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Als Peter eines Morgens aufwacht, ist die Stadt von Schnee bedeckt. Ein Tag voller Abenteuer beginnt. Dass Protagonist Peter in „Ein Tag im Schnee” ein Kid of Color ist, spielt keine Rolle. Das Kinderbuch zeigt, Vielfalt braucht keine aufgezwungenen Handlungen.
Eine Kinderbuchempfehlung der WeAre-Initiatorinnen: "Ein Tag im Schnee" von Ezra Jack Keats. Illustration: Ezra Jack Keats/ Carl-Auer Verlag
Magazin #22

Rassismus im Alltag: Situationen erkennen und verhindern

Rassismus hat viele Facetten. Die WeAre-Initiatorinnen wollen zum Perspektivwechsel anregen.

Von Julia Haas

Mit den folgenden Szenarien geben die WeAre-Initiatorinnen ein Verständnis von Alltagsrassismus – dabei handelt es sich um vereinfachte Momentaufnahmen einer weitreichenden Bewegung:


Situation: Ein Kind zeigt auf ein anderes Kind mit Afrolocken: „Die hat so komische Haare, weil sie aus Afrika kommt.”

Wie reagiere ich auf diese Situation nicht?

Es ist eine vermeintlich unangenehme Situation, die dazu verleitet, zu versteinern, zur Stille zu ermahnen oder das Thema zu übergehen.

Wie reagiere ich auf diese Situation richtig?

Dinge benennen: Es ist nicht okay, andere zu beleidigen oder abzuwerten. Wenn die Aussage des Kindes ohne Reaktion bleibt, fühlen sich die Kinder in der Situation bestätigt.

Perspektive wechseln

Ist es okay, wenn jemand so mit mir spricht?

Wörterbuch

Bei der Verbreitung von Rassismen kommt es häufig zum Othering, das bedeutet, die Konstruktion der „Anderen” zu etablieren. Es wird dabei zwischen der Norm und allem, was dieser nicht entspricht, unterschieden.


Situation: In Schul- und Unterrichtsmaterialien der Kinder tauchen rassistische Begrifflichkeiten auf, zum Beispiel das „N-Wort”.

Wie reagiere ich auf diese Situation nicht?

Hoffen, dass andere die Thematik ansprechen.

Wie reagiere ich auf diese Situation richtig?

Probleme ansprechen: Es ist nicht okay, dass Rassismus in alltäglichen Lernmaterialien weitergegeben wird. Die strukturelle und institutionelle Verankerung von Rassismus verfestigt rassistische Denkmuster. Menschen, die von Rassismus verletzt werden, und Menschen, die es nicht werden, müssen das ansprechen.

Perspektive wechseln: Ich werde rassistisch verletzt, warum sagt keiner etwas?

Wörterbuch: Allyship meint, Privilegien, nicht von Rassismus verletzt zu werden, aktiv zu nutzen, um etwas zu verändern. Es geht dabei nicht nur um Solidarität, sondern auch Verantwortung.


Situation: „Du kannst bestimmt toll singen und so schnell rennen wie alle Schwarzen.”

Wie reagiere ich auf diese Situation nicht?

Aussage als Kompliment ansehen.

Wie reagiere ich auf diese Situation richtig?

Nicht reduzieren: Es ist nicht okay, Menschen aufgrund bestimmter Merkmale zu stigmatisieren, auch wenn diese vermeintlich positiv sind. Es bleibt eine Reduzierung der Menschen auf bestimmte äußerliche Merkmale. Dabei kommt es zu einer Generalisierung, durch die dem Einzelnen die Individualität abgesprochen wird.

Perspektive wechseln: Was, wenn ich diesen vermeintlichen Komplimenten nicht gerecht werde?

Wörterbuch: Positiver Rassismus bezeichnet vermeintlich gut gemeinte Aussagen, die einen Vorteil durch „andere” Merkmale hervorheben.


Situation: Zu einer Schwarzen Frau mit weißem Kind: „Oh, da wird man dich oft für die Nanny halten.”

Wie reagiere ich auf diese Situation nicht?

Die Aussage als freundlich und reflektiert einstufen.

Wie reagiere ich auf diese Situation richtig?

Denkmuster hinterfragen: Warum sollte eine Schwarze Frau automatisch die Nanny sein? Erkennen, dass vermeintlich gut gemeinte Äußerungen, verletzend sein können.

Perspektive wechseln: Ist es fair, die Beziehung zu meinem Kind aufgrund der Hautfarbe zu hinterfragen?

Wörterbuch: Mikroaggressionen bezeichnen Botschaften in der alltäglichen Kommunikation, die Personen aufgrund ihrer Gruppenzugehörigkeit abwerten. Oft sind es kurze und vom Sprecher vermeintlich gut gemeinte Äußerungen und Gesten.

Mehr über die Initiative für Antirassismus-Bildung WeAre

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