Steffen von der Initiative will in der Bürgerfragestunde nun wissen, wie es politisch weitergehe und wann mit einer Entscheidung der Innenbehörde zu rechnen sei. Wohlwollendes Gelächter zeigt ihm, dass es darauf keine einfache Antwort gibt.

Doch es wird schnell deutlich, dass die Forderung weiter unterstützt wird. „Sie können sicher sein, wir verfolgen das, damit zügig was passiert,“ sagt Thomas Thomsen von der CDU. Und Peter Gutzeit von der Linken ist dafür, der Behörde eine Frist zu setzen und nachzuhaken, „auch öffentlich.“ Der Druck von Anwohnern und Eltern könne etwas bewirken.

Michael Westenberger, CDU, wurde in die Bürgerschaft gewählt und ist dafür, dass man nicht nur auf rein fachlicher Ebene verhandelt wie gehabt. Er will Staatsrat und Senator ansprechen. „Keine Sorge! Ich bin überzeugt, dass was geht.“ Keine Versprechungen im Namen der kommenden SPD-Fraktion in der Bürgerschaft will Anne Schum machen, „aber wir unterstützen auch, was Herr Westenberger sagt.“ Es werde Druck auf die Regierung geben.

Für eine menschengerechte Stadt

Bei der Bürgerversammlung im März soll es über das Thema Geschwindigkeitsbegrenzung hinaus auch darum gehen, wie die Stadt gestaltet werden kann, damit sie den Bedürfnissen der Bewohner besser gerecht wird. Matthias Steffen würde gern einen international erfahrenen Stadtplaner einladen, wie den dänischen Architekten Jan Gehl. Sein Büro steht für urbane Lebensqualität.

Und siehe da: die Ausschussmitglieder sind plötzlich mitten in einer Diskussion, ob und wie man möglicherweise sogar finanziell dazu beitragen kann, dass der Experte gehört werden kann.

Tempo 30 auch für den Eppendorfer Weg

Es habe sich etwas Entscheidendes geändert, sagt Anne Schum. Initiativen für Tempo-30-Strecken im Eimsbütteler Kerngebiet gebe es bereits seit längerer Zeit; jetzt aber gebe die Bevölkerung den Forderungen Rückenwind und eine neue Qualität. „Es bewegt sich etwas in der Stadt,“ sagt sie. „Wir bleiben dran!“

Und in diesem Zuge nehmen die Vertreter im Ausschuss gleich noch einstimmig einen Antrag von SPD, Grünen und der Linken an. Damit wird eine alte Forderung an die Verkehrsbehörde bekräftigt, die Geschwindigkeit im Eppendorfer Weg auf 30 km/h zu begrenzen. Die Empfehlung liegt den zuständigen Fachbehörden bereits seit Mai 2009 vor. Umgesetzt wurde in den fast sechs Jahren seither nichts.

Dieser Artikel wurde am 25. Februar aktualisiert und um neue Bilder ergänzt.

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