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Bebauungsplan Schnelsen 93. Abbildung: Bezirksamt Eimsbüttel

Neue Wohnungen im Gewerbegebiet

Mit einem Bebauungsplan definiert das Bezirksamt ein Gewerbegebiet in ein „Mischgebiet“ um. Am Riekweg in Schnelsen sollen 80-90 neue Wohnungen entstehen. Die Bauarbeiten werden frühestens 2016 beginnen.

Von Lukas Gilbert

Das Planungsgebiet am Riekbornweg ist dem Bezirksamt zufolge aufgrund von Geschäften in der Nachbarschaft und einer guten Verkehrsanbindung besonders geeignet für den Wohnungsbau, obwohl es sich laut Bebauungsplan „Schnelsen 23“ von 1973 um ein Gewerbegebiet handelt. In unmittelbarer Nachbarschaft sind aber schon heute Wohngebiete vorhanden. Dem Bezirksamt zufolge ist der „typische Gebietscharakter eines Gewerbegebiets“ dadurch ohnehin nicht mehr vorhanden.

Lärmproblem

In einem externen Gutachten kommt das Hamburger Unternehmen Lärmkontor GmbH zu dem Schluss, dass auch die Lärmbelastung, die von Verkehr, Sport und Gewerbe in der Nähe ausgehe, durch entsprechende bauliche Maßnahmen und Anpassungen zu bewältigen sei. Lediglich die nächtliche Materialanlieferung verursache beträchtlichen Lärm. Um dem gerecht zu werden, wird eine Anlieferung am Tag oder eine „Einhausung“ der Anlieferung empfohlen.

Mit dem Bebauungsplan „Schnelsen 93“ will der Bezirk die planungsrechtliche Grundlage für den Bau von Wohnungen schaffen. Durch die Einrichtung eines „Mischgebiets“ zielt der Bezirk darauf ab, „mittelfristig dem Gebietscharakter der Umgebung entsprechend ein Nebeneinander aus Wohnen und das Wohnen nicht wesentlich störenden gewerblichen Betrieben zu etablieren“. 50 Prozent der Wohneinheiten sind als öffentlich geförderte Mietwohnungen geplant.

Bebauungsplan Entwurf
Schalltechnischer Beurteilungspegel für den Tag. Abbildung: Lärmkontor GmbH

Einwände werden geprüft

Bis zum vergangenen Mittwoch lag der Bebauungsplan im Bezirksamt aus. Währenddessen war es möglich, Einwände gegen das Bauvorhaben einzubringen. Laut Elmar Schleif, Pressesprecher des Bezirksamts Eimsbüttel, gab es davon mehrere. Sie werden in den nächsten Monaten geprüft. Im November wird sich im nächsten Schritt der Stadtplanungsausschuss des Bezirksamts mit der Auswertung beschäftigen. Danach wird die Bezirksversammlung den Bebauungsplan diskutieren und beschließen. Im Frühjahr 2016 soll dieser dann von Bezirksamtsleiter Torsten Sevecke bestätigt werden. Im Anschluss erhalten die Einwender eine Benachrichtigung über das Ergebnis ihrer Stellungnahme.

Erst nachdem diese Schritte abgeschlossen sind und der Bebauungsplan Schnelsen 93 genehmigt wurde, ist ein Baubeginn möglich.

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