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Foto: Baumann Bergmann Pokinsson
Magazin #11

„Baumann Bergmann Pokinsson“ on Tour

Neue Musik aus Eimsbush: Anfang April veröffentlichte die Band „Baumann Bergmann Pokinsson“ ihr zweites Album. Im Mai geht das Trio auf Release-Tour. Zu Besuch bei der „Hausband der Gamer-Branche“.

Von Nele Deutschmann

Baumann Bergmann Pokinsson – das sind Anne Baumann (E-Bass), Gunnar Bergmann (Schlagzeug und Cachon) und Jan Müller-Michaelis alias Poki Pokinsson (Gesang und Gitarre). Die drei Wahleimsbütteler veröffentlichen mit „Schnupperstunde Kosmos – Jetzt!“ schon ihr zweites Album.

Auf ein Käffchen hat das Trio in Anne und Pokis gemeinsame Wohnung eingeladen. Hausschuhe gegen kalte Füße werden sofort gereicht und auch der eigentliche Star des Hauses kommt dazu: Kater Goethe lässt keinen Zweifel daran, dass ihm die Aufmerksam gebührt.

Foto: Fabian Hennig

Der „Poki-Pool“

Poki – seines Zeichen einer der bekanntesten Game-Designer Deutschlands – tritt schon seit über zehn Jahren solo mit seiner Musik auf. In dieser Zeit ist ein großes Repertoire entstanden. Auf über hundert Songs aus Pokis Feder kann mittlerweile zurückgegriffen werden.

Auch im Trio schöpfen sie aus einem „unerschöpflichen Poki-Pool“, berichtet Anne. Bislang haben sie es jedoch erst geschafft, ungefähr ein Drittel der Songs miteinander zu erarbeiten.

Die Schubladen sind noch reich gefüllt und es kommt immer mehr dazu. Sowohl für das letzte als auch für das kürzlich erschienene Album wurden daher keine neuen Songs geschrieben, sondern auf den bestehenden Fundus zurückgegriffen.

Musikalische Kennlerngeschichte

Seit den besagten zehn Jahren ist Poki bei der monatlich stattfindenden Veranstaltung Tresenlesen, bei der Kurzgeschichten gelesen werden, für den musikalischen Teil des Abends zuständig. In familiärer Atmosphäre können hier neue Stücke ausprobiert werden. Seit vier Jahren stehen sie dort nun auch als Trio auf der Bühne.

Die Band in Aktion. Foto: Baumann Bergmann Pokinsson

Irgendwann schlich sich Gunnar einfach mit ins Programm, erzählt Poki. Als ehemaliger Kollege im Entwicklerstudio und Publishers Daedalic Entertainment, dessen Mitbegründer Poki ist, spielten sie zum ersten Mal gemeinsam in einem Weihnachtssong für ihre Community. Das Video wurde laut Poki ein „Freundenfest der Schrummeligkeiten“.

Während der Aufnahme saß Anne im Foyer und wartet auf einen Freund, der sich bei der Firma vorstellte, und wunderte sich über das laute Gelächter. Sie und Poki lernten sich im Anschluss kennen und der Grundstein für die Band war gelegt.

Über die Wichtigkeit von Kölsch

Ein paar Jahre später wurde bei zu viel Kölsch auf einer Branchenfeier beschlossen: „Jetzt gibt’s ne Tour!“ Und so tourte die Charakterkombo (damals noch als „Poki und Band“) um den singenden Game-Designer 2016 für Daedalic durch die Republik, um Pokis neuestes Spiel – Deponia Doomsday – zu promoten.

In dem Spiel geht es um Egoismen – es sollte Pokis erfolgreichstes Spiel werden. Der Hauptcharakter ist ein vollendeter Egozentriker, was Poki zum Anlass nahm, auch sich selbst ein bisschen in den Vordergrund zu drängeln und den Titelsong selbst zu singen, wie er erzählt. Für die Tour gewannen sie den Deutschen Entwicklerpreis für die beste Marketing-Kampagne.

Foto: Fabian Hennig

Dabei sind sie nicht an die Musikindustrie angedockt, sondern machen wirklich alles selbst. So haben sie auch ein eigenen Label gegründet. Mit „Lorke Records“ startet das Trio jetzt durch.

„Handgeklöppelte“ Musik

Ihre Musik beschreiben sie als eine Art German Folk. „Ein bisschen stampfig“, lacht Gunnar. Die Bezeichnung „Singer-Songwriter“ benutzen sie nicht so gerne. Von Rockigem über Polka bis Punk ist alles dabei. Der Fokus liege jedoch definitiv auf den Texten. Songs schreibe er ähnlich, wie er auch Spiele mache, sagt Poki. Da sei alles „handgeklöppelt“.

Dabei geht es weniger um technische Perfektion, als um die Freude am Spiel. Anne hat sich das Bassspielen beispielsweise in Selbstregie beigebracht und kann auch nur die eigenen Songs spielen. Gunnar und Anne bezeichnen sich daher augenzwinkernd als eine Art „Fachidioten“.

Auf ihre Tour 2018 gehen sie mit der Panama-Band als Vorband. Den Auftakt bildet am 5. Mai ein Abend im Logo. Bis nach Leipzig und München wird es die gut gelaunte Truppe im Anschluss treiben.

Schnupperstunde „Kosmos – Jetzt!“

Das Trio bleibt seiner Linie treu und doch gibt es auf der zweiten Platte viel Neues zu entdecken. Auch Anne singt dieses Mal einen Song und man merkt, dass sich die Band künstlerisch weiterentwickelt. Im weitesten Sinne widmet sich das neue Album Planten und dem Kosmos. Aber wie bei den meisten vordergründig lustigen Lieder der Band lassen sich natürlich weitere Ebenen entdecken.

Persönliche Favoriten der Autorin: Ein Song über den Verzehr von Farben. Und auch zu den charmanten Beleidigungen des Songs „Planet Scheiße“ möchte man direkt tanzen.

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