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Rote Ampeln sollen Radfahrer nicht mehr zwangsläufig ausbremsen, fordert die Linksfraktion. Foto: Ada von der Decken
Forderung der Linksfraktion

Freie Fahrt für Radfahrer an roten Ampeln

Die Linksfraktion Eimsbüttel fordert freie Fahrt für Radfahrer an roten Ampeln. Bereits vor einem Jahr hatten die Grünen auf Bundesebene mit einer ähnlichen Forderung auf sich aufmerksam gemacht. Für den ADFC hat das Thema dagegen nicht "oberste Priorität".

Von Matthias Berger

Für Peter Gutzeit ist es „ein längst überfälliger Schritt“, dass Radfahrer trotz einer roten Ampel rechts abbiegen oder die Kreuzung queren dürfen. Der Abgeordnete der Linksfraktion Eimsbüttel ist Mitglied des Verkehrsausschusses der Bezirksversammlung. „Viele Ampeln in Eimsbüttel sind schon am Tag ohne nennenswerten Autoverkehr“, argumentiert Gutzeit, der als Beispiele Schwenckestraße, Hellkamp und Bundesstraße nennt. Viele Radfahrer würden schon heute die roten Ampeln ignorieren oder als Zumutung empfinden.

Darüber hinaus spreche für eine solche Sonderregelung, dass fast alle Straßen in den Eimsbütteler Wohngebieten zu Tempo-30-Zonen umgewandelt würden. „Und dort, wo sich die neue Regelung aus Sicherheitsgründen nicht einrichten lässt, müssen endlich die sogenannten ‚Bettelampeln‘ auf Sofortgrün umgeschaltet werden“, fordert der Linken-Abgeordnete. Ziel müsse es sein, Radfahrern eine bequeme Querung der Straßen zu ermöglichen.

Frankreich, Belgien und Niederlande als Vorbild

Bei seinem Vorstoß verweist Gutzeit auf ähnliche Regelungen in Ländern wie Frankreich. Zudem habe auch der Allgemeine Deutsche Fahrrad Club (ADFC) gefordert, Fahrradfahrern unter bestimmten Umständen zu ermöglichen, an roten Ampeln rechts abzubiegen und geradeaus zu fahren.

In seiner Stellungnahme gibt sich der ADFC Hamburg allerdings zurückhaltend – auch wenn es das Ziel sei, das Radfahren in Städten komfortabel und sicher zu machen. „Das freie Rechtsabbiegen bei Rot an geeigneten Kreuzungen kann ein Baustein sein, um den Radverkehr zügiger zu gestalten. Das Thema hat für den ADFC allerdings nicht oberste Priorität“, heißt es weiter. Wichtiger sei vielmehr, dass der Radverkehr mehr Platz im Straßenraum bekomme und die Fahrradinfrastruktur in einem gutem Zustand sei.

ADFC fordert Zusatzzeichen für Radfahrer

Rote Ampeln generell für Radfahrer abzuschaffen, hält der ADFC dagegen für „kontraproduktiv und gefährlich“. Lösungen wie in Frankreich, den Niederlanden und Belgien seien dagegen durchaus nachahmenswert. Durch ein Zusatzzeichen werde es dort an geeigneten Kreuzungen erlaubt, bei Rot rechts abzubiegen. An geeigneten T-Kreuzungen dürften Radfahrer zudem auch geradeaus durchfahren. „Diese Lösung bringt sowohl Rad- als auch Autoverkehr flüssiger voran“, ist sich der ADFC sicher.

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